Voll fokussiert wollen Linus Kutz und die Eintracht auch das Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen in Angriff nehmen.

Fokussierte Eintracht will im Montags-Spiel die nächsten beiden Punkte

Der langen Trainingswoche folgt eine kurze. Mit dem Montags-Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen (19.30 Uhr, Ischelandhalle), gefolgt nur vier Tage später von der Auswärtsfahrt zu Aufsteiger HSG Krefeld Niederrhein, bieten sich der Eintracht weitere Chancen, ihren Platz in der Spitzengruppe der Liga zu festigen.

Doch eins nach dem anderen. „Es klingt zwar wie eine Phrase, ist es aber nicht. Wir schauen wirklich nur auf den nächsten Gegner und nicht darauf, was in ein paar Wochen sein könnte“, spielt für Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec die absolute Fokussierung auf die nächste Aufgabe eine gleichbleibend wichtige Rolle.

Deshalb hält der Coach der Grün-Gelben auch wenig bis nichts davon, Hochrechnungen anzustellen oder gar Ziele anzupassen. „Wir wissen ganz genau, dass jeder Gegner in dieser Liga gefährlich werden kann. Es sind in vielen Spielen ein paar Kleinigkeiten, die den Unterschied machen“, so Prokopec, der die Eulen beim Nachholspiel am Donnerstagabend daheim gegen HBW Balingen-Weilstetten natürlich zum wiederholten Mal unter die Lupe genommen hat. Mit 31:21 setzte sich der Titelmitfavorit aus Balingen durch. „Für meine Begriffe zu hoch. So deutlich war es nicht“, sagt Prokopec in der Retrospektive.

Ohnehin sind die Ludwigshafener aktuell im Umbruch. Für den im September von seinen Aufgaben entbundenen Trainer Johannes Wohlrab hat inzwischen Michael Haaß übernommen. Der 2007er-Weltmeister hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027 unterschrieben und feierte am Donnerstag seine Premiere auf der Eulen-Bank.

Dass der neue Coach Anpassungen vornehmen wird, liegt in der Natur der Sache. „Wir werden den Handball nicht neu erfinden, aber versuchen, eine neue Sicht der Dinge zu entwickeln.“ In der Haaß'schen Handballphilosophie dürfte das eine deutliche Verschärfung des Tempos bedeuten - mit der ohnehin schon kompakten Abwehr als Basis, wo Ex-Eintrachtler Freddy Stüber ebenso wie in der Offensive eine tragende Rolle spielt. Allerdings gab es für die Eulen am Donnerstagabend einen empfindlichen Rückschlag in personeller Hinsicht. Spielmacher Vincent Bülow, erfahrener „Kopf“ der Mannschaft, erlitt in der 40. Minute beim Sturz auf den Hallenboden eine Sprengung des Schultereckgelenks. Eine Verletzung, die operativ behandelt werden muss und eine entsprechend lange Zwangspause nach sich ziehen wird. 

Stichwort Schulterverletzung, wenn auch nicht ganz so schwer: Wie bereits vor Ort beim Auswärtsspiel in Backnang befürchtet, wird bei der Eintracht Max Öhler ausfallen. Es ist die erste verletzungsbedingte Lücke im Eintracht-Kader seit Saisonbeginn, die indes gleich doppelt besetzt ist. Auch Torhüter Maurice Paske (Rücken) ist erneut nicht einsatzfähig. Den freien Platz in der Reihe der Feldspieler soll Alexander Knak aus der U23 einnehmen.

Zwei Ausfälle, die die Eintracht mit ihrem qualitativ breiten Kader auffangen will. Die zurückliegende Trainingswoche bezeichnete Pavel Prokopec trotz geschrumpfter Personaldecke als „gut und konzentriert“, allerdings ist die Woche aufgrund des Montag-Termins noch nicht beendet. Am Samstag stand eine Doppelschicht (Athletik/Halle) auf dem Programm, am heutigen Sonntag dann das Abschlusstraining in der Halle. Stellschrauben waren unter anderem die relativ hohe Zahl der Gegentore in Backnang, wenngleich in diese Betrachtung natürlich der Umstand einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Angriffen einfließen muss. 

So gilt unterm Strich: Die Stimmung im Team ist gut, aber nicht euphorisch - wichtige Grundzutaten, um weiter in der Erfolgsspur zu bleiben…


Für das Montags-Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen (Anwurf: 19.30 Uhr, Ischelandhalle) gibt es noch Tickets in allen Kategorien. Wichtiger Hinweis für Dauerkarten-Inhaber: Es besteht im Rahmen der “Bring-a-Friend”-Aktion die Möglichkeit, im Online-Shop oder an der Abendkasse zu jeder Dauerkarte ein Gratis-Stehplatzticket hinzuzubuchen. Wer es nicht in die Halle schafft: DYN überträgt wieder live. Ab ca. 19.15 Uhr meldet sich Kommentator Dirk Müller aus der Ischelandhalle. Hier geht es direkt zum Stream.