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Legenden-Auswahl – VfL Eintracht Hagen 21:26 (9:10)

Das Legenden-Spiel zu Ehren von Marius Kraus, Björn Minzlaff und Jan Wilhelm (3. von links, 4. von links, 6. von links) begann mit einer Ehrung, die der erste Vorsitzende Detlef Spruth (links) und sein „Vize“ Ralf Wilke (rechts) vornahmen. (Foto: Sebastian Mühleis)

 

Es war das erhoffte Handball-Fest, bei dem mehr als 200 Gäste den würdigen Rahmen bei der Würdigung des verdienten Trios Marius Kraus, Björn Minzlaff und Jan Wilhelm abrundeten. Mit einer Legenden-Auswahl traten die drei langjährigen Leistungsträger der ersten Mannschaft des VfL Eintracht Hagen gegen die aktuelle Zweitliga-Mannschaft an. „Bei so einem Spiel ist ja das Drumherum deutlich wichtiger, als das was auf dem Feld passiert – und der Rahmen hat gepasst. Das war ein sehr schöner Abschluss der Laufbahn in der ersten Mannschaft für diese drei Spieler“, bilanzierte Cheftrainer Niels Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff der Partie, die wegen der ausgiebigen Ehrung der drei Sportler und des anschließenden Europameisterschaftsspiels der deutschen Mannschaft gegen Dänemark in zwei Mal 20 Minuten ausgetragen wurde.

 

Die Ehrung des Legenden-Trios

(wir bitten die Tonschwankungen aufgrund der technischen Gegebenheiten in der Halle Mittelstadt zu entschuldigen)

 

Vereinstreue ist eine Seltenheit geworden.

 

Die Ehrung vor dem Spiel nahm der erste Vorsitzende Detlef Spruth gemeinsam mit seinem „Vize“ Ralf Wilke vor, der das Spiel im Vorfeld akribisch geplant hatte. „Vereinstreue und –zugehörigkeit sind eine Seltenheit geworden. Daher ist es eine Besonderheit, dass ich hier stehen darf, um gleich drei verdienstvolle Sportler auszuzeichnen, und so deren Leistung zu würdigen. Sie haben mehr als zehn Jahre nicht nur den Hagener Handballsport geprägt, sondern auch den in ganz Westdeutschland. Das ist etwas ganz Besonderes – und dafür möchten der Vorstand, die Fans, aber sicherlich auch alle Hagener Danke sagen“, betonte Spruth in seiner Laudatio.

 

Vor dem Spiel posierten die beiden Mannschaften für ein Gruppenfoto. (Foto: Sebastian Mühleis)

 

Zweitliga-Team zeigt sich gnädig

In der Begegnung drückte die aktuelle erste Mannschaft gegen die Legenden speziell in der Defensive das ein oder andere Mal ein Auge zu – so kam es auch dazu, dass die Zweitliga-Mannschaft schnell 0:2 hinten lag. Das am Ende knappe Ergebnis aus Sicht der „Ersten“ entstand aber nicht nur daraus, dass Kapitän Sebastian Schneider und Co. vorne wie hinten nicht mit der allerletzten Konsequenz zu Werke gingen, sondern hatte auch mit der durchweg starken Leistung der vier eingesetzten Legenden-Torhüter zu tun, die allesamt die eine oder andere – teils spektakuläre – Parade zeigten. Und es war nicht nur den Zweitliga-Profis vorbehalten mit Kempa-Tricks oder Drehern spektakuläre Szenen beizusteuern. Auch die Legenden legten sich ins Zeug, zeigten beispielsweise „No-Look“-Anspiele durch die Beine auf den Kreisläufer – oder trafen mit überraschend ausgeführten Würfen ins Schwarze.

 

Ein Extra-Geschenk seiner Familie erhielt Jan Wilhelm in Form von zwei Foto-Collagen mit Schnappschüssen aus mehr als zehn Jahren im Dress des VfL. (Foto: Sebastian Mühleis)

 

Nach dem Schlusspfiff richtete Wilhelm zunächst Worte an das Zweitliga-Team: „Danke, dass ihr das heute mit euch habt machen lassen – und vielleicht nicht in jeder Situation 100 Prozent gegeben habt“, erklärte Wilhelm schmunzelnd, ehe er noch weitere Worte parat hatte: „Es ist mir persönlich wichtig, dem Verein zu danken. Es gibt dazu Menschen, die mich über die vielen Jahre hinweg begleitet haben, meine Eltern, aber vor allem meine Ehefrau Tina. Danke, dass Ihr das mitgemacht habt.“

 

Es ist schon echt unglaublich, was Menschen wie Ralf Wilke hier seit Jahren auf die Beine stellen.

 

Minzlaff unterstrich ebenfalls, dass er „dem Verein unfassbar dankbar“ ist, ehe er das Umfeld lobte, und dabei exemplarisch Ralf Wilke hervorhob: „Ich möchte niemanden vergessen. Aber es ist schon echt unglaublich, was die Menschen wie Ralf Wilke hier seit Jahren auf die Beine stellen. Danke dafür.“

 

Beim Legenden-Spiel war Thorsten Barteldrees nicht nur als Hallensprecher im Einsatz, sondern streifte sich auch ein Torwart-Trikot über. Ihm gelang eine sehenswerte Parade, als er einen Dreher von Dragan Tubic entschärfte. (Foto: Sebastian Mühleis)

 

Gewohnt kurz und knapp fasste sich Kraus. „Ich danke insbesondere den vielen Menschen, die hier zum Drumherum beitragen, die seit Jahren hinter uns und hinter mir stehen.“ Ungewohnt war hingegen, dass er noch augenzwinkernd einen Scherz anfügte: „Wenn ich nicht morgen Abend Training hätte, dann wäre ich jetzt sehr ergriffen.“

 

Das Interview mit dem Legenden-Trio nach Schlusspfiff

 

Im Anschluss zogen Spieler und Fans weiter und schauten gemeinsam das deutsche EM-Spiel gegen Dänemark – das einzige negative Ereignis an diesem ansonsten rundum gelungenen Tag.

Außer Gaubatz und Pröhl alle Zweitliga-Akteure fit und dabei

Positiv für die „Erste“: Abgesehen von Rekonvaleszent Jan-Lars Gaubatz musste einzig Kreisläufer Tilman Pröhl von außen zusehen – eine reine Vorsichtsmaßnahme nach seiner auskurierten Knieverletzung. „Nach der Pause hat das Knie auf die vielen Einheiten minimal reagiert, aber es ist alles in Ordnung“, erklärte der Hüne.

Legenden: Treude, Minzlaff (1/1), Kampmann, Barteldrees, Tesch; Aufermann, J. Wilhelm (5), Zenka, Oberste, Stein (7), Wulf (2), Pries (1), Jung, Di Liberto (1), Kaufmann (1), Kraus (3), Feldmann, K. Wilhelm.

VfL: Mahncke, Jerkovic; Lindner, Kress, Tubic (4), Schneider (1), Fauteck, Renninger (4), Konitz, König (1), Saborowski (2), Waldhof (4), Bornemann (3), Mestrum (4), von Boenigk (3).

 

Der Einlauf der beiden Mannschaften

(wir bitten die Tonschwankungen aufgrund der technischen Gegebenheiten in der Halle Mittelstadt zu entschuldigen)

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