Nächster Neuzugang: Tim Stefan kommt vom Erstligisten TV Hüttenberg

Zwei weitere Personalentscheidungen gaben die Verantwortlichen der Handballer des VfL Eintracht Hagen nach dem endgültig besiegelten Klassenerhalt in der 2. Bundesliga bekannt. Während die Grün-Gelben mit Tim Stefan einen Rückraumspieler vom Erstligisten TV Hüttenberg unter Vertrag nehmen, wird Tim Lindner den VfL zum Ende der Spielzeit verlassen.

Hamburg, Henstedt, Hüttenberg – jetzt Hagen

Stefan wuchs in Ellerau auf, „einem kleinen Dorf nördlich von Hamburg“, wie der 22-Jährige erläutert. Beim dortigen TSV begann er seine Laufbahn als Handballer, ehe es ihn in der C-Jugend zum HSV Hamburg zog, für den er in der A-Jugend in der Bundesliga auflief – und bei den Senioren gar Erstligaluft schnupperte. Die meiste Einsatzzeit als Senior erhielt er jedoch per Zweitspielrecht, das der HSV an den SV Henstedt-Ulzburg vergeben hatte. 2016 folgte dann der Wechsel nach Hüttenberg. Mit dem TVH stieg er gleich in seiner ersten Saison als einer der besten Torschützen des Teams aus der 2. Bundesliga in die „stärkste Liga der Welt“ auf.

„Wir waren nicht aktiv auf der Suche. Es hat sich dann aber plötzlich so ergeben, dass der Vertrag von Tim in Hüttenberg ein Jahr vorher aufgelöst wurde“, berichtet Sportdirektor Michael Stock hinsichtlich der Verpflichtung Stefans. Nach einer kurzen „internen Abstimmung“, so Stock, „haben wir uns entschieden, ihn zu verpflichten.“ Dem Halblinken bescheinigt der Sportdirektor eine gute Wurfauswahl, außerdem „versprechen wir uns von ihm noch jede Menge Entwicklungspotenzial.“

Tim passt perfekt in unser Portfolio.

„Es war ein glücklicher Zufall, dass wir so einen Spieler bekommen können. Es ist mit Blick auf Transfers ja schon recht spät. Er ist entwicklungsfähig, ein Shooter mit Deckungsqualitäten und passt perfekt in unser Portfolio“, unterstreicht Cheftrainer Niels Pfannenschmidt, der den Spieler schon seit seiner Zeit in Henstedt im Auge hat. Verständlich, hat Stefan seine Qualitäten trotz seines jungen Alters in der 2. Bundesliga nachgewiesen – und blickt mittlerweile auf vier Jahre Bundesliga-Erfahrung zurück.

 

Dynamisch setzt sich Tim Stefan hier gegen die Defensivreihe der SG BBM Bietigheim durch. Mit dem TV Hüttenberg stieg er in der Vorsaison als einer der besten Torschützen aus der 2. Bundesliga in die „stärkste Liga der Welt auf. (Foto: Marc Thürmer)

 

Transfer schnell in trockenen Tüchern

Stefan selbst fiebert bereits der neuen Aufgabe entgegen – und zeigte sich überdies beeindruckt, wie schnell die Grün-Gelben den Transfer abwickelten. „Mein Berater hat mich über das Angebot aus Hagen informiert, keine halbe Stunde später habe ich schon mit Niels telefoniert. Die Abwicklung des gesamten Transfers hat keine zwei Tage gedauert. Ich freue mich sehr, dass es so zügig geklappt hat – und auf mindestens zwei erfolgreiche Saisons in Hagen“, erklärt Stefan, der einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat.

In Hüttenberg erhielt er zuletzt nach dem Trainerwechsel nicht so viele Spielanteile wie zuvor. Daher entschied er sich dazu, eine neue Herausforderung zu suchen. „Der Wechsel nach Hagen bedeutet für mich einen Neustart. Mir war es wichtig, mir neue Ziele zu stecken. Hier möchte ich mich weiter verbessern und zum Klassenerhalt beitragen – und vielleicht sogar oben angreifen“, sagt Stefan selbstbewusst.

Es kommen einige Hochkaräter in der 2. Bundesliga hinzu.

Dabei ist er sich aber sehr wohl im Klaren, dass mit seinem Ex-Klub HSV Hamburg und dem TV Großwallstadt zwei Schwergewichte den Weg in die 2. Bundesliga zurückfanden – und die beiden anderen Aufsteiger TuS Ferndorf und TSV Bayer Dormagen es ebenfalls in sich haben. „Es kommen einige Hochkaräter in der 2. Bundesliga hinzu. Bei fünf Absteigern wird es ein ganz schweres Jahr“, weiß Stefan.

 

Linksaußen Tim Lindner wird sich zukünftig vermehrt auf sein Studium und den Einstieg ins Berufsleben konzentrieren. (Foto: Marcel Schweppe)

 

Lindner verlässt den VfL Eintracht zufrieden

Verlassen wird die Eintracht hingegen Tim Lindner. Der Linksaußen möchte seinen Schwerpunkt in Zukunft auf sein Master-Studium der Wirtschaftspsychologie sowie den Einstieg in das Berufsleben legen. „Das ist in dieser Kombination mit dem Profibereich nicht vereinbar“, resümiert Lindner. Das Fazit zu seiner Zeit in Hagen fällt sehr positiv aus: „Wir haben in beiden Saisons, in denen ich dabei war, das Saisonziel erreicht. Zudem wollte ich immer als festes Kadermitglied in der Bundesliga spielen. Das hat funktioniert. Es war auch eine interessante Zeit in der es auch turbulente Phasen gab, aus denen wir stets gestärkt hervorgegangen sind.“

1 Antwort

  1. Königsblauer Knappe

    Tim Lindner hat sich sicherlich mehr Spielanteile gewünscht. Er ist mit seiner vornehmlichen Rolle als Back up sportlich und menschlich einwandfrei umgegangen. So etwas passt klasse zu der VfL-Wertebasis und hat mir gut gefallen! Danke Herr Lindner. Alles Gute für die Zukunft und Glück auf!

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