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Stimmen zum Spiel gegen den Wilhelmshavener HV

Auf der langen Heimfahrt aus Wilhelmshaven war für die Spieler des Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen nach der verdienten 29:32-Niederlage Wunden lecken angesagt. Bereits beim Verlassen des Spielfeldes begannen die Diskussionen und Analysen für die Ursachen – und was bereits in der Trainingswoche besser werden muss, um gegen den Aufstiegskandidaten HSC 2000 Coburg eine bessere Vorstellung abliefern zu können.

Jan von Boenigk brachte es trotz seines jungen Alters (20) deutlich auf den Punkt: „Wir hätten noch eine Stunde weiterspielen können – und hätten hier nichts geholt. Als ein großes Manko machte er aus, dass seine Farben den Gegner zwar häufig so stark verteidigten, dass die guten Schiedsrichter Oliver Dauben und David Rohmer Zeitspiel anzeigten, „aber dann haben wir oft doch noch das Tor kassiert. Das schlägt auf die Moral. Außerdem haben wir auch keinen Alleinunterhalter, der so ein Spiel alleine entscheidet, daher müssen wir noch mehr an einem Strang ziehen.“

Der erfahrene tschechische Abwehrstratege Pavel Prokopec (35) ging noch deutlicher ins Detail, als sein junger Mannschaftskollege. „In der Abwehr haben wir zu viele isolierte Zweikämpfe führen müssen – wenn man die verliert, dann kommt die gesamte Abwehr schnell ins schwimmen und man ist hintendran. Und ohne eine starke Abwehrleistung können wir unser schnelles Spiel auch nicht so wie gewünscht aufziehen.“ Dennoch erkannte das Rückraum-Ass zumindest in der Offensive gute Ansätze: „Wir haben den Ball häufig gut laufen gelassen und uns so gute Wurfpositionen erspielt.“ Im Hinblick auf die Partie gegen Coburg hat Prokopec ein einfaches Rezept parat: „Wenn die Abstimmung in der Defensive besser passt, werfen wir auch wieder einfache Tore. Dafür müssen wir noch besser als Mannschaft auftreten, geschlossener sein, noch mehr füreinander spielen, egal wer die Tore macht – und wir müssen unseren Torhütern mehr helfen.“ Als wichtigen Faktor macht er dabei das Publikum aus: „Wir brauchen unsere Fans im Rücken – auch heute war das eine tolle Unterstützung für ein Auswärtsspiel.“

Wenig glücklich blickte Kreisläufer Thomas Rink (22) trotz eines ordentlichen Zweitliga-Debüts auf der Rückfahrt drein, zeigte sich wegen des verlorenen Spiels wortkarg. „Eigentlich ist es schön, dass ich mein Debüt in der zweiten Liga gefeiert habe aber angesichts der Niederlage kann ich mich nicht wirklich darüber freuen. Ich hätte lieber die zwei Punkte mitgenommen und nicht gespielt.“

Ebenfalls kein Mann großer Worte ist Rückraumspieler Marc Strohl (21), der wie schon in der Vorwoche eine ausgezeichnete Defensivleistung ablieferte. Dennoch erkannte er analytisch, dass die Gründe für die Niederlage auf der Hand liegen: „Wir haben als Mannschaft nicht so geschlossen agiert wie in der Vorwoche, haben zudem die taktischen Vorgaben nicht so umgesetzt, wie wir uns das vorgestellt haben, speziell in der Abwehr.“

Kapitän Jens Reinarz (33) ging lange in sich, bevor er Einblick in seine Gedanken zum Spiel gab – zu sehr nagte die vermeidbare Niederlage am torgefährlichen Linksaußen. „Es war eine verdiente Niederlage, weil wir in der Abwehr im Zusammenspiel mit unseren Torhütern nicht das umgesetzt haben, was wir uns im Training erarbeitet haben. Wir sollten aber auch positives aus der Niederlage ziehen, denn wir wissen jetzt, was unsere Fehler waren – und ich bin mir sicher, dass wir Fehler in dieser Form nicht noch einmal machen werden. Deswegen denke ich, dass bei uns ein gewisser Lernprozess einsetzt, dass wir die Absprachen, die wir vor dem Spiel gemeinsam mit dem Trainerteam treffen, auch besser umsetzen müssen.“ Obwohl sich die Grün-Gelben in der Offensive zu wenig an den einstudierten Konzepten orientierte war der Torjäger bezüglich der Ausbeute in der Fremde zufrieden: „29 Tore auswärts zeigen, dass wir eine ganz gute Angriffsmannschaft sind, 32 Gegentore allerdings, dass es diesmal in der Abwehr gehapert hat.“

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