Kein Grund zur Besorgnis

Der VfL Eintracht Hagen belegt beim BDO-Cup in der Sporthalle Volmetal den vierten und somit letzten Rang. Ein Ergebnis, mit dem Trainer Niels Pfannenschmidt nicht zufrieden sein kann, auch wenn er weiterhin auf Julian Renninger, Sören Kress, Tim Stefan und Tilman Pröhl verzichten musste.

Guter Start in das Halbfinale

Im Halbfinale ging es am Samstag gegen den starken Drittligisten und Nachbarn SG Schalksmühle-Halver. Gegen die Mannschaft des Hageners Stefan Neff gab es zwar einige gute Phasen, doch letztlich musste man sich der SGSH mit 30:36 (15:20) geschlagen geben.
Der Beginn der Partie war allerdings vielversprechend, denn die Grün-Gelben lagen nach sechs Minuten mit drei Toren in Front (5:2). Nur sieben Minuten später sah sich Pfannenschmidt jedoch schon gezwungen, die erste Auszeit zu beantragen, denn sein Team lag nun mit 7:9 zurück. Kurzfristig zeigte die Ansprache des Cheftrainers eine Wirkung, denn der VfL kam durch einen Doppelschlag durch Jonas Dell und Dragan Tubic wieder auf ein Tor heran (11:12, 19. Minute). Doch in der Folge steigerte sich der Drittligist wieder, während die Grün-Gelben nicht so recht in die Spur fanden. So stand es zur Halbzeit 15:20 gegen die Eintracht.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es Bartosz Konitz, der seine Mannschaft mit drei Treffern in Folge in Schlagdistanz hielt. In der 42. Minute kam es dann zu einer kleinen Vorentscheidung. Dominik Waldhof erhielt seine dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte, weil er bei einem Schalksmühler Freiwurf den nötigen Abstand nicht einhielt. Diese Entscheidung war jedoch auch zweifelhaft. Somit fiel Trainer Niels Pfannenschmidt eine weitere wichtige Stütze und Alternative für den Rückraum weg. Die SGSH spielte sich fortan in einen Rausch und bestätigte den Eindruck, den Pfannenschmidt schon vor der Partie hatte, als er sagte, dass diese Mannschaft ein extrem starkes Team sei. Mit viel Tempo und guten Konzeptionen stellt die Spielgemeinschaft den VfL immer wieder vor große Probleme, die man an diesem Tag nicht lösen konnte. So ging das Halbfinale des BDO-Cups mit 20:36 verloren.

VfL: Mestrum (7/2), Dell (5), Konitz (5), Gaubatz (3/2), Waldhof (3), Bornemann (2), Toromanovic (2), Brand (1), Tubic (1), Schneider (1).

Spiel um Platz drei gegen den TuS Volmetal

Da der TuS Volmetal sein Halbfinale gegen TuSEM Essen ebenfalls deutlich mit 21:34 (10:18) verlor, stand im Spiel um Platz drei das Duell der Kooperationspartner an. Gut 250 Zuschauer fanden den Weg in die Sporthalle am Volmewehr, um sich diesen Vergleich anzuschauen. In der Anfangsphase entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften versuchten viel Tempo zu gehen und über das schnelle Spiel zu „einfachen“ Tore zu kommen. Wie schon im Halbfinale sah sich Pfannenschmidt früh gezwungen, seine Mannschaft in einer Auszeit neu einzustellen. Diesmal zeigte diese Auszeit jedoch keine Wirkung. Der TuS spielte sich nun in einen wahren Rausch, erzielte in den folgenden fünf Minuten fünf Treffer in Folge und ging mit 11:5 in Führung. Zwar erzielte Daniel Mestrum per Siebenmeter wieder einen Treffer für die Eintracht, doch nach einem erneuten Treffer der Volmetaler bat Pfannenschmidt seine Mannschaft ein zweites Mal zu sich. Und dieses Mal besserte sich das Spiel deutlich, denn bis zur Halbzeit kämpfte sich der VfL wieder auf drei Tore heran (14:17).

Die zweite Halbzeit war zu großen Teilen sehr ausgeglichen. Die Eintracht ließ den TuS nicht mehr auf mehr als drei Treffer davonziehen und konnte in der 48. Minute in Person von Dominik Waldhof zum 26:26 ausgleichen. Sieben Minuten vor Ende der Partie konnte die Eintracht durch Tore von Jan-Lars Gaubatz und Jonas Dell mit 30:29 in Führung gehen. Doch die Volmetaler kämpften aufopferungsvoll und gingen durch drei Treffer in Folge wieder mit 32:30 in Führung. Diese Führung sollten sie nicht mehr aus der Hand geben und verwiesen die Eintracht somit auf den vierten Turnierplatz.

VfL: Mestrum (10/5), Gaubatz (4), Waldhof (4), Dell (4), Konitz (4), Tubic (3), Bornemann (3), Brand (1).

Niels Pfannenschmidt sieht auch positive Aspekte, trotz der nicht zufriedenstellenden Ergebnisse. (Foto: Michael Kleinrensing)

Pfannenschmidt sieht nicht nur Schlechtes

„Insgesamt war das Turnier sehr positiv. Es waren an beiden Tagen viele Zuschauer da und das Wetter hat auch gepasst. Die Spiele waren auch gut, was auch zur guten Stimmung in der Halle beigetragen hat“, war Pfannenschmidt mit der Erstauflage des Turniers im allgemeinen zufrieden. Ein weiterer positiver Aspekt ist für den Ostwestfalen, dass es keine neuen Verletzungen gegeben hat. Zudem war er auch mit einem weiteren Punkt zufrieden: „Dadurch, dass wir im Vorfeld einige Verletzte hatten, war der physische Aspekt doch sehr gegeben. Das war nochmal ein sehr guter Trainingseffekt.“ Gleichwohl musste er auch einräumen: „Wir hatten an diesem Wochenende eine Ergebniskrise. Das muss man ganz einfach feststellen. Es muss unser Anspruch sein, dass wir gegen zwei Drittligisten gewinnen.“ Allerdings nimmt der VfL-Cheftrainer seine Mannschaft auch ein Stück weit in Schutz: „Wir haben uns für eine junge Mannschaft entschieden und es fehlen wichtige Stützen. Bei so jungen Leuten müssen wir auch mal Leistungsschwankungen akzeptieren.“ Zum Abschluss versichert er noch: „Wir haben gesehen woran wir noch arbeiten müssen. Es gibt aber keinen Grund zur Besorgnis. Wir werden schon rechtzeitig fit sein.“

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