Vorschau: HSG Konstanz – VfL Eintracht Hagen (Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz)

Mit einigen Superlativen wartet die kommende Begegnung für die Handballer des VfL Eintracht Hagen in der 2. Bundesliga auf. Rund 560 Kilometer müssen die Grün-Gelben von der Arena am Ischeland zur Schänzle-Sporthalle Konstanz zurücklegen, wo sie auf die HSG Konstanz treffen, gleichbedeutend mit der weitesten Anreise der Saison. Die Mannschaft vom Bodensee kassierte mit 445 bislang die meisten Gegentreffer der Liga, hat aber mit Paul Kaletsch in der Offensive einen der gefährlichsten Spieler in ihren Reihen. Mit 111 Toren, davon 37 Siebenmeter, belegt er in der Torschützenliste den vierten Rang – insgesamt und bei den Feldtoren – und zeigt sich für mehr als 28 Prozent der Treffer seines Teams verantwortlich. Lediglich Savvas Savvas von Eintracht Hildesheim und Florian Billek vom HSC 2000 Coburg weisen eine höhere Quote auf. Zudem ist die Partie das letzte Spiel, das am 16. Spieltag angepfiffen wird.

Mit bislang zwei Siegen rangiert die HSG auf dem vorletzten Tabellenplatz, einzig gegen den Drittletzten ThSV Eisenach und den Wilhelmshavener HV, aktuell auf Rang 14 ansässig, verließ die Mannschaft als Sieger den Platz – jeweils in der heimischen Arena. Bis zum siebten Spieltag stehen zudem drei Niederlagen mit jeweils einem Tor zu Buche, die durchaus zugunsten der Konstanzer ausgehen hätten können. Seit dem Kantersieg gegen den WHV hatte es die Mannschaft vom Bodensee indes konstant mit den „schweren Geschützen“ der Liga zu tun.

Elan aus den Heimspielen mitnehmen

Aufgrund der Tabellensituation im Kampf um den Klassenerhalt ist ein Sieg für beide Mannschaften praktisch Pflicht, wie auch VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt betont: „Das ist schon ein sehr interessantes und wichtiges Spiel für beide Seiten.“ Die Marschroute ist für den Ostwestfalen klar. „Wir wollen den Elan aus den vergangenen Heimspielen mitnehmen. Dort haben wir uns über weite Strecken gut präsentiert, waren mutig. Das brauchen wir auch in Konstanz“, erklärt der 43-Jährige. Bei der Analyse des Gegners warnt Pfannenschmidt vor dem Rückraum der Gastgeber, in dem neben Kaletsch mit Mathias Riedel ein sehr wurfstarker Akteur agiert. Hinzu kommt Spielmacher Tim Jud, der sich auch für das „sehr auffällige Kleingruppenspiel mit Kreisläufer Chris Berchtenbreiter“ erkenntlich zeigt, so Hagens Trainer.

Einsatz fraglich: Kreisläufer Tilman Pröhl droht gegen die HSG Konstanz auszufallen. (Foto: Marcel Schweppe)

Um eine bestmögliche Vorbereitung und Erholungsphase zu garantieren brechen die Hagener bereits am Freitag Richtung Süden auf. Nach heutigem Stand stehen Pfannenschmidt dabei alle Akteure zur Verfügung, hinter dem Einsatz von Kreisläufer Tilman Pröhl steht indes ein Fragezeichen. Er war beim Sieg gegen die HG Saarlouis in der Schlussphase mit einem Gegenspieler kollidiert.

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