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Rückblick: Aufstieg 2015 in Dresden

Fast genau fünf Jahre ist es nun her, dass der VfL Eintracht Hagen nach Dresden zur Aufstiegsrelegation für die 2. Handball-Bundesliga reiste. In der Energieverbund-Arena in Dresden traten damals Hagen, Elbflorenz und die HF Springe in einem Dreier-Turnier im Modus Jeder-gegen-Jeden an, um zwei freie Plätze in der 2. Bundesliga auszuspielen. Nachdem die Gastgeber in der ersten Begegnung Springe mit 19:25 unterlagen, hatte die Eintracht somit bereits im ersten Spiel gegen Elbflorenz einen Matchball, den sie denkbar knapp nutzte. Nach einem guten Start der Hagener kam Elbflorenz immer besser ins Spiel und glich ein ums andere Mal aus. Beim Stand von 26:26 war es Marius Kraus vorbehalten, mit seinem fünften Treffer erneut vorzulegen, ehe der für den verletzten Tobias Mahncke reaktivierte Torhüter Almantas Savonis den letzten Wurf des „glockenfreien“ Rechtsaußen Lars Bastian entschärfte – und damit einen Jubelsturm auslöste, der erst am folgenden Tag in Hagen endete. Für die Statistiker sei noch erwähnt, dass die bedeutungslose dritte Partie zwischen Hagen und Springe schiedlich, friedlich 40:40 endete.

Unsere Geschäftsstellenleiterin Kirsten Müller war als Fan in Dresden mittendrin: „Das war einfach nur genial, einfach nur schön. Da hat sich die Arbeit im Vorfeld gelohnt, der ganze Stress war vergessen. Wir haben nur noch Spaß gehabt. Wir sind damals mit einer Gruppe schon einen Tag eher angereist, haben die zusätzliche Zeit in Dresden sehr genossen. Am zweiten Tag kamen noch der Fanbus und einige weitere Fans dazu. Das waren bestimmt 150 Fans aus Hagen. Wir hatten grüne und gelbe Perücken auf und die Stimmung war wirklich fantastisch. Das sollte jeder mitgemacht haben.“

Neben Tobias Mahncke war auch ein weiterer, aktueller Spieler Teil des Geschehens: der damals 22-jährige Julian Renninger erinnert sich gerne an die Zeit zurück: ,,Es war eine fantastische Stimmung, viel Gänsehaut und feiern. Ich habe das Glück gehabt, zweimal mit dem VfL in die 2. Handballbundesliga aufsteigen zu dürfen. In beiden Fällen in der Relegation. Vor allem an das Spiel in Dresden habe ich gar nicht mehr so viele Erinnerungen. Woran ich mich auf jeden Fall genau erinnere war die überragende Stimmung in der Halle. Durch das vorangegangene Spiel Dresden gegen Springe war klar, dass Springe im Falle unseres Sieges gegen Dresden ebenfalls aufgestiegen ist. Somit hatten wir die kompletten Anhänger von Springe und natürliche unsere Fans hinter uns. Ich glaube, damals sind mindestens zwei Fanbusse von Hagen gefahren.“ Auf die Frage, ob er sich an eine Szene besonders erinnert, antwortete Juli wie folgt: ,,Ich habe nur noch vereinzelte Szenen im Kopf und auch da blieb mir eine besonders hängen. Das Spiel war unfassbar knapp und wir lagen in der letzten Minute mit einem Tor vor. Dresden war im Ballbesitz und bei einem Unentschieden hätten wir im Spiel gegen Springe auch mindestens einen Punkt holen müssen. Dresden hat lange gespielt und sie haben es geschafft, ihren Rechtsaußen in eine gute Wurfmöglichkeit zu bringen. Aufgrund der Verletzung von Tobi Mahnke haben wir Almantas Savonis damals nachverpflichtet. Ich weiß gar nicht wie alt er damals schon war (Anm. der Red.: 45 Jahre) aber aus diversen Trainingseinheiten mit ihm, erinnere ich mich an seine stoische Ruhe im Eins-zu-Eins Wurf. Der Außenspieler springt also ab und „Alma“ bewegt sich einfach nicht und bleibt nur stehen. Ich glaube der Spieler selbst war auch ein bisschen überrascht und wirft ihm den Ball kurz an die Hüfte – gehalten. Alma holt den Ball aus dem Fangnetz hinter dem Tor und das Spiel war aus. Alles was danach kam war nur noch purer Wahnsinn.“

Und wer weiß, vielleicht erlebt es Juli ja noch einmal…

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