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HSG Nordhorn-Lingen – VfL Eintracht Hagen 29:24 (14:8)

Ernüchternd fiel das Fazit von Lars Hepp nach der Niederlage seines Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen bei der HSG Nordhorn-Lingen aus: „Wir hätten ihnen gerne einen spannenderen Abend bereitet“, sagte der Trainer in Richtung der vielen Zuschauer, die den Weg zur Pressekonferenz fanden. Zuvor hatten seine Farben in beiden Halbzeiten einen derart extremen Fehlstart hingelegt, dass ein Sieg trotz der jeweils folgenden Leistungssteigerung nahezu unmöglich war. Obwohl den Grün-Gelben nach eigenem Bekunden klar war, dass „nach der Niederlage in Essen eine Reaktion der HSG kommen würde, dass der Gegner auf Wiedergutmachungskurs war“, so Hepp exemplarisch, überrollten die Hausherren den VfL bis zur 16. Minute förmlich. Kaum wiederzuerkennen war die Eintracht in Angriff wie Defensive im Vergleich zu den beiden vorigen Partien in Emsdetten und gegen Rimpar: Hinten in dieser Phase löchrig wie ein Schweizer Käse, vor allem, da die Zweikämpfe häufig allein geführt wurden, vorne fehleranfällig wie ein neues Betriebssystem des Branchenführers, mit viel zu wenig Druck auf die gut gestaffelte Nordhorner Abwehr. „Wir haben in dieser Phase vorne wie hinten keine Mittel gefunden“, gab Hepp ernüchtert zu. Erst in der 10. Spielminute gelang den Hagenern der erste Treffer, als der trotz seines Trainingsrückstandes aufgebotene Simon Ciupinski zum 1:5 verkürzte. Es sollte nur ein Strohfeuer sein, denn die nächsten fünf Treffer gingen wieder auf das Konto der HSG. Als alles nach einer echten „Klatsche“ roch ging indes ein Ruck durch das Eintracht-Team, bis zum Pausenpfiff fing sich die Hepp-Sieben und verkürzte den Rückstand auf  sechs Treffer, auch dank einiger guter Paraden von Jürgen Müller. Letztgenannten verließ nach dem Pausenpfiff allerdings ebenso Fortuna wie seine Vorderleute, erneut startete Hagen denkbar schlecht in die Halbzeit, auch wenn es diesmal nach zehn Minuten „nur“ 4:7 hieß aus Sicht der Gäste. Danach sollte zwar der VfL wieder die spielbestimmende Mannschaft sein, auch wegen eines sich steigernden Tobias Mahncke im Kasten, doch Hepp merkte nach dem Schlusspfiff berechtigt an, dass sich die Frage stellt, ob die Hausherren nun einen Gang heruntergeschaltet haben oder seine Mannschaft besser war. „Wir haben in der zweiten Halbzeit gut mitgespielt, keine Frage. Aber wir müssen die Defizite dringend bis Mittwoch dringend aufarbeiten um es im Heimspiel gegen die HG Saarlouis besser zu machen“, analysierte der Trainer. Deutlich zufriedener war naturgemäß Hepps Gegenüber Heiner Bültmann. „Wir wollten eine Reaktion zeigen – das ist uns eindrucksvoll gelungen. Wir haben super gedeckt und wenig zugelassen“, lautete sein Fazit. Bültmann unterstrich zudem, dass der Sieg keineswegs als selbstverständlich einzustufen sei: „Hagen ist ein richtig guter Gegner, vor dem wir großen Respekt hatten. Aber wir haben in der ersten Halbzeit einfach richtig gut gespielt, auch wenn wir in Unterzahl-Situationen nicht clever genug waren. Am Ende fehlte allerdings der letzte Tick Konzentration, auch wenn es letztlich nur wichtig war, dass wir die zwei Punkte holen.“

Eintracht: Mahncke (1.-18., 38.-60., 10/2 Paraden), Müller (19.-37., 6 Paraden); Reinarz (3/1), Strohl, Schneider, Prokopec (9/5), Friðgeirsson (6), Ciupinski (2), Tubic, Aschenbroich (1), von Boenigk, Kraus (1), Rink, Renninger (2).

HSG: Buhrmester, Bartels (bei einem Siebenmeter); Verjans (6/1), Heiny (1), Mickal (3/2), Miedema (1), Meyer (3), Rooba (5), Terwolbeck (1), de Boer (1), Wiese (7), Madsen (1).

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