Startaufstellung Eintracht: Pascal Bochmann (TW) - Hakon Styrmisson (LA), Pouya Norouzi (RL), Niclas Pieczkowski (RM), Jan von Boenigk (RR), Pierre Busch (RA), Philip Jungemann (KS)
Eine kleine Änderung hatte sich kurzfristig in der Startaufstellung der Eintracht ergeben: Linksaußen Josip Jukic (krank) musste passen, für ihn rückte Benedikt Israel ins Aufgebot. Das allerdings war im Vergleich zum Gast allenfalls eine Bagatelle. Denn: Der TBV muss auf unbestimmte Zeit auf seinen Neuzugang Jan Mudrow verzichten. Der hochtalentierte Spielmacher (18) hatte sich beim Wartburg-Cup in Eisenach im Spiel gegen den dänischen Erstligisten Skanderborg Handbold einen Kreuzbandriss zugezogen. Eine ganz bittere Nachricht…
Zum Spiel: Pavel Prokopec schickte exakt dieselbe Startaufstellung ins Rennen wie vor Wochenfrist im DHB-Pokal-Erstrundenspiel beim HC Empor Rostock. Und gleich noch eine Parallele: Der erste Treffer des Abends ging erneut auf das Konto von Pouya Norouzi, der sich im Rücken der Lemgoer 6:0-Abwehr „freigeschlichen“ hatte. Beide Teams hielten sich nicht lange mit Vorreden auf, drückten vom Start weg massiv aufs Tempo. Gerade einmal zweieinhalb Minuten waren gespielt, da lag die Eintracht 3:2 vorne.
Die erste Unterzahl des Tages überstand die Eintracht gut, dann allerdings setzte sich der konsequent nahezu ohne Fehlwurf abschließende Bundesligist sukzessive ab. Österreichs Nationaltorhüter Constantin Möstl nahm den Gastgebern so manche eigentlich gut herausgespielte Torchance weg. Nach zwölf Minuten stand nach Leve Carstensens Gegenstoßtreffer so erstmals eine 4-Tore-Führung der Kehrmann-Truppe auf der Anzeigetafel (5:9).
Dieser Vorsprung wuchs bis zur Pause weiter an, weil Lemgo enorm mannschaftsdienlich und mit ganz niedriger Fehlerquote das Spielgerät zum am besten postierten Nebenmann weiterspielte. Die Eintracht kam kaum einmal dazwischen und entsprechend auch nur ganz selten ins Tempospiel.
Die Geschichte von Halbzeit zwei, sie ist schnell erzählt. Tim Suton und Lukas Hutecek stellten zügig auf zehn Treffer Differenz für den TBV. Dabei blieb es dann, weil sich auf Hagener Seite Maurice Paske einige Mal gut in Szene setzte, eine neue Variante mit sieben Feldspielern aus der „schnellen Mitte“ heraus funktionierte, mehr Durchbrüche in die Tiefe gelangen und auch Philip Jungemann am Kreis ein gutes Gefühl für den Raum zeigte.
Bei Niclas Pieczkowskis Treffer zum 21:29 (47.) und Bene Israels 22:30 eine Minute später war die Eintracht wieder auf acht Treffer heran - mehr gelang an diesem Abend aber nicht mehr. Zweimal wurde es aber trotzdem noch richtig spektakulär vor 654 Zuschauern: Erst parierte Lemgos „Consti“ Möstl eine Doppelchance von Jan von Boenigk und Tim Düren (je 52.) überragend, um sich einen Angriff später einen Düren-Lattentreffer in klassischer Fußball-Eigentor-Manier ins Gehäuse zu bugsieren.
Und dann war die Vorbereitung für beide Teams de facto beendet. Für den TBV Lemgo geht es am Freitag in eigener Halle gegen den SC Magdeburg, die Eintracht fährt drei Tage später nach Coburg.
Eintracht: Paske (1), Bochmann - Düren (2), Öhler (3), Norouzi (2), Pröhl (1), Alves (1), Pieczkowski (2), Voss-Fels, Israel (1), Jungemann (3), Styrmisson (1/1), Kutz (2), Richter (3), Busch (1/1), von Boenigk (5)
TBV: Möstl (1 Eigentor), Kastelic (n.e.) - Hutecek (3), Theilinger (1), Schagen (5), Carstensen (6), Nyfjäll, Suton (5), Willecke (2), Versteijnen (6/3), Wagner (4), Faust (4)
Schiedsrichter: Jonas Zollitsch/Marvin Völkening (Bielefeld/Bad Oeynhausen)
Zeitstrafen: Eintracht 3, TBV 1
Siebenmeter: Eintracht 1/1, TBV 3/3
Zuschauer: 654










