Hintergrund: Bei Michael Neß laufen Jahr für Jahr die Fäden zusammen, wenn es um die Finanzen des Profibereichs der Eintracht geht. Akribie, vorausschauendes Handeln, Seriosität in der Erledigung der Aufgaben und der Beurteilung der Sachverhalte: Das sind die Attribute, an denen sich die Eintracht messen lassen muss.
Dazu gehört auch, dass Neß alle Eventualitäten im Blick hat. Heißt: Die Eintracht hatte vorsichtshalber natürlich auch einen Lizenzantrag für die 1. Bundesliga gestellt. Dazu, so viel ist inzwischen nahezu sicher, wird es nicht kommen. Gleichwohl hätten die Grün-Gelben auch die für einen Aufstieg notwendigen Bedingungen erfüllt.
„Ich freue mich, einen Teil zu unserem Erfolg beitragen zu können“, sagt Michael Neß in aller Bescheidenheit. Klassisches Understatement nennt man diese Feststellung wohl…
Die Eintracht befindet sich bei der positiven Beurteilung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit übrigens in guter Gesellschaft. Die unabhängige Lizenzierungskommission der HBL hat allen 36 Bewerbern – natürlich in Abhängigkeit von der sportlichen Qualifikation – die Lizenz für die Saison 2026/27 erteilt.
Die bereits im vorjährigen Lizenzierungsverfahren attestierte wirtschaftliche Stabilität der Handball-Bundesligisten habe sich trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Situation weiter verbessert, heißt es in einer Pressemitteilung von heute. Demnach gab es keine negativen Lizenzentscheidungen, nur durch einige wenige Clubs seien im Verlauf der kommenden Spielzeit Auflagen zu erfüllen, was zeige, dass die Bundesligisten insgesamt auf einem sehr guten Weg seien.
Der Vorsitzende der Lizenzierungskommission, Rolf Nottmeier, stellte heraus, dass der durch die Ordnung zur Lizenzierung vorgeschriebene Abbau von negativem bilanziellen Eigenkapital durch die Clubs konsequent fortgesetzt worden ist.
Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens wird die finanzielle Leistungsfähigkeit der Vereine überprüft. Ebenfalls überprüft werden infrastrukturelle und rechtliche Kriterien. Das Lizenzierungsverfahren sichert dem deutschen Profihandball wirtschaftliche Stabilität, einen fairen Wettbewerb und Integrität.
Der Lizenzierungskommission gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier (Direktor des Arbeitsgerichts Minden) Olaf Rittmeier (Steuerberater), Frank Bohmann (HBL-Geschäftsführer) und Mattes Rogowski (HBL-Geschäftsleitung Sport & Lizenzen) an. Unterstützt wird die Kommission durch Marie Küppers (Managerin Spielorganisation, Sportentwicklung, Lizenzierung HBL GmbH).
Die Lizenzentscheide für Aufsteiger aus den 3. Ligen in die 2. HBL werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.










