Startaufstellung Eintracht: Pascal Bochmann (TW) - Josip Jukic (LA), Pouya Norouzi (RL), Juan de la Pena (RM), Jan von Boenigk (RR), Pierre Busch (RA), Philip Jungemann (KS)
Begonnen hatte der Spieltag früh mit zwei wenig erfreulichen Personalien. Tim Dürens Fußblessur ließ, anders als erhofft, doch keinen Einsatz zu. Und auch Youngster Linus Kutz musste aufgrund von Rückenbeschwerden kurzfristig passen. Ben Srugies wurde somit neben Niklas Pfalzer der zweite U23-Nachrücker im Eintracht-Kader.
Das erste Tor der gesamten Zweitliga-Saison, es ging auf das Konto von Pouya Norouzi – und zwar genau nach zwei Minuten und 26 Sekunden. Deutlich länger dauerte es auf der Gegenseite. Weil die Eintracht vom Start weg engagiert verteidigte – mit Juan de la Peña auf der Spitze der gewohnt flexiblen 5:1-/3:2:1-Mischform – stand die Null satte fünfeinhalb Minuten.
Ganz früh stellte ASV-Coach Jamal Naji auf den siebten Feldspieler um und bat nach gerade einmal sechseinhalb Minuten zur ersten Auszeit. Vier Norouzi-Treffer, ein Jukic-Gegenstoß, drei Bochmann-Paraden und besagte Hagener Abwehrstärke hatten zu dieser Maßnahme geführt, die aber allenfalls punktuell griff. Der nun im 6:0-System verteidigenden Eintracht gelangen weiter Ballgewinne, während vorne die Achse de la Peña/Norouzi immer wieder erfolgreich die Schnittstellen der ASV-Abwehr öffnete. 11:3 hieß es nach gerade einmal 13 Minuten für die Grün-Gelben. Der Hagener Kolonie in der gut gefüllten Westpress-Arena gefiel's…
Nach einer Viertelstunde gönnte Pavel Prokopec Pouya Norouzi ein erstes Päuschen. Sieben Treffer aus acht Versuchen hatte der Rückraumlinke bis dato bereits beigesteuert. Und der Hagener Vorsprung wuchs weiter. Nicht mehr so schnell wie zum Start, aber die Eintracht dominierte trotz einiger Wechsel weiter. 19:9 hieß es zum Pausenpfiff der Unparteiischen Rick Herrmann/Fabian Friedel, die eine sehr berechenbare, wohltuend unaufgeregte Linie an den Tag legten.
Mit einem unabsichtlichen Jukic-Assist für den ersten ASV-Treffer und einer Colodeti-Parade gegen Norouzi begann die zweite Halbzeit. Startschuss für einen Wendepunkt? – Mitnichten. Die Eintracht startete in exakt derselben Formation wie zu Beginn und blieb hochkonzentriert. Klare Marschroute: nicht nachlassen!
Nach 40 Minuten traf Josip Jukic nach ganz feinem Bochmann-Langpass per Kempa ins leere Hammer Tor, kurz danach Philip Jungemann via Innenpfosten zum 27:12 (40.). Nächste Auszeit Hamm und die Erkenntnis, dass der Saisonstart ein gelungener sein würde für die Eintracht gegen einen Aufsteiger, dem die Verunsicherung bisweilen überdeutlich anzumerken war.
Während nach 50 Minuten, 15 Paraden und einer Fangquote von satten 45 Prozent der Arbeitstag von Pascal Bochmann im Eintracht-Tor zu Ende war, Jonas Wilde auch gleich die Hütte abschloss und seine Vorderleute das Gaspedal zum Schlussspurt nochmal eben bis zum Bodenblech durchtraten, hatten die Eintracht-Fans längst in den Feiermodus geschaltet. Treffer Nummer 40 ging aufs Konto von Luca Richter, den Schlusspunkt setzte Freddy Puls mit dem fünften Treffer im fünften Versuch. Und dann ging's zügig vor Block M zu den Fans. Die waren natürlich hocherfreut über die Leistung ihrer Mannschaft, die für diesen frühen Zeitpunkt einen sehr kompakten Eindruck hinterlassen hatte, den es nun beim Summer-Game 2.0 am Sonntag kommender Woche gegen den HSC 2000 Coburg zu bestätigen gilt.
ASV: Colodeti (8 Paraden/24 Prozent), Makus (3/27) – Huesmann, Horvath-Garaba, van de Vreede (1), Böttcher, Machner (4/1), Kreiselmaier (1), Voeing (2), Mühlhauser (2), Klinge (2), Firnhaber (3), Bornemann (2), Krawczyk (2), Öhler, Jacobs (4)
Eintracht: Bochmann (15/45), Wilde (3/43) – Srugies, Genz (2), Norouzi (8), Puls (5), de la Peña (5), Israel (1), Pfalzer (2), Jungemann (2), Kraus (2), Jukic (2), Richter (4), Busch (3/1), von Boenigk (5)
Schiedsrichter: Rick Herrmann/Fabian Friedel (Zschorlau/Leipzig)
Zeitstrafen: ASV 4, Eintracht 1
Siebenmeter: ASV 1/2 (verworfen: Machner), Eintracht 1/1
Zuschauer: 1.911
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