Die Vakanz auf der Spielmacherposition hatte sich bei der Eintracht durch das angekündigte Karriereende des 2016er-Europameisters Niclas Pieczkowski zum Ende der laufenden Saison ergeben (wir berichteten).
„Wir haben intensiv den Markt sondiert. Juan war unser Wunschspieler“, sagt Sebastian Schneider, Geschäftsführer der Handball-Förder gGmbh der Eintracht. Ex-Profi Schneider, in der 1. und 2. HBL bestens vernetzt, hält große Stücke auf den Spanier, der 2016 mit der U20-Nationalmannschaft seines Heimatlandes in Dänemark Europameister wurde und nur ein Jahr später mit der U21-Auswahl der Iberer in Algerien auch den WM-Titel einheimste. „Juan ist einer der besten Mittelmänner der Liga“, sagt Sebastian Schneider, „was aber mindestens genauso wichtig ist für uns: Er ist ein guter Typ, der einer Mannschaft guttut.“
Von seinem spanischen Heimatclub BM Carabanchel warJuan Muñoz de la Peña Morales, so der vollständige Name des Neu-Eintrachtlers, im Jahr 2017 nach Deutschland gewechselt. Erste Station war der SC Magdeburg (bis 2019), danach lief der Rechtshänder für HBW Balingen-Weilstetten, kurz für den Wilhelmshavener HV und in den vergangenen fünf Jahren für die SG BBM Bietigheim auf. De la Peña gilt als spielintelligenter Mittelmann mit Torgefahr und jeder Menge Erfahrung. Ein Regisseur, der bestens zur Spielauffassung der Eintracht unter Cheftrainer Pavel Prokopec passt.
Und Juan de la Peña ist ein Handballer, der aus seiner ehrgeizigen Grundeinstellung keinen Hehl macht. „Ich glaube, wir werden mit der neuen Mannschaft eine große Chance haben, ganz oben mitzuspielen und den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu erreichen“, sagt de la Peña, der nach fünf Jahren bei der SG BBM Bietigheim seinen Wechsel an die Volme als „perfekten Zeitpunkt“ bezeichnet. Hintergrund: Im Sommer wird auch de la Peñas langjähriger Trainer und Landsmann Iker Romero seine Zelte in Bietigheim abbrechen, um sich ganz auf seinen Job als Cheftrainer der österreichischen Nationalmannschaft zu konzentrieren.
„Meine Freundin und ich haben uns überlegt, dass es ein guter Zeitpunkt ist, um noch einmal etwas Neues zu probieren. Seit dem ersten Telefonat mit Sebastian Schneider habe ich gemerkt, dass Hagen eine sehr gute Option sein könnte“, berichtet de la Peña über die ersten Kontakte mit den Grün-Gelben, „das Projekt ist sehr interessant und das Interesse der Eintracht an mir war sehr groß.“
Die gemeinsame Reise der Eintracht mit Juan de la Peña, sie beginnt am 1. Juli kommenden Jahres. Bienvenido, Juan!










