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3. Liga: Wie gehts weiter? Zwei Szenarien möglich

Am Dienstagabend folgten ca. 150 Teilnehmer der Einladung vom Deutschen Handballbund und hörten gespannt der spielleitenden Stelle in der Videokonferenz zu. Thema sollte insbesondere die mögliche Spielaufnahme in der 3. Liga sein. Nach wochenlangen Vorbereitungen und zuletzt einer weiteren Aussetzung des Spielbetriebes zunächst bis zum 28. Februar, wurden dabei zumindest in Teilbereichen Fakten geschaffen und zudem klare Zielperspektiven und mögliche Szenarien für die Fortsetzung der Saison aufgezeigt.

Ziel ist: die Liga soll sportlich beendet werden, doch dabei steht die Gesundheit der Menschen (Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Zeitnehmer etc) an erster Stelle. Daher wurde ein entsprechendes Testkonzept über Schnelltestungen vor den Begegnungen vorgestellt. Klar ist auch, dass es wie letztes Jahr keine Absteiger geben wird, jedoch sollen Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga sportlich ermittelt werden. Dazu stellte der DHB zwei verschieden Szenarien vor:

  1. Wenn ein flächendeckender Spielbetrieb mit mindestens 90% der Mannschaften, d.h. 65 Mannschaften ab 1. März 2021 möglich ist, wird in einer Einfachrunde in den aktuellen Staffeln die Saison zu Ende gespielt. Spiele der Vereine, die nicht antreten können oder wollen werden entsprechend gewertet. Die Nachholspiele werden ausgetragen. Ordnungsstrafen für Nichtantreten werden nicht verhängt. Dieses Szenario hängt eng mit den weiteren Vorgaben aus der Politik zusammen. Priorität hat ein Start Anfang März. Voraussetzung wären sinkende Infektionszahlen und entsprechende Lockerungen.
  2. Wenn kein flächendeckender Spielbetrieb ist ab März nicht möglich / nicht realistisch ist, dann wird eine Aufstiegsrunde über alle Staffeln mit den Vereinen gespielt, die aufsteigen wollen. Alle Vereine, die in die 2. HBL aufsteigen wollen, müssen sich bis zum 15.03. bei der HBL melden. ,,Sollte dieses Szenario eintreten, werden wir uns für die Aufstiegsrunde und für die 2. HBL melden“, so  VfL-Geschäftsführer Joachim Muscheid. In Abhängigkeit der Meldeanzahl wird das Spielsystem entwickelt und nach Möglichkeit soll eine Runde mit Hin- und Rückspielen ausgetragen werden. Sofern das nicht möglich ist, wird im Play-Off-Modus gespielt (z.B. Best-of-3). Zeitraum dieser Spiele ist April / Mai 2021 (in Abhängigkeit der Meldeanzahl). Je nach
    Meldezahl kann auch der Beginn / die Vorbereitung variiert werden. Letzter Spieltag ist voraussichtlich Pfingsten. Alle teilnehmenden Vereine haben das vorgegebenen Testkonzept vorbehaltlos zu erfüllen. Der Einsatz nicht gemäß den Vorgaben getesteter Spieler führt zu einer Spielverlustwertung. Alle anderen Vereine, die sich für den DHB-Pokal qualifizieren wollen, spielen in einer separaten, regionalen Runden die Pokalteilnehmer aus.

Aufgrund der Lage und Aussichten realistischer ist allerdings Variante zwei. Sollte also ein Spielbetrieb im März nicht möglich sein, können sämtliche Vereine der 3. Liga sich bis zum 15. März entscheiden, ob sie an einer Aufstiegsrunde (Voraussetzung ist Lizenzbeantragung bei der HBL) oder einer Pokalrunde teilnehmen wollen. Für die Eintracht bedeutet das dann sehr wahrscheinlich Spiele über die Staffel Nord/West hinaus in ganz Deutschland verteilt. ,,Wir sind froh, dass der DHB um eine sportliche Fortsetzung und Wertung der Saison bemüht ist. An erster Stelle steht selbstverständlich die Gesundheit aller Mitwirkenden und die Eindämmung der Pandemie. Sollte der Spielbetrieb möglich und vertretbar sein, werden wir allen Hygieneanforderungen gerecht werden und sportlich das Beste geben“, so Muscheid weiter. ,,Für uns ändert sich jetzt erstmal nichts, wir bleiben fokussiert und trainieren weiter. Aber natürlich ist es auch für uns einfacher, wenn man weiß, dass der Tag X kommen wird. Es beruhigt, aber auf der anderen Seite kann sich das auch alles noch aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Situation verändern“ äußert sich Trainer Stefan Neff über die Pläne des DHB.

 

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