Für Linus Kutz, Tim Düren und Kollegen zählen am Freitagabend gegen Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang nur zwei Punkte.

Eintracht-Ziel: Mit zwei weiteren Punkten und gutem Gefühl in die kurze Pause

Die Nationalmannschaftspause und damit ein wenig Abstand vom Liga-Alltag winken, doch bevor es so weit ist, hat der VfL Eintracht Hagen noch einmal 60 Minuten harte Arbeit zu absolvieren. Am Freitagabend (20 Uhr, Ischelandhalle) geht die Prokopec-Sieben als klarer Favorit in die Partie gegen Liga-Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang.

„Wir sind Favorit und wir nehmen diese Rolle an“, sagt Eintracht-Trainer Pavel Prokopec, „aber allen muss klar sein: Wenn man sich nicht clever anstellt oder zu wenig investiert, dann kann man auch so ein Spiel verlieren.“ Klare Worte vom Cheftrainer, der natürlich mit Macht vermeiden möchte, dass sich eine „Laissez-faire“-Einstellung einschleicht, was durchaus vorkommen kann, wenn auf den ersten Blick tabellarisch klare Ausgangspositionen herrschen.

Vorbereitet hat der tschechische Ex-Nationalspieler sein Team auf einen Gegner, der nach Prokopec' Beobachtung nach dem Trainerwechsel (der Portugiese Rui Silva übernahm zu Jahresbeginn, nachdem Aufstiegstrainer Stephan Juist im Herbst 2025 entlassen worden war) an Stabilität zugelegt hat. „Sie sind schon etwas rückraumlastig unterwegs“, analysiert Prokopec, „werfen gerne und viel aus dem Rückraum. Da wird es vor allem auf eine gute Kooperation zwischen Torhüter und Abwehr ankommen.“ Top-Shooter des Aufsteigers ist Timm Buck. Der Rückraumspieler liegt mit 123 Saisontoren auf dem dritten Rang der ligaweiten Torschützenliste. 

Ähnlich wie die Eintracht ist auch der Gast aus dem Rems-Murr-Kreis nicht sorgenfrei. Erst fiel Kapitän Jan Forstbauer mit einem Kreuzbandriss aus, dann Kreisläufer Lukas Süsser – und jüngst traf es auch noch Außen Martin Schmiedt. Bei der Eintracht fehlt weiterhin Max Öhler (Schulter), während hinter dem zuletzt ausgefallenen Routinier Niclas Pieczkowski noch ein ganz dickes Fragezeichen steht. Einige lockere Gehversuche unternahm „Pitsche“ in dieser Trainingswoche, ob es für einen (Kurz-)Einsatz reicht, ist indes mehr als ungewiss. Deshalb werden auf jeden Fall Jonas Queckenstedt und Moritz Bökenkamp aus der U23 das Aufgebot komplettieren.

Dass ein Schwerpunkt der Woche ein flexibles Angriffsspiel war – auch in der Variante mit zwei Kreisläufern –, daraus macht Pavel Prokopec kein Geheimnis. „Dieses Aufgabengebiet konnten wir im Januar verletzungsbedingt nicht bearbeiten, das holen wir jetzt nach.“ Sollten die Grün-Gelben, wie zwischenzeitlich in den vergangenen Wochen geschehen, mit sieben Feldspielern angreifen, bedarf es einer hohen Disziplin mit wenigen technischen Fehlern und eines guten Wechselmanagements, um möglichst wenige „empty net“-Gegentreffer zu kassieren.

Und ansonsten gilt: Die Eintracht will sich mit zwei weiteren Punkten in die kurze Pause verabschieden, in der für ein paar Tage das Individual- das Mannschaftstraining ablöst, ehe dann in 14 Tagen beim Auswärtsspiel in Ludwigshafen der März punktemäßig veredelt werden soll. Aber so weit ist es noch nicht. Wichtig ist zunächst nur das Spiel gegen den HC Oppenweiler/Backnang. Und sonst nichts.


Nächstes Freitagsspiel für die Eintracht: Anpfiff der Begegnung gegen den HC Oppenweiler/Backnang ist um 20 Uhr in der Ischelandhalle. Die Hintertortribünen sind nicht geöffnet, das heißt: Einlass ist ab 19 Uhr. Es gibt noch Tickets im Online-Vorverkauf und an der Abendkasse.

Wer es nicht in die Halle schafft: DYN überträgt ab ca. 19.45 Uhr live. Hier geht es direkt zum Stream.