„Viel Input. Gut gearbeitet. Vielleicht ein bisschen müde“: So fasste Eintracht-Cheftrainer Pavel Prokopec die zurückliegende Woche vor dem Anpfiff des ersten Tests unter Wettkampfbedingungen zusammen. Die gute Nachricht: Es gibt aktuell keine Ausfälle, das Team konnte gegen die SGSH Dragons, die vor Wochenfrist knapp gegen die Hagener U23 gewonnen hatten, komplett auflaufen.
Ergebnisse und Torerfolge sind in einer Vorbereitungsphase zweitrangig. Dennoch blieb festzuhalten, dass der Start ins Spiel ein ausgesprochen zäher war für die Eintracht. Von 2:2 ging es zwar auf 7:3 weg, doch weil Dragons-Keeper Maximilian Bach (kam aus Dormagen) mehrfach stark parierte, Grün-Gelb zudem nicht nur einmal halbherzig abschloss und auch nicht wirklich ins Tempo kam, blieb der Gast auf Tuchfühlung. Vor allem Eintracht-Torhüter Pascal Bochmann war in dieser doch recht langen Phase Garant dafür, dass es letztlich doch mit einem halbwegs deutlichen Vorsprung in die Kabinen ging (15:8).
Hagener Vollgas-Handball dann unmittelbar nach Wiederanpfiff der aus der Liga bestens bekannten Unparteiischen Maximilian Engeln und Felix Schmitz aus Burscheid bzw. Leverkusen. Binnen nicht einmal fünf Minuten zog die Eintracht auf 21:9 davon. Inzwischen griffen deutlich mehr Rädchen ineinander als noch vor der Pause. Die bisweilen sehr offensive und durchaus nervige Gäste-Abwehr zwang die Eintracht jetzt mit häufig sieben Feldspielern in ein defensiveres System zurück.
Am Ende stand so ein standesgemäßer Sieg, dokumentiert von so mancher Video-Sequenz, die Pavel Prokopec noch am Freitagabend in der Nachbesprechung im Hotel sezierte.
Weiter geht es am heutigen Samstag – natürlich – mit weiteren Trainingseinheiten und am Nachmittag mit einem Testspiel gegen den letztjährigen Liga-Konkurrenten und kommenden DHB-Pokal-Gegner HSG Krefeld Niederrhein. Kurzer Schwenk: Tickets für das Auswärtsspiel am 23. August gibt es hier im Online-Vorverkauf.
Die HSG hat neben der laufenden sportlichen Vorbereitung aktuell noch ein ganz anderes Betätigungsfeld. Nach publik gewordenen gravierenden Lücken im Etat von Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat Krefeld, das in der abgelaufenen Saison bekanntlich erster Zweitliga-Absteiger war, inzwischen juristischen Beistand in Anspruch genommen. Der im Raum stehende, gewiss nicht völlig von der Hand zu weisende Verdacht: Bei der Nordhorner Lizenzierung sei nicht mit offenen Karten gespielt worden. Dann wären die Eagles vom Niederrhein als erster Absteiger in der Tat Leidtragende. Ergebnis dieses ausgesprochen unschönen Falls? – Völlig offen.
Eintracht: Bochmann, Wilde – Israel (2), Jukic (2), Genz (4), Norouzi (2), Kraus (1), de la Peña (1), Kutz (2), Richter (4), von Boenigk (5), Puls (5), Busch (5/2), Düren (2), Pröhl (2), Jungemann (1)










