Ob es die schwierigste Aufgabe des anspruchsvollen Hagener Startprogramms ist? - Schwer zu sagen angesichts der enormen Leistungsdichte der Liga. Eintracht-Trainer Pavel Prokopec jedenfalls spricht mit viel Respekt von den Mittelhessen. „Die Platzierung von Hüttenberg ist kein Zufall“, sagt der tschechische Ex-Nationalspieler auf der Hagener Bank, „sie sind letztes Jahr beinahe aufgestiegen, haben eine sehr eingespielte Mannschaft und sind vor allem in eigener Halle mit den Zuschauern im Rücken schwer zu bespielen.“
Das Zauberwort, um in dieser Gemengelage zu bestehen, heißt „Disziplin“. Die wird vor allem deshalb enorm wichtig sein, weil das sehr offensive Hüttenberger Abwehrsystem darauf ausgelegt ist, den Gegner zu unüberlegten, fehlerbehafteten Handlungen zu zwingen. „Sie versuchen, einem den Anlauf zu nehmen und den Gegner ins Prellen zu zwingen“, nennt Prokopec nur zwei der möglichen Fehlerquellen, die auftauchen können, ja werden.
Dass die Eintracht noch lieber mit einem 8:0-Punktekonto die A45 hinunter nach Hessen gefahren wäre, ist klar. Doch im Duell mit dem HC Elbflorenz lief es unterm Strich nicht so glatt wie am Reißbrett geplant. „Viele Kleinigkeiten haben nicht funktioniert. Das summiert sich dann“, blickt Pavel Prokopec zurück auf einen torreichen Handball-Abend, an dem die Hagener Primärtugend - die Abwehr - gegen einen starken Kontrahenten einige Schwankungen aufwies. „Sebastian Greß macht das natürlich überragend, außerdem verwirft Elbflorenz keinen Siebenmeter und schließt von Außen sehr sicher ab“, analysiert Prokopec, „und auch, wenn wir selbst viele Tore machen, haben wir im Abschluss noch Luft nach oben…“
Die Aufarbeitung der ersten Saisonniederlage ist derweil abgeschlossen, der Blick geht nach vorne auf ein Spiel, das die erste „englische Woche“ der Saison einleitet. Am Mittwoch, 1. Oktober, folgt mit dem DHB-Pokalspiel gegen den TBV Lemgo Lippe ein echtes Highlight, vier Tage später kommt es ebenfalls in der Ischelandhalle zum „Westderby“ gegen TuSEM Essen. Doch das sind die Gegner von übermorgen und überübermorgen. Noch keinen einzigen Gedanken habe er an Lemgo und Essen verschwendet, bekennt Prokopec. „Unser Fokus ist Hüttenberg. Denn das wird schwer genug!“
Personal-Update: so erfreulich kurz wie schon in den Vorwochen. Alle Mann sind einsatzbereit, es läuft der Kader der Vorwoche auf.
Wer die Eintracht ins Sportzentrum Hüttenberg begleiten möchte: Hier gibt es Restkarten im Online-Vorverkauf. Außerdem wird die Partie natürlich beim Streamingdienst DYN übertragen. Die Übertragung beginnt gegen 17.45 Uhr. Hier geht es direkt zum Stream.










