Pavel Prokopec zeigt es an: Dort oben, genauer: an der Tabellenspitze, möchte die Eintracht gerne noch ein bisschen bleiben. Am Samstag geht es gegen den TV Großwallstadt.

Am Samstag beginnt die Jagd auf den Tabellenführer aus Hagen

Das letzte spielfreie Wochenende des Jahres ist Geschichte, seit Montag befindet sich die Eintracht wieder im normalen Meisterschaftsrhythmus. Beginnend mit dem samstäglichen Heimspiel gegen den TV Großwallstadt (18 Uhr, Ischelandhalle) wartet auf den aktuellen Tabellenführer und alle anderen 17 Clubs der 2. HBL ein hartes Restprogramm. Acht Spiele stehen bis zum Jahres-, das gleichzeitig Hinrundenende ist, noch auf dem Programm, ehe es in die EM-Pause geht. Acht Spiele, in denen viel passieren kann und in denen erste Weichen gestellt werden.

Das Mittwochabend-Programm von Eintracht-Chefcoach Pavel Prokopec wurde derweil vorgegeben vom Spielplan des DHB-Pokals. Im Achtelfinale traf Samtags-Gegner TV Großwallstadt auf niemand Geringeren als den SC Magdeburg. Dass sich die Wiegert-Truppe in der Untermainhalle in Elsenfeld vor toller Kulisse von 2.500 Zuschauern mit 45:27 (23:11) durchsetzte - das war natürlich erwartbar. Aber bringt solch eine Partie auch einen Erkenntnisgewinn für den Arbeitsalltag in der 2. HBL? - „Auf jeden Fall“, sagt Pavel Prokopec, „Großwallstadt hat im Vergleich zum vergangenen Jahr eine gute Entwicklung genommen.“ 

Konkret meint Prokopec, der als Aktiver in der Saison 2014/15 selbst das TVG-Trikot trug und danach zur Eintracht wechselte, das Tempospiel. „Deutlich verbessert“, lautet das Urteil über den Tabellensiebten (11:7 Punkte). Ganz Ähnliches gelte auch für die Kooperation zwischen Rückraum- und Kreisspielern und die vor allem aus der Distanz mehrfach wurfgefährlich besetzte Rückraumlinks-Position. „Daran sieht man schon: Wir bekommen wieder Aufgaben zu lösen“, schmunzelt der Eintracht-Coach, doch wer Prokopec kennt, der weiß, dass gerade dieses Einstellen auf neue Situationen, dieses Basteln an vielen kleinen Details, aus denen dann ein erfolgreiches Ganzes wird, dem 45-Jährigen so richtig Spaß macht.

Spaß ist ein gutes Stichwort: Den hat - wen wundert's nach der Übernahme der Tabellenführung durch den Sieg in Krefeld - natürlich auch die Mannschaft. Die vier Tage übers verlängerte Wochenende ohne Mannschaftstraining wurden zur Regeneration genutzt, so mancher Spieler stattete zudem der Heimat einen Kurzbesuch ab. „Die Jungs haben es genossen. Das ist gut so“, so Prokopec.

Denn ab sofort wartet harte Arbeit gegen jede Menge Top-Gegner. Alleine der Blick auf die noch ausstehenden Heimspiele zeigt, dass sich der Liga-Primus aus Hagen vielen Angriffen wird erwehren müssen. Nach dem Großwallstadt-Spiel stellen sich in dieser Reihenfolge die SG BBM Bietigheim (29. November), HBW Balingen-Weilstetten (12. Dezember) und der 1. VfL Potsdam (26. Dezember) in der „Ische“ vor. Für diese drei Spiele gibt es übrigens eine „Minidauerkarte“ mit 33 Prozent Preisnachlass. Zum Preis für zwei Begegnungen enthält dieses Ticket alle drei Partien. Gedacht ist diese Aktion als Dankeschön für die tolle Fan-Unterstützung. Mehr Preisnachlass geht nun wirklich nicht. Hier geht es direkt zur Buchung.

Die Situation für die Eintracht ist klar. Alle jagen den Tabellenführer. Und der will seine Position natürlich so lange wie möglich verteidigen. In dem Wissen, „dass wir uns unsere Position an jedem Spieltag neu erarbeiten müssen“, wie es Pavel Prokopec formuliert. „Das muss jedem klar sein, alleine geht in dieser Lage gar nichts.“

Um bestmöglich vorbereitet zu sein, hat die Eintracht in der zu Ende gehenden Trainingswoche natürlich das Krefeld-Spiel aufgearbeitet, sich um die Stärken und mögliche Schwächen des TVG gekümmert und viele weitere Details in den Fokus genommen - unter anderem Maßnahmen gegen mit sieben Feldspielern angreifende Gegner. „Denn das wird häufiger kommen jetzt“, vermutet Pavel Prokopec. Der Coach konnte dabei aus dem Vollen schöpfen, „alle Mann an Bord“ lautete die Devise. Außer natürlich Max Öhler: Der Spielmacher fällt mit seiner Schulterverletzung weiterhin aus, während sich Maurice Paske (Rücken) wieder im Aufbautraining befindet.


Für das Spiel gegen den TV Großwallstadt (Samstag, 18 Uhr, Ischelandhalle) gibt es nur noch wenige Sitzplatzkarten. Nutzt bitte auf jeden Fall den Online-Vorverkauf, wir gehen davon aus, dass am Samstag an der Abendkasse keine Sitzplätze mehr verfügbar sind. Stehplatzkarten (= Heuboden) gibt es noch in ausreichender Anzahl. Wer es nicht in die Ischelandhalle schafft: DYN überträgt die Partie live. Ab ca. 17.45 Uhr meldet sich Kommentator Dirk Müller direkt aus der Halle. Hier geht es zum Abo.