DHB-Pokal, 1. Runde: HC Empor Rostock – VfL Eintracht Hagen 24:22 (11:12)

Mit einer blassen Leistung wartete Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen im ersten Pflichtspiel der Saison 2016/17 in der ersten Runde des DHB-Pokals bei dem Turnier beim HC Empor Rostock auf. Bis zur 46. Minute bei einer 19:17-Führung dominierte die Mannschaft von Trainer Lars Hepp das Geschehen, wenngleich sie es neuerlich verpasste sich entscheidender abzusetzen. Vielmehr luden die Gäste die Hausherren mit etlichen leichten Fehlern zu einfachen Toren ein – und hielten sie so, allen voran im ersten Abschnitt, überhaupt im Spiel. Sehr zur Verärgerung der VfL-Offiziellen kassierte die Hepp-Sieben zudem etliche vermeidbare Zeitstrafen.

Nach dem 19:17 von Neuzugang Jan-Lars Gaubatz lief über Minuten nicht mehr viel zusammen bei den Gästen. 6:16 Minuten – im Handball beinahe eine Ewigkeit – erzielte der VfL keinen Treffer mehr, vertändelte ein ums andere Mal leichtfertig das Leder, agierten etwas kopflos. Diese sich bietende Gelegenheit nutzte der HC Empor, dessen Offensive ebenfalls noch etwas stotterte und einige technische Fehler verzeichnete, in dieser Phase eiskalt aus. Als Jens Reinarz kurz darauf den 20:21-Anschlusstreffer erzielte, keimte nochmals Hoffnung bei den Hagenern auf. Vergebens, denn eine Zeitstrafe gegen Kreisläufer Julian Renninger sowie weitere technische Fehler und Fehlentscheidungen bedeuteten den endgültigen Dolchstoß.

Im ersten Spiel des Tages hatte sich die SG Flensburg-Handewitt standesgemäß mit 35:20 gegen den Drittligisten HC Elbflorenz Dresden durchgesetzt, nur um diese Leistung im Finale gegen den HC Empor noch deutlich zu steigern. Hier gewann der Erstligist 38:17 gegen die Rostocker und sicherte sich damit den Einzug in die zweite Runde des Pokalwettbewerbs. Angesichts der schier unlösbaren Aufgabe gegen den Erstliga-Giganten aus dem hohen Norden dürfte die Niederlage an sich der Eintracht mit ihren angeschlagenen Spielern mit einigen Tagen Abstand nicht zu große Bauchschmerzen bereiten – speziell mit Blick auf den Liga-Start am Freitag gegen den TV Korschenbroich. Doch gestern war die Enttäuschung Kapitän Pavel Prokopec und Co. deutlich anzumerken. „Wir wollten alle gerne gegen Flensburg spielen. Aber wichtiger ist die Liga, und da können wir heute wieder einige Lehren ziehen“, berichtete der Spielführer. Zudem wollte Hepp die Art und Weise der Niederlage nicht akzeptieren – vor allem, da die Partie als Generalprobe für das Match mit dem TVK dienen sollte. „Hoffentlich war das ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit“, sagte Hepp, dessen Team nach einem Abendessen mitsamt des erneut mitgereisten Fanclubs am Hotel noch einige Stunden über das Spiel und die begangenen Fehler diskutierte, um entsprechende Hebel ansetzen zu können, Lösungen parat zu haben.

VfL: Mahncke (1.-60.), Halfmann (n.e.); Lindner (1), Karacic, Tubic (2), Schneider, Fauteck, Weißbach (1), Renninger (3), Reinarz (2), Gaubatz (5), Ciupinski (1), Prokopec (4/4), von Boenigk (3).

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