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TSV GWD Minden II – VfL Eintracht Hagen 31:31 (16:19)

Einen weiteren bitteren Rückschlag erlebte Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen bei der Bundesliga-Reserve des TSV GWD Minden. Vor 60 Zuschauern, davon weit mehr als die Hälfte aus Hagen angereist, brachte sich die Mannschaft von Trainer Lars Hepp mit vielen vermeidbaren, meist individuellen Fehlern um einen doppelten Punktgewinn – und kann Spitzenreiter Neusser HV nun nicht mehr aus eigener Kraft abfangen. „Wir haben es leider vorne wie hinten über die komplette Spieldauer nicht geschafft Normalform zu erreichen“, bemängelte Hepp, dessen Farben bis auf ganz wenige Ausnahmen, etwa Jens Reinarz, blass blieben – und nicht ansatzweise an die starke wie souveräne Leistung gegen Baunatal anknüpften. Vor allem die vielen Tore, die der Mindener Rückraum erzielte, schmeckten dem VfL-Trainer überhaupt nicht. „Wir haben in der Abwehr das Zentrum nicht dicht bekommen, unsere Torhüter ein Stück weit im Stich gelassen“, resümierte Hepp mit Blick auf die vielen Durchbrüche auf der Halbposition sowie die Abschlüsse über das Deckungszentrum, egal ob per Wurf oder Anspiel an den Kreis.

Bereits im ersten Abschnitt zeichnete sich ab, welche enge Begegnung auf die Grün-Gelben zukommen sollte. Zwar legte der Favorit stets vor und lag nicht einmal hinten, richtig abschütteln konnten Kapitän Pavel Prokopec und Co. die Ostwestfalen indes auch nicht. Daran änderten auch die beiden Helden der Vorwoche nichts: weder Tobias Mahncke noch der eingewechselte Hendrik Halfmann hatten diesmal Glück an den Fingern, verzeichneten kaum eine Parade. Dennoch setzte sich die Eintracht zum Pausentee auf drei Treffer ab, auch weil Sebastian Schneider zumindest eine sehr gute Wurfquote hatte, obwohl auch er nicht vollkommen im Spiel angekommen schien. Direkt nach dem Seitenwechsel legte der VfL einen weiteren Treffer vor – doch anstatt mit der ersten Vier-Tore-Führung deutlich mehr Sicherheit im Spiel zu erlangen und den Vorsprung weiter auszubauen schlichen sich wieder Unzulänglichkeiten ein, etwa ein leichtfertig vergebener Siebenmeter, die dem Gegner neues Leben einhauchten. Mit einem Treffer von Christopher Kunisch glich Dankersen in der 42. Minute zum 22:22 aus, der beste Torschütze der Partie, Rechtsaußen Tim Roman Wieling aus dem Erstliga-Kader, erzielte eine Zeigerumdrehung später die erste Führung der Mindener. Nun wogte die Partie vollends Hin und Her, wenngleich es die Gäste waren, die auf 30:29 und 31:30 vorlegten.

31 Sekunden vor dem Ende nahm GWD-Trainer Markus Ernst eine Auszeit und stellte seine Mannen auf den letzten Angriff ein – mit Erfolg: Nach einer kurzen Ballstafette griff Rechtshänder Julian Knickmann das Tor an, dabei kam die Hilfe für Prokopec zu spät. Die Folge war nicht nur der Ausgleichstreffer, sondern auch eine Zeitstrafe für den Kapitän. Im letzten Angriff blieb dann zunächst Schneider in der Mindener Abwehr hängen, ehe der letzte Verzweiflungswurf von Jannis Fauteck mehrere Meter über dem Tor endete – und der Krimi keinen guten Ausgang für die Hagener nahm. Während die Gastgeber in einer Jubeltraube versanken, schlichen die Eintracht-Spieler geknickt vom Feld. „Wir haben aus der 20:16-Führung nicht den vermeintlichen Vorteil ziehen können und im Kollektiv keine gute Leistung gezeigt – das reicht hier am Ende eben nicht für einen Sieg“, lautete Hepps finales Fazit.

VfL: Mahncke, Halfmann; Reinarz (6/1), Lindner, Schneider (8), Prokopec (3/2), Ciupinski (1), Fauteck (2), von Boenigk (5), Tubic (2), Renninger (4), Rink, Weißbach.

GWD II: Krieter, Birlehm; Kunisch (4), Jungmann (6), Wieling (11/6), Rodenkirchen, Knickmeier (4), Hösl (2), Gertges, Tesch (4).

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