Spielbericht: VfL Eintracht Hagen – Wilhelmshavener HV 31:33 (12:20)

In einem Heimspiel mit zwei gänzlich verschiedenen Halbzeiten verliert der VfL Eintracht Hagen mit 31:33 (12:20) gegen den Wilhelmshavener HV.

Zunächst begann das Spiel aus Sicht der Eintracht durchwachsen, man war aber bis zur 15. Minute und dem 7:8 durch Tim Stefan in Schlagdistanz mit den Gästen. ,,Unser Rückzugsverhalten war von Anfang an ungeordnet und wurde oft bestraft, dennoch konnten wir das Spiel anfangs ausgeglichen gestalten”, so VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt.

Dennis Doden zieht der Eintracht den Zahn

In der Folge nahmen sich die Grün-Gelben zu frühe und ungenaue Abschlüsse aus dem Rückraum, die den gegnerischen Keeper Dennis Doden immer besser ins Spiel kommen ließen und zu einigen sehenswerten Paraden zwangen. ,,In der Phase gingen bei uns die Köpfe runter und es kam sehr viel negatives aufeinander”, resümierte der Eintracht-Trainer. Im Gegenzug ließen die Wilhelmshavener sich nicht aus der Ruhe bringen und spielten ihre Angriffe klug und lange aus, wodurch sie sich Tor um Tor auf 12:20 bis zur Halbzeit absetzen konnten.

Hagen wie ausgewechselt

Nach der Pause startete die Pfannenschmidt-Sieben eine regelrechte Aufholjagd, um die Acht-Tore-Hypothek noch aufzuholen. Dank eines starken Nils Dresrüsse betrug der Rückstand nach 44 gespielten Minuten nur noch ein Tor und die Gäste wirkten angeschlagen. Hinzu kamen aus Wilhelmshavener Sicht zwei rote Karten gegen Duncan Postel und Daniel Andrejew binnen fünf Minuten. Mitten in dieser entscheidenden Phase erlaubte sich der VfL einen vermeintlichen Wechselfehler, der den bis dahin gut aufgelegten Dragan Tubic aufgrund seiner dritten 2-Minuten-Strafe zum Zuschauen zwang.

Nils Dresrüsse war mit zehn Paraden an der starken zweiten Halbzeit beteiligt. (Foto: nb-photography)

 

Wilhelmshaven rettet knappen Vorsprung über die Zeit

Der VfL schaffte es bis zum Ende nicht, den Ausgleich zu erzielen, obwohl die Möglichkeiten mit ein bisschen Wurfglück und Genauigkeit im Gegenstoß da gewesen wären. Wilhelmshaven spielte ihre Erfahrung aus und freuten sich so am Ende nicht unverdient über zwei Punkte.

Die Hagener Mannschaft wurde dennoch mit viel Applaus und Standing-Ovations aufgrund der wirklich starken zweiten Hälfte von den insgesamt knapp 1000 Zuschauern verabschiedet, was den Hagener Trainer besonders freute: ,,Die zweite Halbzeit war richtiger Abstiegskampf von beiden Mannschaften, das muss unser Maßstab für die kommenden Aufgaben sein. Lediglich Kleinigkeiten haben am Ende verhindert, dass wir das Spiel noch gedreht haben. Es war aber ein Lebenszeichen von uns, welches wir beim nächsten Spiel in Hüttenberg bestätigen wollen.”

VfL Eintracht Hagen: Mahncke (01.-26. / 3 Paraden), Dresrüsse (26.-60. / 10 Paraden); Gaubatz (6), Brand, Kress (6/4), Dell, Tubic (3), Pröhl (2), Schmidt (5/1), Renninger (4), Waldhof, Bornemann, Mestrum (2), Stefan (3), Toromanovic, Bergner

1 Antwort

  1. ruebinho

    Das Auftreten der Mannschaft in der 1. Halbzeit war desaströs und peinlich. Die zweite Halbzeit hat das Publikum versöhnt.

    Aber auch in Halbzeit 2 haben die Spieler mehr quer gespielt, als auch mal in die Tiefe zu gehen. Da lockt man keinen Abwehrspieler mit raus. Und man sollte im Angriff auch mal den Mut haben gegen die Wurfhand in die Lücken zwischen Außen und Halbspieler zu gehen, anstatt ständig von einer Halb- auf die andere Halbposition zu wechseln.

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