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Abschied von Kvalvik und Start der zweiten Vorbereitungsphase mit zwei Erstligisten als Gast

Nach 21 Spielen in nur vier Monaten sehnten alle Spieler des Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen die Spielpause herbei, die mit kurzen aber erholsamen 14 Tagen Urlaub einherging. „Das war ist jetzt echt nötig“, ließ Torhüter Tobias Mahncke stellvertretend für seine Mannschaftskameraden wissen, als er den Bus nach der letzten Partie im Jahr 2015 bei der SG BBM Bietigheim verließ. Das Gros des VfL-Trosses nutzte die Tage zum Heimaturlaub, etwa Mahncke in Hamburg, Milan Weißbach in Lüneburg, Marc Strohl in Hessen, während Kapitän Jens Reinarz (Mallorca), Trainer Lars Hepp (Schweden), Pavel Prokopec (Tschechien), Dragan Tubic (Serbien), Fannar Þór Friðgeirsson (Island) oder Jürgen Müller (Jamaika) deutlich weitere Strecken auf sich nehmen mussten, dies aber gerne taten, um Familie und Freunde zu treffen – oder einfach abzuschalten.

Bevor bei den Grün-Gelben nun ab kommenden Montag die gesamte Konzentration der Vorbereitung auf die verbliebenen 19 Saisonspiele und damit der „Mission Klassenerhalt“ gilt, hieß es für Reinarz und Co. Abschied nehmen. Kreisläufer Patrik Kvalvik, der für den an der Achillessehne verletzten Neuzugang Weißbach eingesprungen war, verlässt die Eintracht wie vereinbart nach drei Monaten. „Wir möchten Patrik für sein Engagement und dafür, dass er uns in einer Notlage geholfen hat, unseren größten Dank aussprechen. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute“, unterstreicht Sportdirektor Michael Stock mit Hinblick auf den Abschied des Feuerwehrmanns. Welches Loch der bullige Schwede hinterlassen wird, verdeutlicht Marketingmanager Sebastian Mühleis: „Wir verlieren nicht nur einen tollen Sportler, sondern einen noch tolleren Menschen, der mit seiner kämpferischen Art und seinem offenen Wesen sowohl auf als auch neben der Platte in der kurzen Zeit viele Freunde und Fans gewonnen hat – beispielsweise im Rahmen unserer Schulkooperationen, für die er trotz des hohen Trainingsaufwandes häufig und voller Elan zur Verfügung stand.“ Kvalvik selbst hat trotz seines „Kurzauftritts“ extrem viel Positives über seine Zeit in Hagen zu berichten. „Es hat mir unwahrscheinlich gut gefallen, aber der Trainer, die Mannschaft und das Umfeld haben es mit auch wirklich leicht gemacht, mich einzuleben und wohlzufühlen. Ich glaube auch, dass die Mannschaft und der Verein noch viel Potenzial haben, da ist noch viel mehr möglich, als bisher gezeigt und erreicht worden ist. Ich wünsche meinen Jungs alles Gute – und freue mich auf die Mannschaftsfahrt nach Mallorca“, erklärt Kvalvik schmunzelnd, ehe er seinen Blick nach vorne richtet: „Ich bin schon ganz gespannt, wohin es mich nun verschlägt“, berichtet der Kreisläufer, der aktuell in Hamburg weilt, und einer neuen Herausforderung gegenüber nicht abgeneigt scheint. Die Lücke, die der Koloss hinterlässt, wird nun intern geschlossen: Thomas Rink ist nach seinen Verletzungen und Erkrankungen zum Ende der Hinserie wieder voll auf dem Dampfer und brennt darauf sich zu beweisen. Und auch Weißbach sollte angesichts seines positiven Genesungs- und Reha-Verlaufs noch in dieser Spielzeit wieder auf das Parkett zurückkehren.

Am Montag wird Weißbach allerdings noch nicht wieder dabei sein, wenn Trainer Lars Hepp die übrigen 16 Akteure aus seinem Kader zum Trainingsauftakt – in Form eines Leistungstests – bittet. In den ersten 14 Tagen stehen gleich 21 Einheiten auf dem Programm, um die nötigen Grundlagen zu schaffen, das Ziel Ligaverbleib so schnell wie möglich zu erreichen. Höhepunkte der beiden ersten Wochen sind Testspiele in der Enervie-Arena gegen Erstligisten: Am Freitag, 15. Januar, trifft der VfL um 19 Uhr auf den benachbarten Bergischen HC. Nach dem Spiel hat die Hepp-Sieben ein Bonbon für die Fans parat, speziell den Fanclub Crocodiles: „Wir möchten uns bei unseren Fans zum einen für die tolle Unterstützung bedanken, uns aber auch für die teils schwachen Leistungen, speziell bei Auswärtsspielen, bei denen sie uns zahlreich begleitet haben, bedanken“, erläutert Hepp. Im Klartext bedeutet dies, dass die Mannschaft den Fans nach der Partie – und dem obligatorischen Auslaufen sowie einer schnellen Dusche – im Foyer der Halle zu einem Fantalk zur Verfügung steht. Am Mittwoch darauf (20. Januar) folgt um 19.30 Uhr der im Zuge des Transfers von Arne Niemeyer vereinbarte Vergleich mit dem ostwestfälischen Altmeister TBV Lemgo um Trainer und Weltmeister Florian Kehrmann. Den Abschluss des harten aber notwendigen Vorbereitungsprogramms markiert der Test mit dem Nachbarn und Liga-Konkurrenten ASV Hamm-Westfalen, der am Samstag, 30. Januar, in der Halle Mittelstadt stattfindet. Die Anwurfzeit steht noch nicht endgültig fest. Am 6. Februar startet für die Hagener dann wieder der Liga-Betrieb vor heimischer Kulisse gegen den Mit-Aufsteiger Wilhelmshavener HV, bei dem es am zweiten Spieltag der Saison eine 29:32-Pleite setzte. Während die Grün-Gelben mittlerweile punktgleich mit dem SV Henstedt-Ulzburg (15:27 Zähler) auf dem ersten Abstiegsplatz sind, haben sich die Norddeutschen deutlich mehr Luft verschafft (23:19).

Einen weiteren Höhepunkt erhofft sich die Delegation der daheimgebliebenen Akteure und Offiziellen des VfL morgen ab 11 Uhr in der Karl-Adam-Halle, wenn im Rahmen des Neujahresempfangs des Stadtsportbundes Hagen und der Stadt Hagen sowohl die Mannschaft als auch der Sportler des Jahres gekürt wird. Die Eintracht ist in beiden Kategorien nominiert, Torjäger Sebastian Schneider könnte kurz nach der Rückkehr zu seinem Stammverein daher sogar doppelt abräumen.

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