Kurz vor der schweren Verletzung am vergangenen Samstag: Tilman Pröhl im Kampf um den Ball.

Eintracht-Schock: Tilman Pröhl erleidet Kreuzbandriss

Die ersten "Worst-Case"-Befürchtungen haben sich bestätigt: Eintracht-Kreisläufer Tilman Pröhl hat sich im Testspiel gegen die HSG Krefeld Niederrhein am vergangenen Samstag einen Kreuzbandriss zugezogen. Eine MRT-Untersuchung im Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke in dieser Woche untermauerte nun den Verdacht. Die entstandene Lücke im Kader soll intern aufgefüllt werden.

Nach 25 Minuten war das linke Knie des Vize-Kapitäns der Eintracht nach einem Zweikampf „durchgeschlagen“. Eine Aktion, der das Kreuzband nicht standhielt. „Das Positive ist, dass Meniskus und Knorpel wohl nichts abbekommen haben“, berichtet Pröhl von den weitergehenden Untersuchungen beim medizinischen Eintracht-Partner, dem Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke, in den vergangenen Tagen. Endgültige Gewissheit darüber wird aber erst die notwendige Operation geben, die in ca. zwei Wochen stattfinden soll.

„Realistischerweise muss man wahrscheinlich davon ausgehen, dass die Saison für Tilman beendet ist“, sagt Eintracht-Geschäftsführer Fynn Holpert. Die entstandene Lücke im Aufgebot wollen die Grün-Gelben intern nachbesetzen. „Dafür haben wir talentierte Spieler in der U23 und in der U19“, so Holpert. Ab sofort rückt somit Niklas Pfalzer aus der Drittliga-U23 in den Zweitliga-Kader auf. 

Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec macht keinen Hehl daraus, dass der langfristige Ausfall Pröhls die Mannschaft hart trifft. „Das wiegt schwer. Uns fällt damit ein Leistungsträger aus“, so Prokopec, „wir können jetzt nur die Daumen drücken, dass bei der OP alles glatt läuft, und werden Tilman natürlich die größtmögliche Unterstützung in der anschließenden Reha geben.“