Was vor zwei Monaten inklusive aller Nebengeräusche im Nachgang passiert ist, spielt im aktuellen Tagesgeschäft keine Rolle mehr rund um die Ischelandhalle. Nach dem über weite Strecken sehr souveränen und nur am Ende noch ein wenig zittrigen Heimsieg über den TSV Bayer Dormagen vom Freitag hat sich die Eintracht so gut auf das zweite von drei Heimspielen binnen einer Woche vorbereitet, wie es die außergewöhnlich enge Taktung eben zulässt. Am Samstag war trainingsfrei, bereits am Sonntag ging es wieder zurück in den Rhythmus, inklusive einer umfangreichen Rück- und Vorschau auf Video.
„Bis zur 45. Minute spielen wir das gut bis sehr gut“, lobte Pavel Prokopec im Nachgang des Dormagen-Spiels, „gute Abwehr, gutes Umschaltspiel, viel Tempo, gute Effizienz im Abschluss.“ Dass dieser Eindruck in der Schlussviertelstunde angesichts einiger Wechsel ein Stück weit verwischt wurde, der Coach hat das natürlich registriert, aber er nimmt es in Kauf. Nicht nur die Belastungssteuerung für die Leistungsträger angesichts von drei Spielen innerhalb einer Woche führt Prokopec ins Feld, sondern auch die Weiterentwicklung seiner U19- und U23-Spieler im Team. „Unser Anspruch ist es, junge eigene Spieler nach vorne zu bringen. Das geht nur durch Spielzeit. Wann soll ich sie bringen, wenn nicht in solch einer Situation?“ Und so freuten sich Team und Staff natürlich über das erste Zweitliga-Tor in der Karriere von Anton Trute, analysierten in der Nachbetrachtung aber natürlich auch, was nicht so gut gelaufen war im Auftritt von „Team super-jung“.
Am Dienstag, so viel steht fest, werden die Karten ohnehin komplett neu gemischt. Der Gast aus dem Siegerland ist mit derzeit 18 Pluspunkten noch nicht aller Sorgen im Abstiegskampf ledig, bewies aber beim jüngsten Aufeinandertreffen in der Ischelandhalle, mit welcher Leidenschaft er in der Lage ist zu agieren. Immer wieder setzte die kompakte TuS-Defensive effiziente Stoppfouls, brachte den Hagener Balltransport regelmäßig ins Stocken. „Das und auch unseren Rückzug müssen wir besser machen“, formuliert Pavel Prokopec daher seine Kernforderungen für den Dienstagabend.
Vielleicht größter Unterschied zum vorangegangenen Duell: Die Mannschaft von TuS-Coach Ceven Klatt plagen aktuell erhebliche Personalsorgen. Jüngst erwischte es auch noch Josip Eres und Philip Würz, so dass die Ferndorfer Ausfallliste deutlich länger ist als die der Eintracht. Die Grün-Gelben freuen sich über die Rückkehr von Abwehrboss Philip Jungemann ins Aufgebot. Bis auf Max Öhler (Schulter) sind also alle Mann an Bord. Die zwei freien Plätze werden wie gewohnt aus der U23 bzw. U19 besetzt.
Das Wiederholungsspiel der Eintracht gegen den TuS Ferndorf wird am Dienstag um 19.30 Uhr in der Ischelandhalle angepfiffen. Dauerkarten haben keine Gültigkeit, daher gibt es im Online-Vorverkauf auch Tickets, die normalerweise nicht verfügbar sind. Einlass ist eine Stunde vor Anpfiff, also um 18.30 Uhr.
Wer es nicht in die Halle schafft: DYN überträgt live. Moderator Andreas Klement meldet sich um 19.15 Uhr von gewohnter Stelle. Hier geht es direkt zum Stream.










