DHB-Pokal, 1. Runde, Finale: ASV Hamm-Westfalen – SC DHfK Leipzig 24:37 (13:20)

„Deutlich näher am Optimum als gestern“, so Trainer Andre Haber, präsentierte sich Erstligist SC DHfK Leipzig im Finale des Final Fours in der ersten Runde des DHB-Pokals in der Hagener Enervie Arena gegen den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Nach der Zitterpartie gegen den gastgebenden VfL Eintracht Hagen am Vortag legten die ambitionierten Sachsen gegen den Lokalrivalen der Grün-Gelben eine deutliche Leistungssteigerung hin – dem hatte der ASV nur wenig entgegenzusetzen, konnte den Kantersieg nicht verhindern. „Wir hatten im Prinzip von der ersten Minute an keine Chance, konnten heute nie unser Tempo gehen – Leipzig war einfach eine Klasse besser als wir“, analysierte ASV-Trainer Kay Rothenpieler.

Über die Stationen 3:0 (5.), 7:2 (10.) und 17:12 (27.) bauten die Leipziger ihre Führung bis zum Pausentee gar bis auf sieben Treffer aus. Grundlage hierfür waren die von VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt mehrfach hervorgehobenen Komponenten kompakte Defensive und herausragendes Umschaltspiel. Selbst einige technische Unzulänglichkeiten in den ersten 15 Minuten brachten den Motor des SC nie zum Stottern. Mit dem Tor zum 14:22 des ehemaligen Hageners Fannar Thor Friðgeirsson gelang es den Westfalen zwar, den Lauf von sechs Toren in Folge zu unterbrechen, dennoch blieb es bei einem Einbahnstraßen-Spiel, in dem die Leipziger bis in die Schlussphase motiviert wirkten, den Vorsprung weiter auszubauen.

Haber: Matchplan hervorragend umgesetzt

„Wir wollten zwar dagegen halten, das war aber maximal in den ersten acht bis neun Minuten okay. Dann hatten wir keine Möglichkeiten und keine Kraft mehr, waren nicht schnell genug. Aber Leipzig hat auch einfach richtig gut gespielt“, bilanzierte Rothenpieler nach dem Schlusspfiff. Dabei unterstrich der Übungsleiter, dass sich der kräftezehrende Erfolg gegen den Handball Sportverein Hamburg vom Vortag deutlich bemerkbar gemacht hat – und, dass die Leipziger nach dem knappen Erfolg gegen Hagen „gewarnt waren. Sie haben uns nicht unterschätzt und nichts anbrennen lassen.“ Sehr zufrieden zeigte sich hingegen Rothenpielers Gegenüber Haber: „Wir sind sehr froh, dass wir ins Achtelfinale eingezogen sind. Gerade der Spielstart war für uns sehr wichtig, und das haben wir auch sehr gut umsetzt, vorne wie hinten. In der ersten Halbzeit, in der wir 20 Tore erzielen, haben wir unseren Matchplan hervorragend umgesetzt.“

 

Mit Blick auf die am kommenden Wochenende startende Spielzeit äußerten sich die beiden Übungsleiter wie folgt:

Haber: Wir nehmen aus dem Pokalwochenende mit, dass wir immer nah ans Optimum kommen müssen, um zu gewinnen. Das ist für uns ganz wichtig. Leider haben wir das gestern nicht geschafft, dafür waren wir heute viel näher am Optimum. Die Verletzung von Bastian Roscheck (Anm. d. Red.: Verdacht auf Nasenbeinbruch) ist hoffentlich nicht schlimm, wir hoffen auf gute Nachrichten aus dem Hagener Krankenhaus.

Rothenpieler: „Es ist schwer, nach so einem Ergebnis mit einem guten Gefühl aus dem Turnier zu gehen. Uns fehlen etwas die Spritzigkeit und die geistige Frische. Da müssen wir jetzt den Schalter umlegen. Wir wollen in Konstanz gut starten.“

 

ASV: Storbeck, Lorger; Blohme (1), Huesmann (2), Brosch (2), Fuchs (1), Friðgeirsson (4), Schwabe, Krieg (2), Gudat (2), Voss-Fels, Papadopoulos (6/4), Zintel, Possehl (2), Neuhold (2).

SC DHfK: Vortmann, Putera; Jurdzs (3), Krzikalla (1), Binder, Janke (1), Pieczkowski (5), Kunkel (8), Roscheck, Weber (11/3), Rivesjö (1), Strosack (2), Meschke (2), Milosevic (3).

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