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Sebastian Schneider hat die Karriere gleich doppelt im Blick

Nein, auch im zwölften Jahr als Handballprofi ändert sich für Sebastian Schneider nichts daran, dass er nach wie vor seinen Traum lebt. Zwar ist der 30-Jährige nach Stationen in der stärksten Liga der Welt bei Branchengrößen wie der SG Flensburg-Handewitt, den Füchsen Berlin oder dem TBV Lemgo über den Umweg ASV Hamm-Westfalen wieder in der 2. Handball-Bundesliga angekommen, doch ist er diesen Schritt gerne gegangen. Ging es doch zurück zu seinem Stamm- und Ausbildungsverein VfL Eintracht Hagen, bei dem er den Grundstein für seine Karriere legte – und zu dem er auch in seiner Zeit auf Reisen stets einen engen Kontakt hielt. Viele der handelnden Personen kannte er auch noch, als er sich entschied, dass er mit seiner Familie in seiner Geburtsstadt sesshaft werden und dem Verein zu altem Glanz verhelfen möchte. Etwa Geschäftsführer und Finanzmanager Jörg Brodowski, bei dem er als A-Jugendlicher ein Praktikum absolvierte. Schnell stieg „Sebi“ nach seiner Rückkehr wieder zum unumstrittenen Torjäger und Leistungsträger auf. Doch obwohl er seinen Traum noch lange leben möchte – gerne auch über das Laufzeitende seines bis 2018 datierten Vertrages hinaus – hat er auch die Karriere nach der Karriere fest im Blick. Schließlich weiß er nach einer schweren Erkrankung sowie einer Bandscheibenverletzung, wie schnell der Traum platzen kann.

Noch vor dem Aufbruch zu seiner ersten Station in der Fremde in Hamm begann Schneider eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann, die er in Flensburg bei einem Hauptsponsor der Schleswig-Holsteiner beendete. Nach einiger Zeit, die der Rückraum-Linke ausschließlich als Profi verbrachte, schloss er zudem ein Sportmanagement-Studium an und auch ab. Seit seiner Rückkehr zu den Grün-Gelben Mitte der vergangenen Saison stand für Schneider fest, dass er seinen Blick auch auf das Ende der Karriere als Sportler richten muss, das für ihn aber gleichbedeutend mit dem Startschuss der nächsten Karriere ist. Und diese leitet er nun bei VfL-Sponsor Stephan Kollmann und dessen Asskoll GmbH & Co. KG Schritt für Schritt ein. Schmunzelnd berichtet Schneider, dass es 2004, kurz vor seinem Abgang aus Hagen, bereits die Überlegung gab, dass er beim handballbegeisterten Kollmann eine Ausbildung beginnt. Und auch zuvor gab es Berührungspunkte zwischen dem Handballer und dem Unternehmer, etwa als Schneider bei der Eintracht in der B-Jugend am Ball war – mit dem Sponsor Kollmann.

Hier präsentiert Sebastian Schneider das Trikot, mit dem er in der B-Jugend der Eintracht am Ball war. Stephan Kollmann ist bereits von der Jugend bis zum Trikot der ersten Mannschaft als Sponsor aufgetreten. (Foto: Privat)

Hier präsentiert Sebastian Schneider das Trikot, mit dem er in der B-Jugend der Eintracht am Ball war. Stephan Kollmann ist bereits von der Jugend bis zum Trikot der ersten Mannschaft als Sponsor aufgetreten. (Foto: Privat)

