Für die Eintracht bietet das dritte Spiel binnen sieben Tagen die Chance, die Gesamtbilanz dieser intensiven Woche ins Positive zu drehen. Nicht eingeplant war die Heimniederlage gegen den TV Emsdetten vor Wochenfrist, letztlich doch noch standesgemäß verlief danach der Pokalauftritt beim Drittligisten Longericher SC.
Den Achtelfinaleinzug wusste Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec im Nachgang einzuordnen. „Natürlich waren wir gewarnt durch den Longericher Sieg über Nordhorn in der 1. Runde. Und sie haben es auch gegen uns gut gemacht.“ Am Ende waren es ein, zwei Phasen in der Partie, in denen es die Eintracht verpasste, früh für Ruhe zu sorgen. „Da machen wir ein, zwei Sachen nicht richtig und halten den Gegner im Spiel“, analysierte Prokopec. Wobei die Offensivleistung trotz wechselnder Besetzungen die Zustimmung des Coaches fand.
Punktuellen Verbesserungsbedarf sieht Prokopec indes in der Abwehr, wünscht sich vor allem „eine bessere Kooperation im Blockspiel mit den Torhütern“. Die 32 Gegentore bewertet der Eintracht-Übungsleiter indes nicht alleine unter quantitativen Gesichtspunkten. „Im modernen Handball gibt es durch die hohe Geschwindigkeit viel mehr Angriffe als früher. Also ist in der Regel die reine Zahl der Gegentore auch höher.“ Ob die beiden ersten Hagener Meisterschaftsspiele mit 23 (Hamm) bzw. 19 (Coburg) Gegentreffern eine (zu?) hohe Erwartungshaltung geweckt haben? – „Möglich“, sagt der Coach, „aber klar ist, dass wir es immer besser machen wollen.“
Der Achtelfinal-Auslosung am Samstagabend sieht man im Eintracht-Lager entspannt entgegen. „Magdeburg wäre ein Traum“, sagt Pavel Prokopec, „aber es sind so viele Top-Clubs im Wettbewerb. Wir lassen uns einfach überraschen.“ Zumal die Runde der letzten 16 noch weit weg ist.
Wichtig ist jetzt ausschließlich die Vorbereitung auf den TuS Ferndorf. Nach einem regenerativen Donnerstag ist die Mannschaft in den normalen Rhythmus zurückgekehrt, absolviert ihre Abschlusseinheit am heutigen Samstag, ehe es am Sonntag ernst wird. Gegen einen Gegner, der wie die Eintracht mit 6:2 Punkten gestartet ist und dabei einen sehr geschlossenen, guten Eindruck hinterlassen hat.
Einen „deutlichen Schritt nach vorne“ attestiert Pavel Prokopec den Siegerländern. „Vor allem ihr 7-gegen-6-Spiel und die körperliche Abwehr machen sie richtig gut.“ Lösungen für viele Sondersituationen sind also vor allem gefragt und eine Attitüde, die der TuS qua sportlicher DNA mit nach Hagen bringen wird: die absolute Bereitschaft, in diesem Derby eben jene Prozentpunkte mehr zu investieren.
„Wenn wir hochkonzentriert sind und bereit, alles zu investieren, dann werden wir es zusammen mit den Fans schaffen. Die Unterstützung in Köln war wieder klasse und hat sehr geholfen. Danke dafür!“, wünscht sich der Eintracht-Coach im Duell mit dem Ex-Club von Torhüter Jonas Wilde eine krachend laute Ischelandhalle.
Der Spielberichtsbogen wird das gewohnte Eintracht-Team der letzten Tage ausweisen. Tilman Pröhl und Tim Düren fehlen, der Rest des Teams ist trotz der einen oder anderen nicht allzu schwerwiegenden Blessur an Bord.
Matchfacts:
- Das erste Südwestfalenderby der laufenden Saison gegen den TuS Ferndorf wird am Sonntag um 18 Uhr in der Ischelandhalle angepfiffen.
- Angesetzte Schiedsrichter sind Moritz Hartmann und Nils Hennekes aus Dortmund bzw. Gütersloh.
- Es gibt noch Tickets für den Stehplatzbereich („Heuboden“) und die zum Teil sichtbehinderten Hintertorplätze. Nutzt bitte den Online-Vorverkauf.
- Die Partie wird live bei DYN übertragen. Kommentator Andreas Klement und sein „Co“ Patrick Jokisch melden sich ab ca. 17.45 Uhr aus der Ischelandhalle.










