Grüße von Island senden Emilía, Hakon und Ástrós Stella.

Haki ist Papa geworden - und sie heißt Ástrós Stella

Manche Nachrichten kommen mit einer kleinen Verzögerung. Aber manche sind es wert, zu warten. Am 3. April 2026 ist Hakon Styrmisson zum ersten Mal Vater geworden. Seine Frau Emilía brachte eine gesunde Tochter zur Welt – 51 Zentimeter groß, 3.955 Gramm schwer und, daran besteht kein Zweifel, schon jetzt der wertvollste Neuzugang in der Familie Styrmisson.

Auf Island, wo die kleine Familie zuhause ist und wo die Großeltern nicht weit sind. Genauso, wie Hakon und Emilía es sich gewünscht hatten, als sie im vergangenen Jahr die Entscheidung trafen, Hagen zu verlassen.

Wir erinnern uns: Am 2. Weihnachtsfeiertag verabschiedete sich der „Island-Blitz“ von der Ischelandhalle – und von einem Verein, dem er in seiner Zeit als Linksaußen so viel gegeben hatte. 113 Tore in 17 Spielen der Hinrunde 2025/26, eine Wurfquote von 76,87 Prozent – Zahlen, die für sich sprechen. Und unvergessen natürlich: jenes märchenhafte Spiel im März 2024 gegen Lübeck-Schwartau, als Hakon Styrmisson 17 Tore erzielte – Vereinsrekord, für die Ewigkeit. Wer so trifft, der hinterlässt eine Lücke. Aber wer so geht – offen, dankbar, mit Respekt für alle Seiten –, der hinterlässt vor allem einen bleibenden Eindruck als Mensch.

Das Licht in der Halle war gedimmt, als Hallensprecher Thorsten Barteldrees ein letztes Mal seinen Namen ins Mikrofon schmetterte. Ein paar Tränen rollten an jenem Abend einige Wangen hinunter. „Wir vermissen Dich schon jetzt“, hatte die „Auswärts dabei“-Gruppe damals gesagt. Heute lässt sich hinzufügen: Das gilt immer noch.

Und nun also der Name. Ástrós Stella Hákonardóttir.

Wer Island kennt, weiß: Dort nehmen sich Eltern bewusst Zeit für diesen Moment. Das isländische Namensrecht sieht vor, dass Neugeborene nicht sofort einen offiziellen Vornamen erhalten müssen – die Eltern haben mehrere Wochen Zeit, den Namen zu wählen und eintragen zu lassen. Eine schöne Tradition, die dem Moment das Gewicht gibt, das er verdient. Der Name ist kein Etikett, sondern eine Entscheidung.

Und die Entscheidung fiel auf Ástrós Stella - „Ástrós“ bedeutet im Isländischen so viel wie „geliebte Rose“, Stella ist das lateinische Wort für Stern. Der Nachname Hákonardóttir folgt der isländischen Tradition: Tochter des Hakon.

Bevor die Welt von dem Namen erfuhr, gab es vier Menschen, die ihn kannten: Hakon, Emilía – und Detlef und Uschi Spruth. Eintracht-Präsident Detlef Spruth und seine Frau waren die Ersten außerhalb der kleinen Familie, denen Hakon die Nachricht anvertraute. Eine Geste, die zeigt, was in Hagen gewachsen ist: mehr als ein Arbeitsverhältnis, mehr als ein Vertrag. Eine echte Verbindung.

Detlef Spruth hatte einmal gesagt, in seiner Brust schlügen zwei Herzen, als es darum ging, Hakons Bitte nach vorzeitiger Vertragsauflösung zu entsprechen. Das eine Herz des Vereinspräsidenten, der einen seiner besten Spieler ungern ziehen lässt. Das andere Herz des Menschen, dem klar war: Hier gibt es keine andere Antwort als Ja. „Bei solch einer Konstellation können wir uns als Verein diesem Wunsch nicht verweigern“, hatte er damals gesagt. Jetzt, da ein kleines Mädchen namens Ástrós Stella auf der Welt ist, weiß man: Die Entscheidung war die richtige.

Hakon Styrmisson kämpfte sich nach zwei Kreuzbandrissen zurück, traf wie kaum ein anderer und ging als Lieblingsspieler vieler Fans. Jetzt ist er Papa. Und irgendwo auf Island schaut ein kleines Mädchen mit einem wunderschönen Namen in die Welt.

Herzlichen Glückwunsch, Hakon und Emilía. Die Eintracht-Familie freut sich mit Euch!