In Sachen Nachhaltigkeit laufen alle Fäden bei Geschäftsstellenleiterin Sabrina Wulf zusammen. „Die Eintracht ist sich ihrer Verantwortung für künftige Generationen bewusst und handelt deshalb entsprechend umweltbewusst“, so die Nachhaltigkeitsbeauftragte, „aus diesem Grund liegt unser Fokus auf der Weiterentwicklung von innovativen und zukunftsfähigen Konzepten, um die Heimspieltage, die Auswärtsfahrten und den Büroalltag noch umweltfreundlicher zu gestalten.“ Klares Ziel sei, so Wulf, „dass unsere Fans unsere Veranstaltungen mit gutem Gewissen besuchen können und die Natur nicht darunter leiden muss.“ Zudem gehöre der soziale Aspekt maßgeblich zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit. Wulf: „Ein Heimspiel bietet die Möglichkeit, dass sich Menschen mit verschiedenen Hintergründen auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam ihre Leidenschaft und ihre Begeisterung für den Sport ausleben können.“ Genau wie der Handballsport sei die Nachhaltigkeit nur im Team zu leisten. „Die gesetzten Ziele können wir nur gemeinsam verwirklichen. Wir freuen uns auf die kommenden Projekte und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Fans“, so Wulf.
Trotz der deutlich gewachsenen Anforderungen hatten 34 von 36 Proficlubs aus der 1. und 2. Bundesliga das Nachhaltigkeitszertifikat 2026 beantragt. Nach Überprüfung durch den HBL-Zertifizierungsausschuss, der das Vergabeverfahren in Zusammenarbeit mit der Lizenzierungskommission verantwortet, wurde allen Anträgen stattgegeben.
Folgende Bundesligisten haben die verpflichtenden Nachweise erbracht und erhalten das Nachhaltigkeitszertifikat 2026:
DAIKIN Handball-Bundesliga (alphabetische Reihenfolge): Bergischer HC, Frisch Auf Göppingen, Füchse Berlin, GWD Minden, Handball Sport Verein Hamburg, HC Erlangen, HSG Wetzlar, MT Melsungen, Rhein-Neckar Löwen, SC DHfK Leipzig, SG Flensburg-Handewitt, TBV Lemgo Lippe, ThSV Eisenach, THW Kiel, TSV Hannover-Burgdorf, TVB Stuttgart, VfL Gummersbach
2. Handball-Bundesliga (alphabetische Reihenfolge): Dessau-Roßlauer HV 06, HBW Balingen-Weilstetten, HC Elbflorenz 2006, HC Oppenweiler/Backnang, HSC 2000 Coburg, HSG Krefeld Niederrhein, HSG Nordhorn-Lingen, Eulen Ludwigshafen, TSV Bayer Dormagen, TuS N-Lübbecke, TuSEM Essen, TV Großwallstadt, TV Hüttenberg, VfL Eintracht Hagen, VfL Lübeck-Schwartau, 1. VfL Potsdam, SG BBM Bietigheim
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie stellt jeder Club individuelle CO₂-Bilanzen auf, diese Bilanzen umfassen die Geschäftsstelen, Spielstätten und Trainingshallen.
Ein Hebel zur Emissionsreduktion liegt im Mobilitätsbereich: Auch im professionellen Handballsport fällt ein wesentlicher Teil der Emissionen im Bereich der Mobilität an. Die Mehrheit der Fans kommt nach wie vor mit dem Auto. Doch es gibt in den Handball-Bundesligen Ansätze für alternative Transportmöglichkeiten, etwa ÖPNV-Tickets, kombinierte Eintrittskarten, Busse oder Sonderzüge. Ein Schritt in die richtige Richtung, dennoch schärft die HBL auch auf diesem wichtigen Spielfeld die Kriterien für Clubs, die das Nachhaltigkeitszertifikat erhalten wollen – erstmals war eine Befragung der Fans zur Verkehrsmittelnutzung von Heim- und Auswärtsfahrten sowie eine Analyse des Reiseverhaltens verpflichtend.
Weil Kreislaufwirtschaft an Bedeutung gewinnt, war für den Sektor „Abfall und Zirkularität“ die Vorlage eines Berichts über Müllkennzahlen an Heimspieltagen und in der Geschäftsstelle verpflichtend. Die HBL ist 2024 mit der Schwarz-Gruppe eine strategische Partnerschaft eingegangen. PreZero, ein Unternehmen der Schwarz Gruppe, bringt seitdem seine Expertise in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Waste-Management ein, indem es die HBL bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten, insbesondere im Bereich der Kreislaufwirtschaft, unterstützt.
Soziales Engagement ist weiterhin Teil der Club-DNA. Von großer Bedeutung im Handball bleiben soziale Aspekte, wie Anti-Diskriminierung und -Rassismus. Vielfalt und Chancengleichheit stellen wichtige Themen dar, mit denen sich auch der Handball weiter und noch mehr beschäftigen wird. Auch im aktuell abgeschlossenen Prüfverfahren wurden von den Bundesligisten mehr als 100 soziale Projekte eingereicht.
Die Ordnung zur Erteilung des Nachhaltigkeitszertifikates ist hier einsehbar.










