#wirsindeintracht

Interview mit den Jungschiedsrichtern Kai und Tom

Das Heimspiel am kommenden Freitag um 19:30 Uhr steht ganz im Fokus der Schiedsrichter. Jeder Verein und jeder Verband kämpft um neue Schiedsrichter und sind froh, wenn sich junge Spieler oder auch einfach Handballbegeisterte dazu entscheiden, den Schiedsrichterschein abzulegen. Tom Storch und Kai Weber sind zwei von ihnen aus unserem Verein, die bereits in jungen Jahren auch bei älteren Mannschaften pfeifen. Wir haben uns den beiden 16-Jähirgen unterhalten und sie nach ihren Erfahrungen gefragt:

Hallo Tom, hallo Kai. Ihr seid beide schon über zehn Jahre im Verein. Seit gut drei Jahren habt ihr auch die Berechtigung, offizielle Spiele zu pfeifen. Viele könnten sich nun fragen: warum tut ihr euch das an?

Kai: Ganz einfach: weil es verdammt viel Spaß macht. Natürlich gibt es auch oft stressige Spiele, die nicht die schönsten sind. Aber man gewöhnt sich dran, mit der Erfahrung wird alles einfacher und spielt sich alles ein.

Tom: Ja ich sehe es auch so. Zudem bekommt man so auch eine andere Sichtweise auf das Spiel. Ich kann nun Entscheidungen besser beurteilen und verstehe andere Schirikollegen besser. den Minis oder Jugendlichen Sachen beibringen. Antrieb höher zu pfeifen als zu spielen.

Wie seid ihr zur Schiedsrichterei gekommen?

Tom: Mein Vater ist Schiri und es hat mich schon immer interessiert. Dann habe ich mich an den VfL (Eintracht Hagen, Anm. d. Red.) gewandt und den Wunsch geäußert, den Schiedsrichterschein absolvieren zu wollen. Unser Schiedsrichterwart hat mich dann zu den Lehrgängen angemeldet., Schulungen, Theorie und Praxis einige Lehrgang im Jahr

Kai: Bei mir gab es keine konkrete Person, ich wollte schon immer Schiri werden. Ich habe mich dann ähnlich wie Tom bei unserem Verein informiert und wurden dann zum Schirilehrgang angemeldet. Nach einigen Lehrgängen legt man dann eine Prüfung ab, die aber machbar ist.

Welche Fähigkeiten muss aus eurer Sicht ein Schiedsrichter mitbringen?

Kai: Wichtig ist, dass man immer zu seiner Meinung steht. Zudem ist es auch grad im jüngeren Bereich wichtig, den Kindern die Regeln zu erklären und ihnen den Handball näher zu bringen.

Storch: Und es darf einem auch nicht an Selbstvertrauen mangel. Kommunikativ sollte man sein wie Kai bereits erwähnte und im Idealfall hat man bereits Handballerfahrung.

Wie oft seid ihr am Wochenende unterwegs und in welchen Ligen pfeift ihr?

Kai: Wir pfeifen beide meist in den jüngeren Altersklassen, also C-Jugend oder jünger. Ich bin mit meinem Partner eigentlich jedes Wochenende unterwegs, aber alles in oder um Hagen.

Tom: Ich pfeife auch ab und zu in der Damenkreisliga, wo es tatsächlich auch oft zur Sache geht. (lacht)

Wann habt ihr zuletzt eine rote Karte ziehen müssen?

Kai: Das erste und einzige Mal war noch in meiner Anfangszeit. Es wurde einem Rückraumspieler von hinten in den Arm gegriffen und es war für mich relativ eindeutig. Das war nicht so leicht und es hat schon Überwindung gekostet, jemanden des Feldes zu verweisen. Aber auch das gehört dazu.

Tom: Bei mir kam es noch nicht vor, aber ich kann mir denken, dass das Gemecker dann groß ist.

Wie sind eure Erfahrungen? Wird auch in den Jugenden viel von Spielern oder Zuschauern gemeckert?

Tom: Die Meckerei ist immer da, aber es hält sich sowohl bei den Spielern als auch bei den Zuschauern in Grenzen.

Kai: In jeder Mannschaft gibts immer zwei bis drei Leute, die diskutieren.

Was sind eure Ziele als Schiedsrichter?

Kai: Ich würde gerne irgendwann höher pfeifen, aber in den Profibereich kann ich mir noch nicht vorstellen. Ich möchte auch weiterhin noch so lange wie es geht selber Handball spielen und dann wäre die Belastung zu hoch.

Tom: Ich möchte gerne so hoch pfeifen wie es geht. Natürlich macht es auch noch Spaß, selber Handball zu spielen, aber vielleicht geht es als Schiedsrichter höher als es Spieler reichen würde.

Wir ihr eben schon beide erzählt habt, spielt ihr beide noch selber Handball. Geht ihr als aktiver Spieler anders mit Schiedsrichtern um, seitdem ihr selber pfeift?

Tom: Ja definitiv, man unterhält sich mit den ,,Kollegen” über Situationen, es ist viel fachlicher und sachlicher als emotional.

Kai: Unbewusst schon, man hat mehr Verständnis für Entscheidungen. Wir können uns ja in die Rolle hinein versetzen.

Fühlt ihr euch vom Verein gut unterstützt?

Tom: Auf jeden Fall, es wird viel auf die Jungschiris gesetzt. Wir werden auch immer zu Testspielen von der A-Jugend-Bundesliga oder im Herrenbereich gefragt, um weiter Erfahrung zu sammeln.

Kai: Zudem steht der Verein immer für Hilfe und Fragen bereit und unterstützt uns in allen Belangen. Auch die Kosten für die Schiedsrichterausbildung und Prüfungen wurden alle vom Verein übernommen.

Was würdet ihr den Leuten mitgeben, die noch überlegen, ob sie die Schiedsrichterausbildung machen wollen?

Kai: Bereuen tue ich nichts. Ich kann es allen Handballspielern nur empfehlen, weil es viel Spaß macht. Natürlich habe ich auch anfangs überlegt, ob ich mir das zutraue, aber es hat sich gelohnt. Es gab noch keinen Moment, wo ich aufhören wollte.

Tom: Wenn man die Möglichkeit bekommt, sollte man nicht nein sagen. Insbesondere Schüler können sich so auch noch etwas dazu verdienen und man hat viele weitere Vorteile, z.B. Dass man bis zur Oberliga keinen Eintritt zahlen muss. Jedes Spiel kann ein Higlight sein, aber wenn die Mannschaften nach dem Spiel zu einem kommen und dir für deine Leistung gratulieren, ist das ein tolles Gefühl.

Kai Weber und Tom Storch pfeifen gerne und streben höheres an.

Weber, Kai – 14.12.2003 16 Jahre, ca. 3 Jahren, spielst B-Jugend VfL-

Handball macht Spaß, Schris werden gesucht, und macht viel Spaß

Gespann C-Jugend oder jünger (Verbandsliga) – jedes Wochenende im Umkreis Hagen

Frühjahr 2017. Gespann oder einzeln

Storch, Tom – 29.11.2003 16 Jahre, ca. Jahre, spielst der A2 Jugend

andere Sicht vom Handball anstatt Spieler Zuschauer, macht Spaß

Gespann C-Jugend, Damen (Kreisliga) A-Jugend, jedes zweite Wochenende im Umkreis Hagen

Förderkader vom Verband

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