VfL Eintracht Hagen – Eintracht Hildesheim 33:19 (16:11)

Einen dringend benötigten Befreiungsschlag landeten die Handballer des VfL Eintracht Hagen in der 2. Bundesliga. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Grün-Gelben deutlich gegen Eintracht Hildesheim durch – der Kontrahent hatte ironischerweise in der Arena am Ischeland gemeinsam mit den Gastgebern die Rückkehr in Deutschlands zweithöchste Spielklasse gefeiert. Dank des Erfolges schob sich der VfL auf den viertletzten Platz vor, nur drei Tore Differenz trennen die Eintracht von dem rettenden Tabellenplatz 16.

 

Dementsprechend gelöst reagierte Trainer Niels Pfannenschmidt: „Nach der Niederlage beim ASV Hamm-Westfalen ist viel auf uns eingeprasselt. Es hieß, dass wir keine Mannschaft sind, dass bei uns etwas nicht stimmt. Heute haben wir das Gegenteil bewiesen und gezeigt, dass wir ein Team sind, dass wir Handball spielen können. Neben taktischen Geschichten war der Wille auch der entscheidende Faktor.“ Zudem hob der Ostwestfale die fantastische Unterstützung des Publikums hervor, das die Mannschaft von Beginn an lautstark antrieb – und großen Anteil daran hatte, dass seine Farben von Anang an „da“ waren.

Ein tolles Erlebnis war der gemeinsame Einlauf mit den Profis des VfL Eintracht Hagen für die Nachwuchs-Akteure der JSG Bösperde-Halingen. (Foto: Sebastian Mühleis)

Ein wichtiger Faktor dabei war erneut das Drum Corps „Sound of Sauerland“, das bei seinem zweiten Einsatz den zweiten Heimsieg begleitete und wieder das Publikum mitriss. „Hier gilt ein großer Dank unserem Hauptsponsor Udo Krollmann mit seiner Krollmann Gruppe und Hartmut Sommer mit Werbetechnik Sommer, die sich für den Einsatz des Drum Corps stark gemacht und damit auch einen Anteil am Sieg haben, der über das Sponsoring hinausgeht“, unterstrich Marketingmanager Sebastian Mühleis.

Waldhof dirigiert glänzend

Die Gastgeber erwischten gegen die Niedersachsen einen Blitzstart, waren von Beginn an hellwach und präsentierten sich besonders in der Abwehr sehr sattelfest, da Abwehrchef Dominik Waldhof und Co. mit der nötigen Aggressivität zu Werke gingen. Die Folge war eine schnelle Zwei-Tore-Führung, die der VfL bis zum 7:7-Ausgleich (16.) verteidigte. Wer nun dachte, dass die Pfannenschmidt nervös werden würde, sollte sich täuschen. Im Gegenteil, äußerst abgeklärt ging die Eintracht zu Werke und setzte sich schnell wieder ab. Auch zwei frühe Auszeiten von Hildesheims Trainer Gerald Oberbeck halfen nicht, bis zum Pausenpfiff betrug das Polster fünf Treffer.

Kempa-Trick von Tubic auf Konitz

Zum Start der zweiten Halbzeit waren die Hagener ebenfalls sofort wieder da, deutlich war zu spüren, dass die Gastgeber schnellstmöglich nachlegen wollten – was ihnen auch gelang. Drei Treffer in Serie bedeuteten die erste Acht-Tore-Führung, näher als auf sieben Treffer sollten die Niedersachsen auch nicht mehr herankommen. Mit ansteigendem Abstand wuchs auch das Selbstvertrauen der Grün-Gelben, so dass sich die Fans auch über einige „Schmankerl“, etwa einem Kempa-Trick von Dragan Tubic auf Bartosz Konitz freuen durften.

Oberbeck bedient

Entsprechend bedient zeigte sich Hildesheims Trainer Gerald Oberbeck nach dem Schlusspfiff. „Es gibt viel zu diesem Spiel zu sagen – aber das klären wir intern“, sagte Oberbeck, ehe er betonte, dass „der Sieg in Ordnung geht“. Zu verunsichert sei seine Mannschaft nach der langen Serie ohne Sieg. Dies machte der erfahrene Übungsleiter, der zudem noch Geschäftsführer seines Vereins ist, auch als Ursache dafür aus, dass es seinen Farben nicht gelang, das Ergebnis im Rahmen zu halten: „Wir hatten heute weder einen noch zwei oder drei Spieler, die sich so dagegenstemmen, dass wir eine Chance gehabt hätten.“

Sehr zufrieden zeigte sich Trainer Niels Pfannenschmidt angesichts der tollen Vorstellung seiner Mannschaft. Dennoch hob der Trainer zum Abschluss noch mahnend den Zeigefinger. (Foto: Michael Kleinrensing)

Pfannenschmidt war es hingegen abschließend noch wichtig, die Erwartungshaltung im Zaum zu halten: „Wir wollen jetzt nicht direkt von der großen Wende sprechen, das habe ich der Mannschaft auch so gesagt. Es war aber deutlich eine andere Mentalität, eine andere Stimmung zu erkennen – was man der Mannschaft hoch anrechnen muss, denn auch wir waren angesichts der vergangenen Ergebnisse verunsichert.“

VfL: Mahncke (15 Paraden), Jerkovic (n.e.); Lindner (3), Kress (3/1), Tubic (3), Pröhl (6), Schneider (1), Fauteck (1), Renninger (3), Konitz (3), König (n.e.), Saborowski, Waldhof (2), Bornemann (2), Mestrum (n.e.), von Boenigk (6).

EHI: Twarz (47.-60., 4 Paraden), Lefan (1.-47., 7 Paraden); Simon (2), Nelson, John (5), Lungela, Ignatow, Tzoufras (2), Wiebe, Weit (1), von Hermanni (4), Papadopoulos, Passias (1), Savvas (4/1).

Siebenmeter: 1/1 – 1/1

Zeitstrafen: 1 – 3 (Pröhl – von Hermanni, Savvas, Papadopoulos)

Schiedsrichter: Maike März und Tanja Schilha.

Zuschauer: 600 in der Arena am Ischeland.

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