HSG Konstanz – VfL Eintracht Hagen 29:30 (14:13)

Einen eminent wichtigen Sieg landeten die Handballer des VfL Eintracht Hagen bei der HSG Konstanz. Dank des hauchdünnen Erfolges schob sich die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt erstmals auf einen Platz oberhalb der Abstiegsränge – und setzte damit eine beeindruckende Serie fort: 10:8 Punkte sammelten die Grün-Gelben zuletzt, feierten nun erstmals zwei Siege in Serie in dieser Spielzeit in der 2. Bundesliga. „Es war kein tolles Spiel, typischer Abstiegskamp“, gab der Ostwestfale nach dem Schlusspfiff zu – aber im Kampf um den Klassenerhalt zählen eben nur Punkte. Und die Manier, in der die Farben des 43-Jährigen sich immer wieder in die Begegnung kämpften, waren mehr als beeindruckend. Aber der Reihe nach.

Erneut glänzend aufgelegt: Bartosz Konitz legte nach dem überragenden Spiel gegen die HG Saarlouis gegen die HSG Konstanz direkt mit einer weiteren Gala-Vorstellung nach. (Foto: Michael Kleinrensing)

In der Anfangsphase gab die Mannschaft vom Bodensee vor heimischer Kulisse klar den Ton an. Mehrfach führte die HSG mit zwei Treffern, ehe die Hagener beim 6:6 (14.) ausglichen. Doch wer nun an eine komplette Wende dachte, sollte sich getäuscht sehen. Bis auf 10:7 (18.) und 12:8 (21.) zogen die Gastgeber davon, beim 14:9 des achtfachen Torschützen Mathias Riedel betrug der Vorsprung sogar fünf Treffer. Doch angetrieben vom Matchwinner der Vorwoche, Bartosz Konitz, arbeiteten sich die Gäste noch bis zum Pausentee auf einen Treffer heran.

Kapitän Schneider führt Hagen zurück

Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren erneut vor, ehe der Eintracht beim 16:16 von Sören Kress wieder der Ausgleich gelang (34.). Doch in den nachfolgenden zehn Minuten legte wieder Konstanz vor, führte beim 24:21 erneut mit drei Treffern (44.). Angeführt von Kapitän Sebastian Schneider kam der VfL zurück, glich auf 24:24 aus. Jan von Boenigk gelang beim 26:26 erneut ein Treffer zum Remis, ehe Schneider auf 27:26 vorlegte. Dann ging es nur noch Hin und Her. Riedel sorgte beim 28:27 für einen neuerlichen Führungswechsel. In den Schlusssekunden riss Spielmacher Sören Kress das Geschehen an sich, erzielte erst den Treffer zum 29:28, ehe ihm fünf Sekunden vor dem Ende aus der Distanz – wenn auch abgefälscht – der viel umjubelte Treffer zum Sieg gelang.

Mahncke in der Schlussphase überragend

„Es war wichtig, dass wir so ein Spiel jetzt auch einmal für uns entschieden haben. Fast noch wichtiger war aber, dass wir bei jedem Spielstand an uns geglaubt haben. Wir haben uns das Glück erkämpft, der größere Wille hat entschieden“, bilanzierte Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff. Ein Extralob verteilte der Übungsleiter an Routinier Pavel Prokopec, der anstelle von Tilman Pröhl ins Abwehrzentrum rückte. „Er hatte eine wichtige Funktion, war der Stabilisator in der Abwehr neben Dominik Waldhof“, freute sich der Ostwestfale über das gelungene Comeback seines Co-Trainers. Außerdem verdienten sich Konitz, Schneider und Torhüter Tobias Mahncke – Letztgenannter in der Schlussphase mit drei überragenden Paraden – Bestnoten.

VfL: Mahncke (11 Paraden), Jerkovic (2 Paraden); Lindner, Kress (6), Tubic (2), Schneider (4), Fauteck (2), Renninger (2), Konitz (7), König, Saborowski, Waldhof (2), Prokpec, Bornemann (3), Mestrum (1/1), von Boenigk (1).

HSG: M. Wolf, Poltrum (8 Paraden); Schlaich (3), Riedel (8), T. Wolf, Kaletsch (8/2), Krüger, Maier-Hasselmann (2), Gässler, Braun, Jud (4), Berchtenbreiter (4), Schwarz, Bosing, Klingler, Heil.

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