Jeder dieser Faktoren ist schon für sich genommen ein Grund, der Ischelandhalle einen Besuch abzustatten, zumal es beim Palapa-Weihnachtsspiel zusätzlich noch jede Menge Sonderaktionen gibt. Aber alle zusammen? - Ein Muss, auch unter dem Aspekt, dass der komplette Januar aufgrund der Europameisterschaft zumindest vor Ort handballfrei bleibt.
Derweil bereiten sich die Grün-Gelben gewohnt professionell auf den Spieltag vor. Am 23. Dezember wurde letztmalig vor dem Fest trainiert, Heiligabend war frei, aber schon am heutigen 1. Weihnachtsfeiertag ging es weiter. Heißt: Ein Teil des Teams machte reichlich Autobahn-Kilometer, um am 24. Dezember bei der Familie zu sein. Vom Westen in den Norden, Süden, Osten der Republik - das mussten einige Spieler auf sich nehmen.
„Wir versuchen, das Spiel trotzdem so zu behandeln, dass es wie immer ist“, sagt Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec. „Es geht um zwei Punkte - nicht mehr, nicht weniger. Weihnachten spielt da keine Rolle.“ Dass der Styrmission-Abschied dem Nachmittag dennoch einen außergewöhnlichen Charakter verleiht - das verhehlt auch Pavel Prokopec nicht. „Ein unheimlich positiver Mensch. Auf dem Spielfeld und daneben. Er wird uns mächtig fehlen…“ Zeit für Wehmut ist freilich erst nach dem Schlusspfiff. Dann steht der große Abschied auf dem Programm, im Idealfall natürlich mit einem Sieg im Gepäck.
Das freilich wird eine richtig harte Aufgabe. Der Bundesliga-Absteiger stürzte unlängst die SG BBM Bietigheim von der Tabellenspitze, befindet sich in guter Verfassung. Der österreichische Nationalspieler Markus Mahr hat seine Schulterverletzung aus dem Krefeld-Spiel Anfang November auskuriert, im linken Rückraum trifft zudem der italienische Nationalspieler Marco Mengon zuverlässig, auf Rechtsaußen gilt Ähnliches für Tim Hildenbrand.
„Potsdam geht 60 Minuten lang extrem hohes Tempo“, sagt Pavel Prokopec, der reichlich Arbeit auf die Eintracht-Abwehr zukommen sieht. Und gerade die „Abteilung Torverhinderung“ hatte zuletzt in Lübeck ihre Probleme. „34 Tore vorne sind in Ordnung, obwohl wir immer noch einige Bälle unnötig abgeben“, befand Prokopec in der Rückschau, „aber hinten bekommen wir zu wenig Zugriff. Das betrifft Abwehr und Torhüter gleichermaßen.“
Und so gilt für die Grün-Gelben das, was unlängst auch beim Heimauftritt gegen HBW Balingen-Weilstetten galt: Die Mannschaft muss die Halle „mitnehmen“, muss Leidenschaft vorleben, um gleiches auch auf den Rängen zu erzeugen. Wenn dann etwas schiefgeht - geschenkt.
Personell gibt es bei den Grün-Gelben keine Änderung im Vergleich zur Vorwoche. Es spielt derselbe Kader, der auch in Lübeck aufgelaufen ist.
Das Spiel gegen den 1. VfL Potsdam ist das Palapa-Weihnachtsspiel. Alle Sonderaktionen rund um diese Partie haben wir hier für Euch kompakt zusammengefasst. Ticket-Update: Beide Haupttribünen sind ausverkauft, es gibt noch Sitzplätze hinter beiden Toren und Stehplätze auf dem „Heuboden“. Nutzt den Online-Vorverkauf oder die Abendkasse. Wer es nicht in die Halle schafft: DYN überträgt ab 14.15 Uhr live. Hier geht es direkt zum Stream.










