Wer dieser Tage mit Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec spricht, der erlebt einen Coach, der die Heimpleite gegen den TV Emsdetten noch nicht vollständig abgehakt hat. “Wir können das besser”, sagt der tschechische Ex-Nationalspieler, “viel besser.” Keine Frage: Die 34:37-Niederlage gegen Aufsteiger TV Emsdetten vom Sonntag, sie wirkt nach. Vor allem deshalb, weil die Eintracht vieles von dem, was im Vorfeld im Matchplan gestanden hatte, schlichtweg nicht umgesetzt bekommen hat.
“Auch wenn nicht alles optimal war: Über die 34 Tore im Angriff will ich gar nichts sagen”, blickt Prokopec zurück, “aber wir bekommen an diesem Tag vor allem die Abwehr überhaupt nicht dicht.” Zu viele isolierte Situationen ohne Helferketten, zu häufiges Spekulieren, kaum Unterstützung für die Torhüter, zu wenig Drucksituationen in Richtung des TVE-Angriffs und in der Folge ein de facto nicht vorhandenes Eintracht-Tempospiel: Das waren die Faktoren, die die Eintracht am Ende erstmals in dieser Saison mit leeren Händen aus dem Spiel gehen ließen.
Viel Gelegenheit zur Aufarbeitung gab es nicht. Am Montag stand eine ausführliche Video-Sitzung auf dem Programm, am Dienstag bereits die Abschlusseinheit fürs Pokalspiel. „Wir müssen aus dem Emsdetten-Spiel lernen. Und es besser machen“, sagt Pavel Prokopec und will am Dienstag auch jenen Kräften verstärkt Einsatzzeiten geben, die zuletzt gefühlt vielleicht ein wenig zu kurz kamen.
Wobei die angekündigte Rotation auch in jenem Bewusstsein geschieht, dass der aktuelle Tabellenneunte der 3. Liga Süd-West das ist, was einen Pokalwettbewerb ausmacht. In der 1. Runde eliminierte die Mannschaft von Coach Chris Stark niemand Geringeres als den Eintracht-Ligarivalen HSG Nordhorn-Lingen. Mehr Warnung geht kaum, zumal sich der LSC trotz schmalen Kaders pudelwohl fühlt in der Außenseiterrolle.
“Wir müssen dieses Spiel mit voller Konzentration angehen”, mahnt Pavel Prokopec entsprechend, zumal nur vier Tage später mit dem Südwestfalen-Derby gegen den TuS Ferndorf (Sonntag, 18 Uhr, Ischelandhalle) der nächste “Kracher” im Liga-Spielbetrieb wartet. Doch die aktuelle Konzentration gilt nur dem Duell mit dem Longericher SC. Die enge Sporthalle der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule – benannt nach dem gleichnamigen deutschen Journalisten, Schriftsteller und Pazifisten – ist das, was bei Nachlässigkeit ganz schnell ein unangenehmes Pflaster werden kann.
Die Eintracht weiß das und will entsprechend Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt vom Sonntag leisten. Personell gibt es keine Änderungen. Es läuft der Kader vom Sonntag auf.
Matchfacts:
- Die Zweitrundenpartie im DHB-Pokal zwischen dem Longericher SC und dem VfL Eintracht Hagen wird am heutigen Mittwoch um 20 Uhr in der Sporthalle der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule in Köln angepfiffen
- Angesetzte Schiedsrichter sind Christian und Fabian vom Dorff (Kaarst)
- Sämtliche Sitzplätze sind ausverkauft. Nach Angaben des LSC gibt es noch Restplätze (ausschließlich Stehplätze) an der Abendkasse. Einlass ist um 19 Uhr
- Die Partie wird live bei DYN übertragen. Hier geht es direkt zum Stream.










