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Stimmen zum Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen

Der offensichtlichste Grund für die 24:29-Niederlage bei der HSG Nordhorn-Lingen lag für die Akteure des VfL Eintracht Hagen auf der Hand: Die Grün-Gelben verschliefen jeweils den Start in die Halbzeit. Auf der Rückfahrt nach Hagen begannen die Mannen von Trainer Lars Hepp bereits das Geschehene aufzuarbeiten – und blickten zudem auf die anstehenden Aufgaben.

Nicht nur unzufrieden über den Auftritt des Teams, sondern auch selbstkritisch präsentierte sich Rückraumspieler Sebastian Schneider (29), sonst einer der Haupttorschützen des VfL, der diesmal aber kaum Aktionen in Richtung Tor hatte und letztlich ohne Treffer blieb. „Wir haben heute einfach überhaupt nicht ins Spiel gefunden und nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte Schneider. Als Vorteil für die HSG wertete er, dass die Mannschaft schon seit mehreren Jahren in dieser Besetzung zusammenspielt, wollte dies aber nicht als Ausrede nutzen: „Wir haben deutlich aufgezeigt bekommen, wie schwierig es ist, wenn man nicht direkt zu 100 Prozent im Spiel ist. Das kann man sich in der 2. Bundesliga einfach nicht erlauben. In der zweiten Halbzeit sind wir dann zwar besser ins Spiel gekommen, verkürzen auf vier Treffer, weil wir vieles besser gemacht haben, aber schaffen es wegen individueller Fehler nicht das Spiel komplett zu kippen.“ Zwar sollte das Spiel in Lingen als mahnendes Beispiel für die Eintracht gelten, aber „wir müssen es auch schnell aufarbeiten und dann abhaken, denn am Mittwoch kommt Saarlouis, dann spielen wir Samstag in Springe – da sind zwei Endspiele, da geht es um die ‚Big Points’“, analysiert der Halblinke.

Auch für Marc Strohl (21) lag der Schlüssel zur Niederlage in dem schlechten Start seiner Mannschaft begründet. „Warum wir nicht richtig ins Spiel gekommen sind? Wir haben zu wenig Druck auf das Tor gebracht, sind zu wenig in die Nahtstellen gekommen, haben wegen unserer schwachen Abwehrleistung auch kein Tempo aufnehmen können“, führt der Rückraumspieler noch detaillierter als Schneider aus. Damit habe die Mannschaft komplett gegensätzlich zum ursprünglichen Plan agiert: „Wir wollten eigentlich hohen Druck aufbauen, vorne wie hinten. Aber die ersten 18 Minuten waren einfach gar nichts. Dann haben wir stark gespielt, die Chancen über die zweite Welle genutzt – damit können wir punktuell ganz zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit war es ähnlich, erst herangekämpft, dann Negativlauf, dann wieder herangekämpft. Aber so ein Negativlauf ist in der zweiten Liga eben tödlich.“ Dennoch ist dem Abwehrspezialisten nicht bange vor den kommenden Aufgaben. „Jetzt kommt das nächste Spiel, diese Situation hatten wir nach der deftigen Pleite gegen Coburg auch – und haben dann gezeigt, dass wir auch anders können. Wir müssen uns jetzt vom Trainerteam die Fehler aufzeigen lassen und uns dann an die Arbeit für das nächste Spiel machen.“

Ebenfalls extrem kritisch bewertete auch der stellvertretende Mannschaftskapitän Julian Renninger (23) die Niederlage. Dabei nahm der Kreisläufer kein Blatt vor den Mund: „Wenn man in 27 Minuten 4:19 spielt, dann kann man in der 2. Bundesliga einfach kein Spiel gewinnen. Wir sind pausenlos einem Rückstand hinterhergerannt. Uns hat die Aggressivität gefehlt, um enger heranzukommen und noch die Wende zu schaffen. In diesem Bereich hat uns Nordhorn vorgemacht, wie es geht.“ Außerdem war Renninger das mangelhafte Tempospiel ein Dorn im Auge: „Wir hatten uns konsequentes Tempo vorgenommen, was leider weitestgehend nicht funktioniert hat. Das ist vor allem deshalb sehr ärgerlich, da wir meistens zum Erfolg gekommen sind, wenn wir Tempo aufnehmen konnten.“

Im ersten Abschnitt war Jürgen Müller (28) mit sechs Paraden in zwölf Minuten einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass die Hagener überhaupt noch einmal herankamen, ehe ihn Fortuna im zweiten Abschnitt verließ, und er den Posten im Kasten wieder für Tobias Mahncke (30) räumen musste, der am Ende auf zehn gehaltene Bälle blickte. Müller reihte sich in die kritische Haltung seiner Vorredner ein, merkte aber auch an, dass „wir trotz des hohen Rückstandes eine gute Moral gezeigt und uns herangekämpft haben.“ Zudem unterstrich der Torhüter, dass der VfL die Partie trotz der neuerlichen Probleme zu Beginn des zweiten Abschnitts „ambitioniert zu Ende gespielt“ hat – „so konnten wir das Ergebnis wenigstens einigermaßen erträglich gestalten.“

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