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Rückblick: Griespudding zum Dessert!

Der Aufstieg in die Feldhandball-Bundesliga im Jahre 1971 hatte für uns als Spieler neben dem sportlichen Erfolg auch einen sehr angenehmen Nebenaspekt: nach jedem Heimspiel traf sich die gesamte Mannschaft zum gemeinsamen Mittagessen in der Gaststätte „Zum goldenen Reh“ in Wehringhausen.

Pächter und gute Seelen der Location waren damals das Ehepaar Jutta (heutige Frau Wilke) und Wolf Stockhausen. Jutta, die für den Service zuständig war, bemutterte uns regelrecht. Ihr Mann sorgte als Koch für das leibliche Wohl der Gäste. Beide machten ihre Arbeit so gut, dass das Gasthaus zu unserem Stammlokal wurde. Wir fühlten uns dort richtig wohl, ja regelrecht heimisch.

Ein Mittagessen bestand aus mindestens 3 Gängen: als Vorspeise wurde eine Suppe gereicht, danach das Hauptgericht serviert und den Abschluss bildete der Nachtisch, das Dessert. Da die Spieler insbesondere nach den Meisterschaftsspielen ziemlich hungrig waren, fielen die Portionen nicht gerade klein aus. Jeder wurde mehr als satt. Deshalb war es kein Wunder, dass die eine oder andere Nachspeise weitergereicht wurde. Ich war immer ein dankbarer Abnehmer, eine zweite oder dritte Schale schreckte mich nicht.

So war es auch an dem beschriebenen Sonntag. Ich hatte bereits 3 Schälchen mit Griespudding verspeist. Um mir einen besonderen Gefallen zu machen, hatte unser Mannschaftsbetreuer Ralf Wilke, ohne meinem Wissen, bei Jutta Stockhausen eine zusätzliche Schüssel mit Griespudding, ausschließlich für mich geordert. Obwohl ich inzwischen auch reichlich satt war, begab ich mich unter entsprechenden Anfeuerungsrufen meiner Mannschaftskameraden und deren Frauen, an das Verspeisen. Unter Aufbietung meiner letzten Kräfte und Einsatz meines ganzen Ehrgeizes gelang es mir, die komplette Schüssel zu leeren.

Allerdings hatte ich mir doch etwas zu viel zugemutet. Es dauerte nicht lange und mein Magen rebellierte. Ich schaffte es noch gerade bis zur Toilette. Dort musste ich mich übergeben, der größte Teil vom Griespudding gelang wieder ins Freie. Es war mir für immer eine heilsame Lehre und passierte mir nie wieder!

Von Detlef Spruth

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