Rund 86 Kilometer liegen zwischen den beiden Heimspielstätten von Eintracht und TuS, der Ischelandhalle und der Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal. Kurze Fahrt, große Emotionen - das galt für die vergangenen Aufeinandertreffen beider Teams fast immer. Die Bilanz der Vorsaison: ausgeglichen. Jeweils die Auswärtsmannschaft setzte sich in den beiden jüngsten Duellen verdient durch. Der damalige Aufsteiger aus Ferndorf im Dezember vergangenen Jahres mit 29:24 in Hagen, die Eintracht konterte am 32. Spieltag mit einem 32:27-Erfolg im Siegerland. Merke: Im Südwestfalen-Derby geht immer alles.
Die bisherigen Resultate unterstreichen die Prognose, dass auch am Samstag Prognosen nur schwer zu treffen sind. Die Eintracht mit bis dato lupenreiner 4:0-Bilanz, kurz dahinter der TuS, der seinem Auftaktremis gegen Aufsteiger HSG Krefeld in eigener Halle einen Auswärtssieg in Dormagen folgen ließ. Ohnehin scheinen die Siegerländer nicht das typische „schwere zweite Jahr“ eines Aufsteigers vor sich zu haben. Die Transferbilanz vermittelt einen qualitativ deutlich positiven Saldo. Vergleichsweise spät griff der TuS zweimal noch hochkarätig zu, verpflichtete vom Überraschungs-Absteiger der 2. HBL, dem ASV Hamm-Westfalen, die beiden Rückraumschützen Julius Meyer-Siebert und Tom Jansen.
Aber es ist bei weitem nicht nur dieses Duo, das Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec mit Respekt von der Mannschaft seines Kollegen Ceven Klatt sprechen lässt. „Eine aggressive Abwehr mit zwei überdurchschnittlichen Torhütern dahinter, mehrere gute Schützen und Spielintelligenz im Rückraum, Außen, die viel Tempo machen und ein guter Kreisläufer“, attestiert Prokopec dem TuS ein „starkes Gesamtpaket“. Nicht zur vergessen die Atmosphäre in der Sporthalle Kreuztal. „Es wird laut“, schmunzelt Prokopec, „das macht Spaß. Aber es ist als Trainer bisweilen schwer, verbal zu den Jungs durchzudringen…“
Aber Derbys sind nunmal das Salz in der Suppe einer langen Saison. Atmosphäre. Emotionen. Kleinigkeiten, die ein Spiel in die eine oder andere Richtung drehen. Oft mehrfach binnen 60 Minuten. Die Zielrichtung der Eintracht unter diesen Voraussetzungen ist klar. „Wir sind komplett fokussiert“, sagt Pavel Prokopec, „unser Start war gut, aber es gibt immer Sachen, die wir besser machen können, vielleicht sogar besser machen müssen.“
Die Schlussviertelstunde des Nordhorn-Spieles war so ein Punkt. 21:13 führte die Eintracht nach 45 Minuten. Nicht gegen irgendwen. Sondern gegen die HSG Nordhorn-Lingen. „Da wünsche ich mir, dass wir das zumindest halten und im Idealfall sogar ausbauen“, grantelte der Coach. Zumindest ein bisschen, denn über weite Strecken hatte sein Team zuvor stark, bisweilen auch sehr stark aufgespielt. Vor allem der 8:0-Lauf vom 1:3 aufs 9:3 war so eine Phase, in der fast alles passte. „Unsere guten Abschnitte sind länger geworden“, stellte Prokopec zufrieden fest.
Und darum wird es auch am Samstag gehen: Schwächephasen möglichst kurz halten, Dominanz ausbauen. Ein Unterfangen, das die Eintracht erneut mit dem Kader der vergangenen Wochen in Angriff nimmt. „Jeder Spieler in dieser Mannschaft ist wichtig. Und wenn er nur zehn Minuten spielt, dann erwarte ich, dass alles getan wird, um diese zehn Minuten zu gewinnen.“
Das Südwestfalen-Derby der Eintracht in Kreuztal wird am Samstag live bei DYN übertragen. Gute Nachricht für Fans, die kein kostenpflichtiges DYN-Abo besitzen: Der neue DYN-Kanal Sport Mix überträgt frei empfangbar. DYN Sport Mix ist ab sofort im Online-Stream bei Amazon Prime Video, Zattoo, Joyn und Pluto TV zu sehen. In Kürze erfolgt zusätzlich die Ausstrahlung via Satellit über Astra. Wer noch schnell ein DYN-Abo zu Sonderkonditionen abschließen möchte, ist hier richtig.
Ticket-Update: Für das Südwestfalen-Derby sind nur noch Restkarten vorhanden. Wir empfehlen dringend, den Online-Vorverkauf zu nutzen. Hier geht es zu den noch verfügbaren Tickets.










