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Im Derby wieder in die Spur finden (Freitag, 20 Uhr, Energie Arena)

Ausgerechnet im prestigeträchtigen Lokalduell mit dem traditionsreichen TuSEM Essen will Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen in seiner prekären Tabellensituation wieder in die Spur finden. Die Ausgangslage der Mannschaft von Trainer Lars Hepp ist klar: Zum Auftakt der selbst so deklarierten „Wochen der Wahrheit“ verloren die Grün-Gelben zwei von sechs Partien unnötig, rangieren nun mit 17:39 Zählern nicht nur auf dem drittletzten Rang, der den Abstieg in die 3. Liga bedeuten würde, sondern haben bereits vier Punkte auf den rettenden Platz 17, den derzeit der HC Empor Rostock inne hat, der im letzten der sechs Schicksalsspiele Gegner der Hagener ist. Die Bilanz der vergangenen elf Spiele liest sich für die Eintracht wie ein Horrorszenario, das Realität geworden ist, bedeutete die Niederlage gegen die HF Springe doch die Minuspunkte 19 und 20 in diesem Zeitraum – bei einem mageren Sieg (ausgerechnet der 44:24-Rekordsieg gegen den TV Emsdetten).

Doch es sind noch weitere Faktoren, die die Ausgangslage erschweren. Dank einer ebenso unnötigen Niederlage vor heimischer Kulisse gegen den TuS Ferndorf – die obendrein Gift für die Ambitionen des VfL war – verpassten die Gäste um ihren Trainer Stephan Krebietke die Gelegenheit, sich im Abstiegskampf bereits vorentscheidend abzusetzen, würden im Falle einer Niederlage in Hagen mit aktuell 26:30 Punkten den Abstiegssog ebenfalls immer stärker zu spüren bekommen. „Essen wir darauf brennen, die Niederlage wieder vergessen zu machen“, ist sich Hepp sicher. Im Hinspiel hielten die Hagener lange mit, mussten sich aber am Ende vor allem dank Strippenzieher Michael Hegemann geschlagen geben. Auch im Rückspiel wird das Hauptaugenmerk der Eintracht-Defensive auf dem Routinier und ehemaligen deutschen Nationalspieler liegen. Dabei darf der Deckungsverbund aber nicht wie beim ersten Aufeinandertreffen den Fehler machen und die übrigen Akteure vernachlässigen. „Wir wissen, dass es für uns nun von Woche zu Woche schwieriger wird, aber wir sind in der Pflicht jetzt wieder in die Spur zu finden – vor allem vor heimischer Kulisse“, fordert der VfL-Trainer. Für das VfL-Trio Pavel Prokopec, Simon Ciupinski und Thomas Rink stellt das Spiel eine Reise in die Vergangenheit dar, sie spielten allesamt in Essen. Die beiden Erstgenannten stiegen gar gemeinsam mit dem Verein in die Beletage auf.

Personell hofft Hepp auf Besserung, vor allem ein Einsatz von Torjäger Sebastian Schneider nach seiner Oberkörperverletzung würde ihm gegen den Verein von der Margaretenhöhe in die Karten spielen. „Mit Sebastian würden wir sicherlich insgesamt wieder mehr Druck aus dem Rückraum erzeugen und Lücken schaffen können, außerdem ist er immer für ein einfaches Tor gut“, erklärt der Trainer, der aber noch keine Prognose abgeben mag: „Er ist auf einem guten Weg, ja, aber genau kann ich es bei seiner Verletzung nicht sagen, da der Heilungsverlauf da von Akteur zu Akteur extreme Unterschiede aufweist.“ Ebenfalls täglich in Behandlung der medizinischen Abteilung der Hausherren befindet sich der am vergangenen Spieltag schmerzlich vermisste Torhüter Jürgen Müller, der aber trotz aller Einsatzfreude voraussichtlich den Daumen senken muss, so sehr es ihn schmerzt. „Ich will spielen – es wäre aber unvernünftig“, berichtet der fränkische Neuzugang. Vertreten würde er erneut von David Ferne, der gegen Springe zwar einen rabenschwarzen Tag erwischte, sich aber zur Motivation sicherlich eher das Hinspiel heranziehen wird, in dem er eine bärenstarke Vorstellung ablieferte – die seine Vorderleute nicht in Zählbares verwerten konnten. Abschließend bringt es Prokopec auf den Punkt – also der Mann, dessen Gala gegen Springe unbelohnt blieb, dem der mannschaftliche Erfolg aber ohnehin wichtiger ist als Statistiken: „Wir müssen jetzt alle zusammen hart arbeiten und an uns glauben. Gemeinsam können wir es schaffen.“ Dies dürfte sich sowohl auf das Spiel gegen seinen ehemaligen Verein als auch auf den weiteren Saisonverlauf beziehen.

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