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Björn Minzlaff: Mit meinen schönen Beinen kann ich kurze Hosen tragen

Am Sonntag wird das „Legenden-Trio“ Jan Wilhelm, Björn Minzlaff und Marius Kraus offiziell vom VfL Eintracht Hagen mit einem Spiel gegen die aktuelle Zweitliga-Mannschaft verabschiedet (17 Uhr, Halle Mittelstadt). Von Donnerstag bis Samstag stellen wir die drei langjährigen Leistungsträger und Publikumslieblinge im Kurzinterview vor – zudem äußern sie sich zu einzelnen Akteuren ihres selbst zusammengestellten „Team Trio“, das kurzfristig noch weiteren Zuwachs erhalten hat. Im zweiten Teil kommentiert Torhüter Björn Minzlaff im Gespräch mit Pressesprecher Sebastian Mühleis seine Zeit bei den Grün-Gelben.

 

Markenzeichen kurze Hose: Mehr als ein Jahrzehnt war Björn Minzlaff einer der Leistungsträger in grün-gelb. (Foto: Michael Kleinrensing)

 

Björn, was war Dein schönster Moment im VfL-Trikot?

Björn Minzlaff Auch wenn es für mich unzählige tolle Ereignisse in einem Eintracht-Trikot zu feiern gab: Die Teilnahme an der letzten Aufstiegsrunde. Dass ich da nochmal spielen durfte, einen Ball gehalten habe – das war ein toller Augenblick, einer der ganz großen Momente.

 

Gab es auch einen schlimmsten Moment im VfL-Trikot?

Minzlaff Als ich im Jahr 2011 zum ersten Mal aufgehört habe – oder eher: aufhören wollte. Das hat mich sehr traurig gestimmt. Wir hatten gerade mit einem starken Spiel gegen Aurich die Klasse gehalten, ich war mit meiner Leistung zufrieden, wir hatten eigentlich einen Super-Moment. Mit diesem traurigen Gefühl stand für mich schnell fest, dass ich doch noch weitermache.

 

Wer war in all den Jahren Dein liebster Mannschaftskollege?

Minzlaff Einen zu benennen ist eigentlich nicht möglich. Aber an Levent Cengiz werde ich sicher mein ganzes Leben lang denken. Wir sind zusammen zum Training gefahren, haben etliche lustige Momente erlebt. Zum Beispiel haben wir eine Mannschaftsfahrt nach Mallorca gemacht. Als Levent am Treffpunkt an der Bredelle ankam, hatte er nur seine Handballtasche im Kofferraum – (lacht laut) weil er zuhause erzählt hat, dass wir ins Trainingslager fahren.

 

Welche Bedeutung hat das Abschiedsspiel für Dich?

Minzlaff Nach der Saison 2011 bin ich erstmals vom VfL offiziell verabschiedet worden. Wegen eines Jobwechsels und Nachwuchs wollte ich kürzer treten, bin aber ja immer wieder gekommen (lacht). Nach dem ersten Abschied hat es keine zwei Monate gedauert, dann habe ich wieder angefangen. Als ich dann kürzlich gehört habe, dass wir Drei ein Abschiedsspiel bekommen, habe ich mich tierisch darauf gefreut. Vor allem darauf, so viele alte Weggefährten wieder zu treffen. Es stimmt mich aber traurig, dass ich wegen meiner Knie-Operationen nicht mitspielen kann, hat trotzdem eine sehr, sehr große Bedeutung für mich. Und es ist wirklich etwas Besonderes, dass wir das Spiel zu Dritt bestreiten, schließlich haben wir ja auch so viele Jahre gemeinsam gespielt, erst in der ersten Mannschaft, dann in der Reserve.

 

Dann hat er die Hantelscheiben rausgeholt und gesagt: heute machen wir Disko.

 

Was kannst Du zu dem von Euch zusammengestellten Team berichten? Kannst Du jemanden hervorheben?

Minzlaff Ich freue mich auf alle. Wir hatten viele spezielle Individualisten, die aber allesamt Top-Typen waren. Über unseren ehemaligen Trainer Krzysztof Szargiej hätte ich mich sehr gefreut, mit ihm haben wir viele lustige Sachen erlebt, selbst wenn es um Zirkel-Training ging. Dann hat er die Hantelscheiben rausgeholt und gesagt: heute machen wir Disko. Außerdem würde ich mich extrem freuen, wenn Stefan Krebietke vor Ort ist. Er hat mich mal zu einer Hochschul-Meisterschaft abgeholt, dort habe ich ihn kennengelernt – im Auto. Das wird schon eine lustige Veranstaltung.

 

Abschließend noch eine Frage: Spielst Du eigentlich schon immer in kurzer Hose?

Minzlaff (Lacht laut) In meiner zweiten Saison in Hagen haben wir unfassbar hässliche lange Hosen bekommen. Da dachte ich nur „das kannst Du nicht machen“ – und habe mich dazu entschieden in kurzen Hosen zu spielen. Ich habe mich auch direkt wohl geführt, hatte mehr Bewegungsfreiheit. (Lacht) Außerdem kann ich es auch tragen, mit meinen schönen Beinen.

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