Ab sofort geht's wieder um Meisterschaftspunkte: Linus Kutz und die Eintracht empfangen zum Rückrundenauftakt am Freitag den HSC 2000 Coburg in der Ischelandhalle.

Eintracht will Hinrundensieg gegen den HSC 2000 Coburg wiederholen

Die aus deutscher Sicht erfolgreiche Europameisterschaft ist abgehakt, ab sofort steht wieder die 2. Handball-Bundesliga im Fokus. Der VfL Eintracht Hagen eröffnet am Freitagabend (20 Uhr, Ischelandhalle) die Rückrunde mit seinem Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg. Mit einem Sieg wollen die Grün-Gelben direkt ein gutes Gefühl mit in die zweite Halbserie nehmen, sind mit diesem Ansinnen aber natürlich nicht allein.

Die Gäste aus Oberfranken rangieren als Rangneunter nur einen Zähler hinter der Eintracht, würden im Erfolgsfalle also vorbeiziehen an der Prokopec-Sieben. Vor allem aber kommt die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendic mit viel Rückenwind nach Hagen. Die Hinrunde beendete der HSC im alten Jahr mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen, und auch die Wintervorbereitung während der EM-Pause ließ aufhorchen. Trotz des einen oder anderen Krankheits-/Verletzungsfalles überzeugte der HSC vor allem beim eigenen Vorbereitungsturnier. Sowohl Bundesligist Rhein-Neckar Löwen als auch der norwegische Erstligist Sandnes HK wurden besiegt.

„Sie haben sich weiterentwickelt“, urteilt Eintracht-Chefcoach Pavel Prokopec über den Gegner, der zum Saisonstart knapp mit 31:29 besiegt wurde. „Das war damals kein super-gutes Spiel von uns“, so Prokopec, „beide Mannschaften haben viele Fehler gemacht.“ Das Coburger Spiel lebt von viel körperlicher Präsenz im Abwehrinnenblock und auf der Kreisläuferposition. Offensiv setzen Mikael Helmersson und Janis Pavels Valkovskis die meisten Akzente. Außerdem ebenso spannend wie wichtig: das Duell der beiden Torhüter. Hagens Pascal Bochmann (183) und Petros Boukovinas (HSC/172) sind hinter dem führenden Kristian van der Merwe aus Nordhorn die Keeper mit den meisten Paraden in der Liga.

Und die Lage bei der Eintracht? – Angespannt ist die Situation weiterhin auf der Kreisläuferposition. Hier taten sich in den vergangenen Wochen im Training und bei den beiden Tests gegen die MT Melsungen (33:35) und beim VfL Gummersbach (30:38) immer wieder Lücken auf. Deshalb wird auf jeden Fall Niklas Pfalzer aus der U23 ins Aufgebot rutschen.

Darüber hinaus gilt: Abgesehen vom langzeitverletzten Max Öhler, der aufgrund seiner Schulterverletzung noch bis ins Frühjahr hinein fehlen wird, sind alle Mann an Bord. Pouya Norouzi brachte von den Asienmeisterschaften in Kuwait zwar eine Oberschenkelblessur mit, die ist inzwischen jedoch ausgeheilt. Bedenken, dass sein „Leitwolf“ aufgrund der durchgehend hohen Belastung eingeschränkt ist, hat Prokopec nicht. „Natürlich schauen wir darauf. Aber Pouya ist eine Maschine, er ist topfit …“ Im Vergleich zum letzten Meisterschaftsspiel am 2. Weihnachtsfeiertag gegen den 1. VfL Potsdam fehlt zudem dauerhaft ein Duo. Den Platz des nach Island zurückgekehrten Publikumslieblings Hakon Styrmisson nimmt Benedikt Israel ein, für Kim Voss-Fels (Winterwechsel zum Bergischen HC) gibt es im rechten Rückraum noch keinen Ersatz. Moritz Bökenkamp und Alexander Knak (beide U23) komplettieren das Aufgebot.

An den Ambitionen der Eintracht für den Start in die Rückrunde ändert das freilich nichts. “Mit Hilfe unserer Fans direkt gut reinkommen - und natürlich gewinnen“, formuliert Pavel Prokopec die Zielsetzung von Trainerteam und Staff. Dem ist nichts hinzuzufügen…


Zum Rückrundenauftakt gegen den HSC 2000 Coburg werden in der Ischelandhalle erneut die Tribünen hinter beiden Toren geöffnet. Hier gibt es auf beiden Seiten noch Tickets. Im Gästeblock A auf der Haupttribüne sind ebenfalls noch ausreichend Karten verfügbar, in den Blöcken B, C und D nur noch wenige Restkarten. Stehplätze auf dem „Heuboden“ gibt es ebenfalls noch. Wir empfehlen die Nutzung des Online-Vorverkaufs.

Wer es nicht in die Halle schafft: DYN überträgt natürlich wieder live. Ab 19.45 Uhr meldet sich Kommentator Dirk Müller aus der Ischelandhalle. Hier geht es direkt zum Stream.