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Teilnehmerrekord als I-Tüpfelchen: Trainerfortbildung des HV Westfalen beim VfL Eintracht Hagen ein voller Erfolg

Eine rundum gelungene Trainerfortbildung des Handballverbandes Westfalen richtete der VfL Eintracht Hagen rund um sein Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen den TV Emsdetten aus. Hans-Peter Müller, an diesem Tag in Doppelfunktion tätig – er ist beim HVW als Lehrstabsmitglied unter anderem für Fortbildungsmaßnahmen zuständig, bei den Grün-Gelben fungiert er als U23-Trainer – zeigte sich stellvertretend für alle Anwesenden begeistert: „Ich bin jetzt seit 1980 für Fortbildungsmaßnahmen zuständig, aber solch eine hohe Teilnehmerzahl hatten wir noch nie.“ Sage und schreibe 77 Anmeldungen gingen beim HVW ein, die Teilnehmer kamen dabei nicht nur aus dem westfälischen Verband, sondern auch vom Niederrhein, Mittelrhein, aus dem Rheinland und aus Niedersachsen – unter ihnen war gar der Sicherheitsbeauftragte der Profi-Abteilung des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Die Rekordteilnehmerzahl von 77 sorgte beim VfL Eintracht Hagen für eine prall gefüllte Vortragshalle.

Die Rekordteilnehmerzahl von 77 sorgte beim VfL Eintracht Hagen für eine prall gefüllte Vortragshalle.

Das Programm bot eine Vielzahl an theoretischen wie praktischen Einheiten, die im Wechsel anstanden, um die knapp achtstündige Veranstaltung so kurzweilig wie möglich zu gestalten. Nach einer kurzen Begrüßung im Namen des HVW übernahm Moderator Sebastian Mühleis das Mikrofon, um die Teilnehmer auch im Namen des Vereins zu begrüßen. Zudem hielt der Marketingmanager der Grün-Gelben noch einen Vortrag zu den Neuerungen, die der Aufstieg in Deutschlands zweithöchste Spielklasse abseits des Spielfeldes mit sich brachte. „Wir sind froh, dass auch dieser Teil gut angenommen wurde, obwohl er im klassischen Sinne ja nicht unbedingt einen Nutzen für die anwesenden Trainer mitbrachte“, erklärte Mühleis. Nach diesem theoretischen Teil folgte die erste Praxiseinheit, in der VfL-Cheftrainer Lars Hepp Einblicke in das kooperative Zusammenspiel im Angriff gewährte. Praktisch hierbei: Die Teilnehmer hatten von der Tribüne einen tollen Überblick, Hepp leitete die Einheit mit einem Mikrofon an, so dass jede seiner Erklärungen auch bei den Trainerinnen und Trainern ankam. Im Anschluss erläuterte Müller die Vorbereitung, Einschätzung und Bedeutung des Spiels aus Sicht des Hagener Bundesligisten. Dabei ging er erstaunlich ins Detail, verdeutlichte unter anderem, wie wichtig Videoanalysen in Kombination mit Anweisungen sowohl für die Gruppe als auch für einzelne Spieler sind. Nach diesem Vortrag ging es wieder in die Halle. Dort präsentierten die beiden Athletiktrainer des VfL, David Gröger und Daniel Kadlec von Plus D Sports in Wuppertal, athletische Komponenten des Trainings der Eintracht – und hatten die höchste Zahl an Fragen zu beantworten, angefangen von der Altersklasse, ab der Athletiktraining Sinn macht, bis hin zu Detailfragen zu einzelnen Übungen oder Trainingsformen. Den letzten Part vor dem Spiel, das die Eintracht mit sage und schreibe 44:24 gewann, übernahm Emsdettens sportlicher Leiter Holger Krimphove, der ähnlich wie Müller die Vorbereitung, Einschätzung und Bedeutung des Spiels skizzierte – natürlich aus Sicht der Gäste.

Einzig die den Lehrgang abschließende Analyse der Partie mit den beiden Trainer Hepp und Daniel Kubes fiel etwas kurz aus – was bei den Verantwortlichen wie Teilnehmern angesichts des Spielverlaufs allerdings auf vollstes Verständnis stieß. Schmallippig ging Kubes hart mit seinen Farben ins Gericht, konstatierte dass es seinen Mannen beinahe in allen Bereichen fehlte, um abschließend noch anzumerken, dass „jeder der anwesenden Trainer der Fortbildung heute besser meinen Job gemacht hätte“. Hepps Fazit fiel deutlich positiver aus – aber nicht, ohne etwas Kritik mit einzuflechten: „Wir haben heute gesehen, was möglich ist, wenn wir alle gemeinsam hart für ein Ziel arbeiten.“

Nachbetrachtend berichtete Müller hocherfreut, dass der einstimmige Tenor lautete, dass „der VfL Eintracht Hagen ein guter Gastgeber war und alle Trainer freundlich empfangen worden sind“, es zudem „viel Lob für die fachkundigen Beiträge, die Organisation und Moderation“ gab. „Wir würden uns angesichts des positiven Fazits aller beteiligten Parteien freuen, bald wieder eine derartige oder ähnliche Veranstaltung des Handballverbandes Westfalen ausrichten zu dürfen“, resümierte Mühleis.

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