Spielbericht: TuS Ferndorf – VfL Eintracht Hagen 21:22 (12:13)

Zwei Tage vor Heiligabend hat sich der VfL Eintracht Hagen selbst beschenkt. Beim bis dato, in dieser Saison in der heimischen Sporthalle Stählerwiese, noch ungeschlagenen TuS Ferndorf gewinnt die Mannschaft um Trainer Niels Pfannenschmidt in einer dramatischen Schlussphase mit 22:21 (13:12). „Ich bin sehr froh über diese zwei Punkte. Die Mannschaft hat hart dafür gearbeitet und sich belohnt“, freute sich der Cheftrainer nach der Partie.

Es liefen die letzten 13 Sekunden. Zuvor hatte TuS-Trainer Michael Lerscht eine Auszeit genommen, um seine Mannschaft für den letzten Spielzug einzustimmen. Beim Stand von 21:21 kam Ferndorfs Mittelmann Julius Lindskog Andersson über die halbrechte Position frei zum Wurf, warf den Ball jedoch nur an das rechte Außennetz. Nils Dresrüsse schaltete schnell, passte zu Sören Kress, der den Ball per No-Look-Pass zu Dominik Waldhof brachte. Der Abwehrchef des VfL drehte sich und warf den Ball an Ferndorfs Torhüter Kai Rottschäfer vorbei ins Tor. 22:21 – Das Spiel war vorbei. Der Jubel bei den Grün-Gelben kannte keine Grenzen, während die Gastgeber ungläubig auf dem Platz standen.

Dominik Waldhof erzielt den entscheidenden Treffer im Derby gegen den TuS Ferndorf. (Foto: Michael Kleinrensing)

„Der Sieg ist verdient, aber natürlich auch in der Art und Weise überraschend“, befand Pfannenschmidt, der zuvor eine Begegnung zweier starker Abwehrreihen sah. Besonders in der ersten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft so wirklich absetzen.

6:0-Lauf bringt die Führung

Eine höhere Führung warf als erstes die Eintracht heraus. Mit einem 6:0-Lauf drehte man die Partie nach einem 10:12-Rückstand (29. Spielminute). Zweimal Sören Kress, zweimal Dragan Tubic, Tilman Pröhl und Daniel Mestrum stellten das Ergebnis auf 16:12 aus Sicht des VfL.

Beim Treffer von Jan-Lars Gaubatz zum 20:16 in der 49. Minute schien die Vorentscheidung gefallen zu sein, doch die Gastgeber steckten nicht auf und kämpften sich zurück in die Partie. So war es Ferndorfs Jonas Müller, der in der 56. Spielminute den 21:21-Ausgleich erzielte.

Bis 13 Sekunden vor Schluss schien das Spiel auf ein Unentschieden hinaus zu laufen. Doch dann kam der finale Wurf von Dominik Waldhof, der dem VfL Eintracht Hagen den Derbysieg einbrachte. Mit nun 17:21-Punkten stehen die Grüngelben auf dem 13. Tabellenplatz und können am zweiten Weihnachtsfeiertag beim Dessau-Roßlauer HV die nächsten Punkte einfahren.

VfL Eintracht Hagen: Dresrüsse (13 Paraden), Mahncke (1 gehaltener Siebenmeter); Kress (4/1), Gaubatz (4), Tubic, Mestrum, Stefan (je 3), Waldhof, Konitz (je 2), Pröhl (1), Sabljic, Brand (n.e.), Toromanovic (n.e.), Bergner (n.e.), Bornemann (n.e.)

1 Antwort

  1. Detlef Spruth

    Wir haben bis zur letzten Sekunde mitgefiebert! Herzlichen Glückwunsch! Zwei ganz wichtige Punkte …. Vielleicht könnt ihr die in Dessau vergolden!

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