#wirsindeintracht

VfL Eintracht Hagen trauert um Torwart-Legende Lothar Noetzel

Lothar Noetzel verstarb im Alter von 88 Jahren.

Sein schwerster Kampf war auch der letzte: Die Handballer des VfL Eintracht Hagen trauern um eine ihrer größten Legenden. Lothar Noetzel, einst überragender Torhüter in Diensten der Grün-Gelben, verstarb in der Nacht zum Mittwoch nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren.

Am 5. Mai 1932 in Hagen geboren, wurde Lothar Noetzel zusammen mit seiner Mutter während des Krieges ins Sudetenland evakuiert. Nach Kriegsende am 8. Mai 1945 folgte er der Aufforderung an alle Deutschen, das Land unverzüglich zu verlassen. In einem Treck kehrte Noetzel nach Hagen zurück, wo er sich in den Nachkriegsjahren der Jugendabteilung von Fichte Hagen anschloss. Mit  gerade einmal 18 Jahren wechselte er zum TV Delstern, in dessen Stadtteil er auch seinen Wohnsitz hatte. Dort hütete er bis zum 31. Lebensjahr überaus erfolgreich das Tor.

Die sportliche Heimstätte, die so genannte „Kuhweide“, war mit dem Namen des sprunggewaltigen Torhüters Noetzel untrennbar verbunden. Nach diversen Lehrgängen der Stadtauswahl folgte die Berufung in die Westfalenauswahl, und auch der VfL Eintracht Hagen wurde auf den Ausnahmekönner aufmerksam. Im Frühjahr 1963 wechselte Lothar Noetzel zu den Grün-Gelben – mittlerweile zwar 31 Jahre alt, aber auf dem Höhepunkt seiner sportlichen Schaffenskraft. Er hütete das Tor der 1. Mannschaft in der Halle und auf dem Feld. Auf dem Feld spielte die Eintracht in der Spitzengruppe der Oberliga, in der Halle holte er die Südwestfalenmeisterschaft und stieg 1970 über die Oberliga bis in die Regionalliga auf.

Auch im Eintracht-Vorstand machte sich Lothar Noetzel als Mitglied des Spielausschusses rasch einen Namen, engagierte sich zudem in fast allen Mannschaften der Jugend und der Senioren mit Leidenschaft als Torwarttrainer. Als Talentsichter bewies er ein geschultes Auge für die Torhüter von morgen und übermorgen.

Die Handball-Abteilung des VfL Eintracht Hagen zeichnete Lothar Noetzel ob seiner Verdienste mit dem „Goldenen Handball“ aus, weitere bedeutende Ehrungen waren die Goldene Ehrennadel des Handballverbandes Westfalen und die Silberne Ehrennadel des Westdeutschen Handballverbandes.

Auch im gesetzteren Alter stellte sich Lothar Noetzel noch zwischen die Pfosten. Das Tor der 5. Mannschaft hütete er noch mit über 60 Jahren. 1996 gehörte er zu den Mitbegründern der Handball-Wandergruppe.

Sein Tod reißt eine große Lücke in die Handball-Abteilung. Unser Mitgefühl in diesen schweren Stunden gilt Lothar Noetzels Ehefrau Inge.

 

Sag was dazu! Kommentar hinterlassen....

*

Wir danken unseren Sponsoren

sponsors-PGW
sponsors-ambrock