Zur Vorbereitung auf die kontinentalen Titelkämpfe, die noch bis zum 29. Januar in Kuwait stattfinden, hatte die iranische Auswahl Anfang des Jahres an einem hochkarätig besetzten Turnier im spanischen Pamplona teilgenommen und dort – nicht gänzlich unerwartet – den letzten Platz belegt. Gegen Portugal (20:41) und Ägypten (24:43) gab es in der Gruppenphase überdeutliche Niederlagen, im Platzierungsspiel gegen Tunesien zeigten sich die Iraner dann deutlich verbessert und verloren nur knapp mit 24:26.
Das erste Gruppenspiel Irans hatte am Donnerstag noch gar nicht begonnen, da herrschte bereits Riesenaufregung in der Delegation der Mannschaft. Grund: Aufgrund von Unstimmigkeiten bei der Spielberechtigung wurde dem Team erst kurz vor dem Anpfiff mitgeteilt, dass ihr Abwehrchef und Kapitän nicht würde mitwirken können gegen Saudi Arabien. „Ein Schock für das ganze Team“, bekannte Pouya Norouzi nach dem Abpfiff.
Die Mannschaft des Eintrachtlers wirkte entsprechend verunsichert, geriet nach ausgeglichenem Start (8:8/Norouzi, 19.) in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit deutlich in Rückstand. Zum Pausenpfiff der serbischen Unparteiischen Marko Sekulic/Vladimir Jovandic stand bereits eine 5-Tore-Führung der Saudis zu Buche.
An diesem Rückstand arbeitete sich die Mannschaft des spanischen Trainers und Welthandballers von 1999, Rafael Guijosa, in der zweiten Halbzeit vergeblich ab. Bei Pouya Norouzis Anschlusstreffer zum 20:22 90 Sekunden vor dem Ende war der Iran zwar noch einmal auf Schlagdistanz heran, zu mehr reichte es in der Saad Al-Abdullah-Hall in Sabah Al-Salem aber nicht. Für Pouya Norouzi standen am Ende neun Treffer (davon drei Siebenmeter) zu Buche – der Deutsch-Iraner aus Hagen war damit bester Torschütze seines Teams.
„Jetzt müssen wir gegen Japan gewinnen“, blickt Pouya Norouzi bereits auf das entscheidende Gruppenspiel am Montag (20 Uhr Ortszeit). Die Japaner hatten ihr Auftaktspiel gegen Außenseiter Australien mit 45:23 für sich entschieden. Auf die Mannschaft aus „Down Under“ trifft der Iran am Samstag (14 Uhr, Ortszeit). Ziel des Iran ist die erneute Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland. Dafür müssen Pouya Norouzi und Kollegen Gruppenplatz eins oder zwei belegen und im Endklassement der Titelkämpfe unter den ersten Vier landen. Nach dem Null-Punkte-Auftakt vom Donnerstag eine Mammutaufgabe…










