VfL Lübeck-Schwartau – VfL Eintracht Hagen 26:25 (14:15)

Es will einfach nicht klappen mit dem ersten Punktgewinn der Saison für den VfL Eintracht Hagen in der 2. Handball-Bundesliga. Im fünften Spiel sah es lange so aus, als können die Grün-Gelben das Parkett beim heimstarken VfL Lübeck-Schwartau als Sieger verlassen – nur um am Ende nicht einmal einen Zähler mit nach Hause nehmen zu können. Nachdem die Grün-Gelben in der Schlussphase schon einige vermeidbare Fehler produziert hatten, flog der letzte Pass 20 Sekunden vor dem Ende ins Aus statt zum Mitspieler. „Es war erneut ein Aufwärtstrend zu erkennen, vor allem beinahe über die gesamten 60 Minuten. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt – und es ist sehr bitter, dass wir uns dafür nicht belohnt haben. Wir waren drauf und dran“, bilanzierte ein spürbar frustrierter Trainer Niels Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff.

Eintracht-Keeper Tobias Mahncke brachte seinen Ex-Klub mit tollen Paraden ein ums andere Mal zur Verzweiflung. (Foto: Michael Kleinrensing)

Gegen die heimstarken Schleswiger, die nach dem Erfolg nun mit 9:1 Zählern, darunter ein Sieg gegen Erstliga-Absteiger HSC 2000 Coburg, auf dem vierten Tabellenplatz rangieren (Pfannenschmidt: „Ich ordne sie oben in der Tabelle mit ein.“), legte der VfL los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Bis zum Treffer zum 11:6 (18.) von Julian Renninger waren es stets die Gäste, die das Spiel dominierten – und somit auch in der Höhe verdient führten. Dank guter Kombinationen gelang es der Eintracht gar mit Dennis Klockmann einen der stärksten Torhüter der Liga aus seinem Kasten zu werfen. Nach knapp elf Minuten verließ er entnervt ohne eine einzige Parade sein Gehäuse. Deutlich besser machte es sein Gegenüber Tobias Mahncke, der die Gastgeber reihenweise zur Verzweiflung trieb, sofern der Ball überhaupt am Kasten ankam, denn: „Wir haben eine richtig gute 5:1-Abwehr gestellt, mit einem starken Tilman Pröhl hinten in der Mitte“, so Pfannenschmidt, der zudem ein Extralob an Linksaußen Daniel Mestrum verteilte, der sieben Mal traf. Und auch eine Umstellung des Ostwestfalen auf eine 6:0-Formation mit Dominik Waldhof neben Pröhl funktionierte bestens.

Seine bisher stärkste Leistung im VfL-Dress zeigte Daniel Mestrum. Der Linksaußen kam auf sieben Treffer. (Foto: Michael Kleinrensing)

Ab der 20. Minute kam Schwartau allerdings immer besser ins Spiel, und verkürzte so bis zum Pausenpfiff auf ein Tor. Nach dem Seitenwechsel gong es Hin und Her, ehe die Partie in der 42. Minute zu kippen drohte, als die Hausherren plötzlich mit 20:18 in Führung gingen. „Da nahm das Spiel einen Verlauf, wie wir es schon in mehreren Spielen erlebt haben. Aber diesmal sind wir stark zurückgekommen“, freute sich Pfannenschmidt über die tolle Einstellung seiner Schützlinge, die bis zum 24:23 (55.) immer wieder einen Treffer vorlegten. „Genau dann haben wir leider drei bis vier Fehler zu viel in unserem Spiel, in der Summe macht das Schwartau nicht“, analysierte der Trainer, wie es am Ende doch noch zu der Niederlage kam.

„Unsere Leistungskurve hat eine klare Tendenz nach oben, aber das nützt ja nichts“, resümierte Pfannenschmidt abschließend, ehe sich der Hagener Tross in die Heimat aufmachte.

Eintracht: Mahncke (13/1 Paraden), Jerkovic; Lindner, Kress (3), Tubic (3/2), Pröhl, Schneider (3), Renninger (4), Konitz (4), König, Saborowski, Waldhof, Mestrum (7), von Boenigk (1).

VfL: Mallwitz (13 Paraden), Klockmann; Glabisch, Milde (2), Lauenroth (4), Podpolinski (2), Akerman (7), Hansen (1), Ranke (1), Zimmermann, Waschul, Damm (5/3), Köhler (1), Claasen (3), Schlichting, Metzner.

Siebenmeter: 4/3 – 2/2 (Mahncke hält gegen Claasen).

Zeitstrafen: 4 – 8 Minuten (Damm, Waschul – Renninger, Tubic, Pröhl 2x).

Schiedsrichter: Matthias Klinke und Sebastian Klinke.

Zuschauer: 1578 in der Hansehalle.

 

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