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,,Werbung für den Handball“: VfL Eintracht Hagen – Eintracht Hildesheim 28:28 (11:15)

Ein Punkt gewonnen, ein Punkt verloren? So genau konnte keiner der grün-gelben Akteure diese Frage beantworten. Fakt ist, dass man einen Vier-Tore-Rückstand mit einer Energieleistung drehen konnte und doch die große Chance auf den Sieg hatte, bis sich die Ereignisse zum Ende der Partie hin überschlugen.

Höchster Rückstand zur Pause

Dabei begann das Spiel gar nicht so schlecht für die Volmestädter. Nach konzentriertem Start erzielte Linksaußen Daniel Mestrum mit einem Doppelschlag die erste Führung nach sieben gespielten Minuten (4:2). Allerdings sollte es auch die höchste Führung für die Hagener Eintracht im gesamten Spiel bleiben, denn mit dem 6:6 Ausgleich durch Hildesheim in der 13. Minute und der darauffolgenden Zeitstrafe durch Tilman Pröhl drehte das Spiel. Die Heimmannschaft tat sich sichtlich schwer im Positionsspiel und konnte nur in Überzahl und per direktem Tempogegenstoß erfolgreich abschließen. Hinzu kam, dass der gegnerische Torhüter Jakub Lefan einen Sahnetag erwischte und den Hagenern einige 100%ige Chancen vereitelte. ,,Die Chancenauswertung tut uns heute richtig weh“, so der VfL-Trainer Stefan Neff, der aber anerkannte, dass die Chancen teils gut rausgespielt waren. Auch die Defensive wirkte nicht mehr so stabil wie zuletzt, weshalb der Trainer nach dem ersten 2-Tore-Rückstand eine Auszeit nahm und auf eine 3-2-1 Abwehrformation umstellte. Doch auch das verhalf nicht zur nötigen Sicherheit, womit die Gäste mit dem schönsten Treffer des Tages den Vorsprung auf vier Tore zur Halbzeitpause schrauben konnten.

,,Den Glauben nie verloren“

Mit neuem Schwung kamen die beiden Teams aus der Kabine und lieferten sich einen tollen Schlagabtausch bis zur letzten Sekunde. Die Gäste konnten die Führung lange behaupten und zeigten im Angriff tolle Kombinationen. Insbesondere Kreisläufer Tzoufras war für die Hagener Abwehr kaum zu halten und sorgte für viel Unruhe. Mit dem 19:21 in der 45. Minute blies Damian Toromanovic zur Aufholjagd und Julian Renninger entwickelte sich in Abwesenheit des verletzten Alexander Becker zum neuen Abwehrchef und überzeugte mit gutem Stellungsspiel. Auch der vollzogene Torwartwechsel von Tobias Mahncke auf Mats Grzesinski zahlte sich aus und der Eingewechselte konnte sich direkt mit einigen guten Paraden in das Spiel einbringen. In Überzahl gelang in der 49. Minute der langersehnte Ausgleich. Doch wie sehr sich Hildesheim heute diesen Punkt verdiente, sollten die letzten Minuten zeigen. Während viele Zuschauer dachten, das Spiel würde nun endgültig kippen, gelang es den Niedersachen immer wieder, einen Treffer vorzulegen. Erst in der 57. Minute erzielte Daniel Mestrum unter großem Jubel der Eintracht-Bank die erste Führung im zweiten Durchgang. Die Körpersprache war positiv, die Spieler feuerten sich an und peitschten sich in die entscheidende Phase des Spiels. Und dann schien es, als würde sich doch alles zum Guten wenden für die Hagener: Noch genau zwei Minuten auf der Uhr. René Gruszka tritt zum Siebenmeter für die Gäste an. Doch Mahncke, der zuvor seinem jüngeren Mannschaftskollegen den Vortritt ließ, ist zur Stelle und leitet den Ball rechts am Tor vorbei. Doch es war noch nicht das Ende, der entscheidende Schiedsrichter-Pfiff brachte noch einmal Feuer in die Partie: Nach einer weiteren Parade schnappen sich die Grün-Gelben den freien Ball. Die Schiedsrichter pfeifen Ballbesitz Hildesheim, da sie eine Übergabe des Balls gesehen haben – ein sehr fragwürdiger Pfiff in dieser Situation. Hildesheim erhielt den Ballbesitz zurück und Niko Tzoufras wusste was zu tun war. Der Kreisläufer der Gäste holte mit dem Schlusspfiff noch einen Strafwurf heraus, den Linksaußen Lothar von Hermanni zum 28:28-Endstand verwandelte. „Wir haben am Ende nicht mehr verdient“, musste ein enttäuschter VfL-Coach Neff nach der Partie eingestehen.

Weiter ungeschlagen

Gäste-Trainer Jürgen Bätjer war sich auf der abschließenden Pressekonferenz auch nicht sicher, ob er sich freuen oder ärgern soll: ,,Natürlich können wir den Vorsprung besser verwalten, aber wir haben hier gegen Eintracht Hagen gespielt, nicht gegen Pusemuckel.“ Stefan Neff blickte bereits wieder nach vorne: ,,Wir sind lange einem Rückstand hinterhergelaufen und konnten dann noch das Spiel drehen, das ist das Positive was bleibt. Zudem sind wir ungeschlagen und stehen weiter gut da. Wir werden die Sinne weiter schärfen und dann nach Rostock reisen, um die nächsten zwei Punkte zu holen.“ In der Tat bleibt nicht viel Zeit darüber zu diskutieren, was dieser Punkt am Ende wert ist, denn es folgen nun drei Spiele in den nächsten 14 Tagen. Die Rostocker konnten ihr gestriges Auswärtsspiel beim TuS Vinnhorst erfolgreich gestalten und mit 25:27 gewinnen. Anpfiff der Partie ist am 08. Mai um 16:30 Uhr, live auf Sportdeutschland.TV.

Mahncke, Grzesinski, Bürgin, Pröhl (4), Bratzke, Schmidt (5/2), Renninger (1), Klein, Voss-Fels (6/1), Ridder (4), Gaubatz, Kister, Mestrum (3), Stefan (1), Toromanovic (4)

Mannschaftlich geschlossen haben sich die Grün-Gelben zurückgekämpft.

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