#wirsindeintracht

post_content )) ): ?>
Copyright Bild(er): post_content; ?>

Die Eintracht ist meine zweite Heimat

Auch wenn es der große Tag einer weiteren Größe des Vereins war – den größten Applaus, ja gar mehrfache stehende Ovationen, heimste am Rande des Abschiedsspiels von Patrick Lütgenau die Hagener Ikone Roman Becvar ein. Fast wirkte es so, als müsse der 48-Jährige, der nach einigen Jahren wieder den Weg nach Hagen gefunden hatte, auf jedem Quadratmeter der Halle eine Hand schütteln, für ein gemeinsames Foto posieren oder eine Unterhaltung führen. Doch in der Halbzeitpause der Partie fand Becvar einige Minuten um sich mit Sebastian Mühleis über seine Rückkehr, die Entwicklung der Grün-Gelben und Tschechen in Hagen zu unterhalten.

Hallo Roman, nach langer Zeit hast Du wieder den Weg in die Ischelandhalle gefunden. Wie fühlt es sich an, wenn Du derart vom Publikum begrüßt wirst?

Roman Becvar Es ist ein schönes Gefühl, das letzte Mal war ich glaube ich vor sechs Jahren hier, hatte aber nicht viel Zeit im Gepäck. Jetzt kann ich das besser genießen, da ich bis Sonntag bleibe, schon mittags angekommen bin. So habe ich schon vor Pattis Abschiedsspiel viel Zeit gehabt. Ich bin in der Stadt spazieren gegangen. Es hat sich wirklich viel getan in Hagen, die Stadt hat sich gut entwickelt, ich habe viel Neues gesehen. Ich habe auch meine alte Wohngegend besucht, es ist schon ein schönes Gefühl, wenn die Erinnerungen an die alten Zeiten wiederkommen.

Wie viele dieser Erinnerungen sind mit der Eintracht und der Enervie Arena verknüpft?

Roman Becvar (schmunzelt) Mit der Eintracht unglaublich viele. Ich war ja von 1990 bis 1998 als Spieler hier, habe dann zwei Jahre Pause gemacht, eher ich wieder zwei Jahre hier war, als Spielertrainer. Es hat sich aber auch vieles verändert. Die Halle sieht beispielsweise anders aus. Ich kenne noch die Halle mit einer Tribüne auf einer Seite. Das war für uns etwas Besonderes. Jetzt ist es schon irgendwie eine fremde Halle, aber sie bringt auch viele Vorteile gegenüber der alten mit sich. So passen zum Beispiel deutlich mehr Zuschauer hinein.

Was sagst Du zum Aufstieg in die 2. Bundesliga?

Roman Becvar Es freut mich ungemein für die Eintracht, dass sie wieder aufgestiegen ist. Das haben sich die sportbegeisterte Stadt Hagen und der Handball in der Region einfach verdient.

Wie schätzt Du die aktuelle Mannschaft ein?

Roman Becvar Ich kenne die Mannschaft noch nicht, und der Sprung von der 3. Liga in die 2. Bundesliga ist sicherlich sehr groß. Aber die letzten fünf bis sechs Mannschaften sind in der Regel nicht so stark wie die aus den ersten beiden Dritteln. Trotzdem wird es jetzt sicherlich erst einmal unheimlich schwer. Aber falls die Eintracht diese Saison überlebt, dann sieht es sicher wieder ganz anders aus. An dieser Stelle ist Trainer Lars Hepp nun gefordert, es ist jetzt seine Aufgabe, die Spieler zusammenzubringen.

Mit Pavel Prokopec spielt nun wieder ein Tscheche für den VfL, genießt allein aufgrund Deiner Zeit hier einen Beliebtheitsbonus bei den Fans. Was sagst Du zu ihm? Und könntest Du Dir einen weiteren tschechischen Nationalspieler in Hagen vorstellen – etwa Deinen Sohn Roman Becvar junior (spielt beim Zweitliga-Konkurrenten HC Empor Rostock)?

Roman Becvar Pavel ist eine absolute Führungsperson dieser Mannschaft, er ist ein absoluter Gewinn für den Verein, ein sehr starker Spieler. Was meinen Sohn angeht: Ich wäre nicht böse, falls es so kommen sollte, fände es sogar gut. Die Eintracht ist meine zweite Heimat – und mein Sohn hat hier lange Jahre gespielt und Handball gelernt.

Zum Abschluss wünschen wir uns natürlich noch einen Kommentar von Dir zum Laufbahnende von Patrick Lütgenau.

Roman Becvar Ich kenne ihn sehr gut, wünsche ihm alles Gute für seine Zukunft. Ich habe so eine Verabschiedung auch erlebt, man sieht an den gefüllten Tribünen, wie die Leute diese Spieler lieben, die so lange dabei sind und alles für einen Verein geben. Ich habe selbst mit ihm gespielt, war sein Trainer. Er ist ein sehr guter Handballer und Freund, das macht ihn so wie er ist. Patti hat immer viel für den Handball getan, deshalb hat er so einen Abschied verdient.

Sag was dazu! Kommentar hinterlassen....

*

Wir danken unseren Sponsoren