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,,Herausragende Teamleistung“: TuS Vinnhorst – VfL Eintracht Hagen 26:30 (12:13)

Das war wichtig! Ein sprichwörtliches „Wechselbad der Gefühle“ durchlebte eine kampfstarke Eintracht und überzeugte insbesondere in der zweiten Halbzeit durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Am Ende steht ein verdienter Auswärtssieg auf der Ergebnistafel, weil die Hagener den Sieg am Ende mehr wollten. Dabei standen die Vorzeichen vor dem Spiel nicht besonders gut.

Harte Schiedsrichterentscheidungen

Biss auf die Zähne: Alexander Becker.

Die Eintracht trat mit vollem Kader zur Reise nach Hannover an, doch das sah einen Tag vor dem Spiel noch nicht so aus. Abwehrchef Alexander Becker und Spielmacher Valentin Schmidt verletzten sich noch beim Abschlusstraining und zunächst war es fraglich, inwieweit die beiden am Spieltag einsetzbar sein könnten. Dank dem Einsatz der medizinischen Abteilung konnte bei Schmidt noch an dem Freitag ein Handbruch ausgeschlossen werden: ,,Vielen Dank an dieser Stelle an unser medizinisches Personal, die das noch kurzfristig möglich gemacht haben“, war Sportdirektor Michael Stock heilfroh, dass sich beide Spieler durch das Spiel gebissen haben. Denn wie wichtig die beiden für die Mannschaft sein können, zeigten sie von der ersten Minute an. Becker bildete mit Tilman Pröhl ein starkes Abwehrzentrum, die das gute Kreisspiel der Gastgeber von Anfang an im Griff hatten. Auch Torhüter Tobias Mahncke kam gut in das Spiel und leitete mit einem Pass über das gesamte Spielfeld die 4:2-Führung durch Daniel Mestrum ein (11.). Diese Führung wechselte nach gut einer Viertelstunde, weil die Abwehr zwar weiter sehr kompakt agierte, vorne im Angriff aber zu viele technische Fehler gemacht worden sind und auch eine eigene Überzahl nicht gut genutzt wurde. Das Spiel blieb weiter eng mit teils wechselnden Führungen und auch die Schiedsrichter rückten nun in den Mittelpunkt. In der 24. Minute zeigten sie Carsten Ridder nach gefährlichem Spiel glatt rot, da er seinen Gegenspieler in der Luft attackierte. Eine harte Entscheidung, die man nicht geben muss, aber zweifelsfrei nach Regelauslegung vertreten kann. Die Mannen von VfL-Trainer Stefan Neff blieben auch nach dieser Entscheidung weiter konzentriert und erkämpften sich eine Ein-Tore-Führung zur Pause (11:12).

Mentalität gezeigt

Leitete mit einem cleveren „Steal“ die Wende ein: Julian Renninger.

Diese Führung sollte aber nicht lange Bestand halten, denn die Volmestädter kamen nicht gut in die zweite Halbzeit rein. Ein 4:0-Lauf und den ersten Drei-Tore-Rückstand zwangen Neff zur frühen Auszeit, lediglich nach sechs gespielten Minuten in Durchgang zwei: ,,Wir sind sehr fahrig aus der Halbzeit gekommen und liegen mit drei Toren zurück“, so Neff. Diese Auszeit verfehlte aber ihre Wirkung nicht: der stark aufspielende Damian Toromanovic, am Ende mit neun Treffern aus zehn Versuchen der torgefährlichste Akteur auf dem Feld, erzielte den 18:18 Ausgleich und sorgte dafür, dass Vinnhorst-Trainer Davor Dominikovic wiederum eine Auszeit nahm. Es war bis hierhin ein Spiel auf Augenhöhe und keines der Teams schaffte es, sich entscheidend abzusetzen. Dann sollte die stärkste Phase der Eintracht folgen: eingeleitet von Julian Renninger, der hellwach einen Ball in der eigenen Abwehr ergattern konnte und gleichzeitig für eine 2-Minuten-Strafe gegen den Gastgeber sorgte, legten die Grün-Gelben zwischen der 44. und 51. Minute einen 6:0-Lauf hin, der den Grundstein für die zwei Punkte am Ende bedeuten sollte. ,,Wir konnten nochmal gegen Ende hin mehr zulegen und starteten insgesamt einen 11:2-Lauf, der alles entscheidet.“ Von diesem Rückstand sollten sich die Niedersachsen nicht mehr erholen, so dass die Eintracht die letzten Minuten souverän ausspielen konnte. ,,Es war ein fantastischer Kampf, in dem Damian Toromanovic über das gesamte Spiel überzeugte und auch Kim Voss-Fels am Ende nochmal richtig gezündet hat. Das zeichnet unser Team aus: letzte Woche standen andere in der ersten Reihe im Gegensatz zu heute und es ist keinem wichtig. Über allem steht der Teamerfolg und das haben wir heute eindrucksvoll bewiesen“, analysierte der zufrieden VfL-Trainer Stefan Neff unmittelbar nach dem Spiel.

Damian Toromanovic lieferte eine starke Leistung ab und erzielte neun Treffer.

Durchatmen

,,Mit den Vorzeichen und diesem Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit so zurückzukommen, war einfach eine brillante Teamleistung. Diese Mannschaft hat heute Eier gezeigt und das ist das, was wir brauchen, um aufsteigen zu können. Der Trainer hat das vollste Vertrauen in jeden seiner Spieler und wir haben als Mannschaft hier und heute wirklich überzeugt“, lautete das zufriedene Fazit von Michael Stock. Nun kann die Mannschaft erstmal durchatmen und regenerieren, denn am kommenden Wochenende hat die Eintracht spielfrei. Weiter geht es am 1. Mai mit einem ebenfalls schweren Spiel gegen Eintracht Hildesheim in der heimischen Krollmann Arena.

Eintracht: Mahncke, Grzesinski, Bürgin (1), Becker (1), Beemsterboer (1), Pröhl, Schmidt (2), Renninger (2), Klein, Voss-Fels (7), Ridder (1), Gaubatz (1), Mestrum (4), Stefan (1), Toromanovic (9).

Am Ende waren sich alle einig: dieser Sieg war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

1 Antwort

  1. Stefan Bonzek

    Liebe Sportfreunde, nach zwei Spieltagen scheint der VFL Eintracht seiner Favoritenrolle in dieser Gruppe gerecht zu werden. Der Sieg bei Tus Vinnhorst war in mehrfacher Hinsicht wichtig. Ein Auswärtssieg der wichtig war nicht zuletzt auch für den Kopf. Der Sieg zeigt einmal mehr dass es in diesem Wettbewerb,- in dieser so wichtigen Aufstiegsrunde nur geschlossen geht. Eine kampfstarke Eintracht kann nur dann überzeugen, wenn Sie auch in den kommenden Spielen Kampfbereitschaft, Teamgeist und Wille auf die Platte bringen.

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