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Eintracht hilft: FSJ’ler gehen für Risikogruppe einkaufen

Eigentlich spielen sie gemeinsam Handball, jetzt gehen sie einkaufen. Jan-Niclas Schneider und Theo Bürgin absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Geschäftsstelle des VfL Eintracht Hagen, Chris Funke ist im Bundesfreiwilligendienst und Hendrik Stock aktuell als Praktikant eingestellt. Doch da die Geschäftsstelle ebenfalls im Zuge der Corona-Pandemie schließen musste, hat sich die Vereinsführung überlegt, wie sie etwas zum gesellschaftlichen Leben beitragen kann, so auch bei der Vorstandssitzung Anfang der Woche.

„Auch diese wurde schon aus Schutz in Form einer Telefonkonferenz abgehalten“, wie Detlef Spruth, Präsident des Vereins, zu berichten weiß. Er ergänzt auch: „Neben den üblichen Themen hat uns natürlich auch das aktuelle Geschehen beschäftigt. Dabei ist schnell klar geworden, dass ein Teil unserer Vereinsmitglieder zu jener Gruppe gehört, die als gefährdet gilt. Und dass auf der anderen Seite unsere jungen und fitten Mitarbeiter ohne Arbeit dastehen.“ So wurde entschieden, diese beiden Faktoren zusammenzuführen. „So merken die älteren Vereinsmitglieder, dass wir für sie da sein wollen, und die jüngeren bekommen ein Gefühl dafür, wie sie helfen können“, freut sich Detlef Spruth auf den Start des Projekts, von dem er noch nicht weiß, wie es angenommen wird: „Wir schauen mal, was auf uns zukommt.“ Wie das Ganze ablaufen soll, hat Geschäftsführer Fynn Holpert ausgearbeitet. So sollen die FSJler den Einkauf nur vor der Tür der Mitglieder abstellen, um eine Ansteckung auf beiden Seiten zu vermeiden. In einem Brief, welcher an die Mitglieder des Gesamtvereins geschickt wurde, heißt es: „Je weniger Menschen 60+ das Haus verlassen, desto besser. Wir wollen helfen! Wir erledigen gerne Ihre Einkäufe, gehen für Sie zur Apotheke, damit Sie nicht mehr als nötig vor die Tür gehen müssen. Scheuen Sie sich nicht, unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen.“

Hauptaufgabe in den Schulen

Eigentlich werden die FSJler vor allem in der Geschäftsstelle oder aber in der Betreuung von Schul-AGs eingesetzt. Jetzt steht pro Tag einer der Jungen parat, um Einkäufe oder Apothekengänge zu erledigen. „Unsere eigentlichen Arbeitszeiten sind von 9 bis 18 Uhr, aber nun sind wir quasi auf Abruf bereit“, erklärt Jan-Niclas Schneider. Auch wenn die Geschäftsstelle in der Körnerstraße 40 aktuell geschlossen ist, können die Vereinsmitglieder aber dennoch anrufen, Leiterin Kirsten Müller nimmt die Telefonate entgegen. Sie leitet die Bestellungen dann an die Jungen weiter. „Wir haben den Vereinsbulli zur Verfügung, mit dem wir dann zur Apotheke, oder in die Lebensmittelläden fahren können“, kennt Jan-Niclas Schneider den Plan.

Erst einmal ist die Aktion bis Anfang April angesetzt. „Allerdings weiß ja noch niemand wie es weiter geht, deshalb kann es gut sein, dass wir erst einmal nicht zu unseren eigentlichen Aufgaben kommen, dann stehen wir natürlich weiter zur Verfügung.“ Damit wollen sie vor allem eins zeigen: „Wir stehen zusammen, und wir freuen uns auch, dass wir einen Teil dazu beitragen können“, hofft Schneider, dass viele das Angebot annehmen werden.

Das Angebot während der Corona-Pandemie für die älteren Vereinsmitglieder, die besonders gefährdet sind, einkaufen zu gehen, kann von montags bis freitags (9-18 Uhr) wahrgenommen werden. Die Geschäftsstelle, welche auch die Bestellungen entgegen nimmt, ist unter 02331-7376931 erreichbar.

(Bericht von Linda Sonnenberg, Westfalenpost)

Helfen ab sofort aktiv mit: die vier FSJ’ler der Eintracht Theo, Nici, Hendrik und Chris (v.l.) (Foto: M.Kleinrensing).

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