Den neuerlichen Kontakt zu Kollmann stellte Sebastian Mühleis her, beim VfL unter anderem für das Marketing zuständig. „Bei der Eintracht achtet man sehr darauf, dass die Spieler während und nach ihrer Karriere im Umfeld und Verein eingebunden sind. Da Sebastian Schneider nicht nur ein verantwortungsvoller Spieler, sondern auch Ehemann und Vater ist, hat er sich nach abgeschlossener Ausbildung und Studium dazu entschieden, wieder in seinen eigentlichen Beruf zurückzukehren, um das Fundament für die Zukunft zu legen – ohne dabei den Verein, für den er auch nach seiner Zeit auf dem Parkett aktiv sein möchte, aus den Augen zu verlieren“, erläutert Mühleis die Beweggründe Schneider bei dem Sponsor ins Gespräch zu bringen. Daran schließt das Rückraum-Ass direkt an: „Ich möchte mir hier etwas aufbauen, aber auch Teil des Vereins bleiben – und bin froh, dass man mir das Vertrauen entgegenbringt und diese Option bietet. Es war ein toller Einstieg, dass ich nach der Rückkehr nach Hagen die Möglichkeit hatte Profihandball und Zukunftsvorsorge zu kombinieren, über den Tellerrand hinauszuschauen – denn irgendwann ist es mit dem Sport nun mal vorbei.“

Dieses Unterfangen war für Kollmann direkt interessant. „Wir als Sponsor und regional tätiger Makler unterstützen das gerne. Die Kombination aus dem Fachwissen im Bereich Versicherung und Sportmanagement gepaart mit der im Sport erlernten und erlebten Professionalität ist sehr reizvoll. Darin sehen wir eine gelungene Kombination im Hinblick auf den beruflichen Werdegang. Und wir freuen uns auch, wenn man das im Sinne von Sebastian honoriert“, analysiert Kollmann. „Genau aus diesem Grund haben wir auch die Seminare im Bereich ‚Sports meets Business’ im Angebot, da das Feld Profisport auch Unternehmen aus anderen Branchen viel zu bieten hat“, ergänzt Mühleis mit Verweis auf die ersten erfolgreichen Veranstaltungen, die der VfL in diesem Bereich bereits abgehalten hat.

Stephan Kollmann (links) unterstützt Sebastian Schneider gerne beim Start der zweiten Karriere. Gelegentlich blickt er dem Eintracht-Torjäger bei der Arbeit über die Schulter und gibt wertvolle Tipps, unterstreicht aber, dass der Rückraumspieler mit der Kombination aus seiner Ausbildung, Studium und Profisport die besten Voraussetzungen und ein hohes Fachwissen für die Karriere nach der Karriere mitbringt. (Foto: Sebastian Mühleis)

Stephan Kollmann (links) unterstützt Sebastian Schneider gerne beim Start der zweiten Karriere. Gelegentlich blickt er dem Eintracht-Torjäger bei der Arbeit über die Schulter und gibt wertvolle Tipps, unterstreicht aber, dass der Rückraumspieler mit der Kombination aus seiner Ausbildung, Studium und Profisport die besten Voraussetzungen und ein hohes Fachwissen für die Karriere nach der Karriere mitbringt. (Foto: Sebastian Mühleis)

Dass sich für Schneider die Möglichkeit bei Asskoll ergeben hat, ist zu weiten Teilen Gustl Wilke, dem verstorbenen Bruder des stellvertretenden Vorsitzen Ralf Wilke, zu verdanken. „Als ich mich in meinem heutigen Beruf selbstständig gemacht habe, hat er mich gefragt, ob ich mich nicht bei der Eintracht engagieren möchte. Daraus ist die Zusammenarbeit entstanden“, erinnert sich Kollmann, der seit 1997 bei den Grün-Gelben als Sponsor aktiv ist. Die ersten Erinnerungen an seinen Stammverein waren indes weniger positiv. Gustl Wilke bearbeitete den damaligen B-Jugendlichen Kollmann so lange, bis der Torhüter bei der Eintracht zum Training erschien. „Ich bin von meinem kleinen Dorfverein zu der sehr stark besetzten A-Jugend des VfL gekommen. Die haben mich grün und blau geworfen. Da habe ich schnell den Entschluss gefasst: Es reicht mir jetzt, ich spiele nur noch Tennis. Nach dem Handballtraining in Hagen konnte ich aber kaum noch den Schläger festhalten“, erklärt Kollmann lachend. Diesem Entschluss ist er genauso treu geblieben wie der Eintracht – und möchte es auch noch lange bleiben, wie die Anstellung von Schneider unterstreicht.

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