„Englische Woche“ beginnt für die Eintracht mit einem Derby

Es ist der Auftakt zu einer knackigen „englischen Woche“ für die Zweitliga-Handballer der Eintracht: Beginnend mit dem Derby gegen den TV Emsdetten am Sonntag (17 Uhr, Ischelandhalle) warten insgesamt drei richtungsweisende Partien binnen sieben Tagen auf die Grün-Gelben. Am Mittwoch folgt das DHB-Pokalspiel beim Longericher SC, ehe am 27. September (18 Uhr, Ischelandhalle) das Südwestfalenderby gegen den TuS Ferndorf eine ereignisreiche Woche beschließt.

Aber eins nach dem anderen. Longerich und erst recht Ferndorf sind noch ganz weit weg für Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec und sein Team, das die vergleichsweise lange Trainingswoche natürlich genutzt hat, um speziell das Dessau-Spiel aufzuarbeiten. „Wir wollen dort weitermachen, wo wir in Dessau nach 40 Minuten aufgehört haben“, bringt es Pavel Prokopec auf den Punkt. Sprich: Bis zur 7-Tore-Führung in Sachsen-Anhalt hatte es bei der Eintracht einmal mehr gut bis sehr gut ausgesehen, ehe die Partie beinahe komplett kippte. Aus dem deutlichen Vorsprung wurde ein Rückstand, erst auf den allerletzten Metern drehten die Volmestädter die Partie erneut.

Bei aller (konstruktiver) Kritik stellt Prokopec eines aber auch fest: „Aus solchen Spielen lernt man mehr, als aus einem 10-Tore-Sieg.” Und es ist ganz nebenbei auch ein deutlicher Fingerzeig, dass in dieser 2. HBL nichts, aber rein gar nichts von alleine geht.

Also auf ein Neues gegen Aufsteiger TV Emsdetten, wobei die Begrifflichkeit „Aufsteiger“ durchaus in die Irre führen kann. Der Liga-Neuling aus dem Nordmünsterland hat eine lange Vergangenheit in der 2. Bundesliga hinter sich, inklusive eines einjährigen Ausflugs in die 1. Bundesliga. Infrastruktur, wirtschaftliche Potenz, Fanbase, sportlicher Anspruch: Der TVE darf zweifelsohne eher als gestandener Zweitligist denn als Liga-Novize angesehen werden.

Das sieht auch Pavel Prokopec so. „Breiter Kader auf einem Niveau, das kaum ein Aufsteiger hat“, sagt Prokopec über die Mannschaft seines Kollegen Lennart Lingener. Hautnah erlebten sich beide Teams im Übrigen schon während der Vorbereitung auf die laufende Saison. Im Rahmen des TVE-Trainingslagers in Kaiserau testete man gegeneinander, mit dem besseren Ende für die Eintracht.

Ein Fingerzeig für Sonntag? – „Nein, so einfach ist das nicht“, sagt Pavel Prokopec, „natürlich kann man einige Aspekte aus diesem Spiel mitnehmen, aber beide Mannschaften haben da ja schon viel probiert.“ Auffällige Protagonisten bei den Münsterländern? – Einige. Yannick Terhaer und Eric Damböck auf den beiden Außenpositionen zum Beispiel oder auch Regisseur Björn Zintel in der Rückraummitte. Dazu eine physisch präsente Abwehr, die den auf Durchbrüche spezialisierten Eintracht-Angriff mit Sicherheit fordern wird. 

„Wir wollen mit der Unterstützung unserer Fans den nächsten Sieg“, gibt Pavel Prokopec die Marschroute aus. „Dafür müssen wir aus unseren eigenen Fehlern lernen und unser Spiel durchbringen.“ Und das am besten nicht nur für 40 Minuten…

Personell wird es keine Änderungen im Eintracht-Kader geben. Das eine oder andere Wehwehchen (Prokopec: „Der übliche Verschleiß“) ist nicht so schlimm, dass Einsätze gefährdet wären. So fallen nur die beiden verletzten Kreisläufer Tilman Pröhl und Tim Düren aus.


Matchfacts

  • Das Meisterschaftsspiel der Eintracht gegen Aufsteiger TV Emsdetten wird am Sonntag um 17 Uhr in der Ischelandhalle angepfiffen.
  • Tickets gibt es hier im Online-Vorverkauf und an der Tageskasse.
  • Angesetzte Schiedsrichter sind Nils Blümel und Frederic Linker aus Berlin bzw. Recklinghausen.
  • Die Begegnung wird live auf DYN übertragen. Ab 16.45 Uhr melden sich die Kommentatoren Andreas Klement und Patrick Jokisch aus der Ischelandhalle. Hier geht es direkt zum Livestream.