Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge geht die Reise von Pierre Busch und Kollegen am Samstag nach Lübbecke.

Beim Hüttenberg-Bezwinger zurück in die Erfolgsspur?

Die Situation ist neu - zumindest mit Blick auf diese Saison. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie will der VfL Eintracht Hagen am Samstag (18 Uhr, Merkur-Arena) zurück in die Erfolgsspur finden. Die Grün-Gelben sind zu Gast beim TuS N-Lübbecke.

Rein tabellarisch gesehen scheint die Eintracht die Fahrt nach Ostwestfalen als Favorit anzutreten, es gastiert der Tabellenvierte beim Rang-14. Doch Vorsicht: Wenn die vergangenen 13 Spieltage etwas gelehrt haben, dann die längst nicht mehr taufrische Erkenntnis, dass in dieser Liga eben ganz oft alles geht. Gut für die Fans. Anspruchsvoll für die Aktiven auf der Platte. Der TuS N-Lübbecke unterstrich das just am vergangenen Wochenende. Saisonübergreifend hatte der TV Hüttenberg 23 (!) Heimspiele nicht verloren - und dann kam der TuS. Gestützt auf eine immens sattelfeste Abwehr und einen ganz starken Torhüter Fredrik Genz beendeten die Nettelstedter die stolze Hüttenberger Serie mit einem 23:20-Sieg. Ein Ausrufezeichen!

Und natürlich Warnung für die Eintracht, die in der vergangenen Saison übrigens komplett leer ausging in beiden direkten Vergleichen, tunlichst alles reinzuwerfen in dieses Spiel, was das sportliche Portfolio hergibt. Dass die jüngste Heimniederlage gegen die SG BBM Bietigheim die Grün-Gelben natürlich noch einige Tage beschäftigt hat, liegt in der Natur der Sache. „Ja, Bietigheim war ein starker Gegner. Abgezockt und erfahren“, sagt Eintracht-Trainer Pavel Prokopec, „aber wir können auch solch eine Mannschaft schlagen. Dann müssen allerdings alle Leistungsträger am Optimum funktionieren. Das war nicht der Fall.“

Speziell die effizienten Bietigheimer Übergänge aus dem Rückraum waren dem Eintracht-Coach ein Dorn im Auge. „Wir haben darüber gesprochen. Das darf in dieser Häufigkeit nicht mehr vorkommen.“ Auch nicht in Lübbecke. Die Eintracht hat sich vorbereitet auf eine präsente TuS-Abwehr, gegen die es deutlich weniger Angriffe gegen dürfte als in klassischen „Run-and-Gun”-Spielen. Entsprechend niedrig muss die Fehlerquote gehalten werden.

Die Gastgeber ihrerseits gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie. „Wir hatten in Hüttenberg eine Präsenz, wie ich sie mir wünsche“, zeigte sich TuS-Coach Davor Dominikovic, der erst im vergangenen Monat von Piotr Przybecki übernommen hatte, hochzufrieden mit dem Auftritt seiner neuen Mannschaft. Der kroatische Ex-Profi mit viel internationaler Erfahrung kennt die Eintracht aus seiner Zeit beim TuS Vinnhorst, den er bis in die 2. Liga führte. Dass Hagen direkt auf Hüttenberg folgt, ist dem TuS-Coach durchaus recht. „Hagen spielt eine ähnlich offensive Abwehr. Da können wir einiges aus dem Hüttenberg-Spiel mitnehmen“, so Dominikovic, der sich auf ein „50:50-Spiel“ freut.

Personell ändert sich nicht viel bei der Eintracht. Hinter dem Einsatz des zuletzt verletzt fehlenden Tim Düren steht ein Fragezeichen. Aus der U23 könnte mit Moritz Bökenkamp so ein weiterer Youngster aus dem eigenen „Stall“ seine Zweitliga-Premiere feiern. Der langzeitverletzte Max Öhler ist weiterhin nicht dabei.


Die Eintracht wird am Samstag von einem abermals bis auf den letzten Platz ausgebuchten Fanbus der rührigen „Auswärts dabei”-Gruppe begleitet. Der Bus startet um 14.45 Uhr ab Bushaltestelle Ischelandhalle. Wer die Eintracht mit dem Pkw begleiten möchte: Gespielt wird in der Merkur-Arena (Rote Mühle 1, Lübbecke). Tickets gibt es im Onlineshop des TuS N-Lübbecke. Wer es nicht in die Halle schafft: DYN überträgt natürlich live. Hier geht es direkt zum Stream und zum Winter-Deal von DYN (15 Euro/Monat).